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Fußball regional Könige des Käfigs: VfL Westercelle gewinnt Celler Soccer Open
Sport Fußball regional Könige des Käfigs: VfL Westercelle gewinnt Celler Soccer Open
19:12 19.01.2014
Von Oliver Schreiber
Yalcin Agackiran (großes Foto, links) erzielte im Finale das goldene Tor - für den VfL Westercelle. - Pascal Peschke nahm den Siegerpokal aus den Händen von Organisator Stefan Seega und Tennispark- - Betreiber Pawel Liniewski entgegen. Die Westerceller traten bei diesem Turnier mit zwei Mannschaften an. Quelle: Benjamin Westhoff (5)
Hambühren

HAMBÜHREN. Schwarz-Gelber Triumph beim „Kick im Käfig“: Fußball-Bezirksligist VfL Westercelle hat die 3. Celler Soccer Open im Hambührener „Stop and Lob Tennispark“ gewonnen. Yalcin Agackiran entschied mit seinem Kracher in den Winkel zum 1:0 das Endspiel gegen Oberligist TuS Celle FC. „Ein schönes Gefühl, dieses Turnier zu gewinnen – und dann auch noch gegen TuS. Das ist schon ein Prestigeerfolg. In der Vorrunde haben wir noch gegen sie verloren. Aber man verliert nicht zweimal gegen denselben Gegner“, meinte Agackiran schmunzelnd.

Für den bis dato im Turnier ungeschlagenen Oberligisten war diese Niederlage allerdings kein Beinbruch. „Für uns war das hier eine zusätzliche Trainingseinheit, die Spaß gemacht hat. Die Jungs hatten bereits vormittags vor dem Turnier trainiert – und morgen wird auch wieder trainiert“, erklärte Interimstrainer Eike Mach, der die Blau-Gelben zusammen mit Oliver Purcha derzeit auf die Rückrunde vorbereitet.

Im Prinzip war es ein Außenseitersieg im doppelten Sinne. Denn die Westerceller waren nicht nur gegenüber TuS der vermeintliche David, sondern auch vereinsintern nur „zweite Wahl“. Trainer Holger Kaiser hatte aus seinem Bezirksliga-Kader zwei Mannschaften ins Rennen geschickt, die im Halbfinale direkt aufeinandertrafen. Dort behielt die „Zweite“ mit 3:1 die Oberhand gegen die „Erste“. „Schade. Vielleicht wären sonst beide Mannschaften ins Endspiel gekommen“, so Agackiran.

Im anderen Semifinale hätte das Überraschungsteam des Turniers, der SV Meißendorf, fast dem TuS FC ein Bein gestellt. Die Truppe aus der 1. Kreisklasse bot dem Favoriten ordentlich Paroli, nachdem er ihm schon im Gruppenspiel ein torloses Remis abgetrotzt hatte. Am Ende hieß es aber 2:1 für die Celler.

Ihren ganz besonderen, lautstark bejubelten Höhepunkt hatten die Meißendorfer eh schon im Viertelfinale gehabt. Im Derby bezwangen sie als Vierter ihrer Gruppe den Ersten der Parallelgruppe, Bezirksligist SSV Südwinsen, mit 3:2. „Das war schon ein geiles Gefühl, das Derby zu gewinnen. Wir hatten uns hier nicht viel ausgerechnet und haben unsere Erwartungen mehr als übertroffen“, freute sich SVM-Kapitän Sören Brüggemann.

Turnierorganisator Stefan Seega zollte den Meißendorfern ebenfalls Lob. „Von solchen Überraschungen lebt ein Turnier, großes Kompliment. Bei der Anmeldung habe ich ihnen vorgeschlagen, dass die auch am Turnier am Vormittag für unterklassige Mannschaften teilnehmen können. Gut, dass sie das nicht gemacht haben“, sagte Seega, der mit dem Ablauf der insgesamt rund zehnstündigen Veranstaltung im gut besuchten Tennispark überaus zufrieden war. „Wir haben schöne Tore und spannende Spiele gesehen. Der Spaß stand im Vordergrund, das Turnier lief fair ab“, lautete sein Fazit. Die Schiedsrichter Wilfried Plumhoff, Jan Lindner und Günter Buhr musste die Akteure nur in wenigen Fällen zur Räson rufen.

Auf dem von Banden und Netzen komplett „eingezäunten“ 15 x 30 Meter großen Spielfeld war bei vier Spielern plus Torwart pro Team neben Technik vor allem Handlungsschnelligkeit gefragt, da der Ball praktisch nie im Aus war. Auf engstem Raum kam es zu vielen Zweikämpfen, die kurze Spielzeit von zehn Minuten pro Partie kam in erster Linie den Außenseitern entgegen, die so im „Fußballkäfig“ manchen Favoriten kräftig ärgerten. So wie der VfL Westercelle im Endspiel gegen den TuS FC, in dem er sich zum „König des Käfigs“ krönte.