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Fußball regional Kollektiv TuS Celle FC ist im Plan
Sport Fußball regional Kollektiv TuS Celle FC ist im Plan
13:46 22.12.2011
Von Jürgen Poestges
Celle Stadt

„Wir sind im Plan, vielleicht sogar schon ein bisschen weiter, als wir erwartet haben.“ Uwe Hicksch, der Trainer des Fußball-Landesligisten TuS Celle FC, gerät buchstäblich ins Schwärmen, fragt man ihn nach der Halbzeitbilanz des Aufsteigers. „Alle im Verein sind mit der Vorgabe angetreten, in der Saison 2013/14 wieder in der Oberliga zu spielen. Zwischenzeitlich mussten wir ja noch damit rechnen, eine Ehrenrunde in der Bezirksliga zu drehen“, erinnert sich der Coach an die Zeiten, als er mit dem TuS FC in der tieferen Liga sogar mit acht Punkten hinter einem Aufstiegsplatz stand. „Und es ist ja auch ein Fakt, dass wir den Aufstieg letztlich nur über die Relegation geschafft haben.“

Platz vier, 31 Punkte auf dem Konto, zwei Zähler hinter dem Zweiten TB Uphusen, fünf hinter dem Spitzenreiter SpVgg Drochtersen-Assel. „Das ist ein Erfolg, den sich die Jungs nach dem ganzen Engagement auch wirklich verdient haben“, sagt Hicksch. Und meint damit die über die gesamte Hinrunde absolvierten drei Trainingseinheiten in der Woche. „Es gibt sicher nicht viele Mannschaften, die auf Landesliga-Niveau so einen Aufwand betreiben.“

Wie er überhaupt insgesamt das Kollektiv als Garant für den Erfolg sieht. „Wir haben aber auch nicht im Ansatz einen Stinkstiefel im Kader. Im Gegenteil, jeder arbeitet für jeden. Das ist für mich als Trainer natürlich ein absoluter Traum.“ Immerhin umfasst der Kader des TuS FC 22 Spieler, nach der Winterpause kommt mit Sven Bothfeld Nummer 23 dazu. „Und da jeden Spieler bei Laune zu halten, das geht eben nur über das Training.“ Außerdem wisse jeder Spieler, dass er bei entsprechender Trainingsleistung auch seine Chance im Punktspiel bekomme.

So richtig geärgert hat sich Hicksch in der Hinrunde eigentlich weniger über Niederlagen. „Wir hatten mal eine Phase, in der wir uns in jedem Spiel durch Undiszipliniertheiten rote und gelb-rote Karten en masse abgeholt haben. Dadurch haben wir uns permanent selber geschwächt. Und da habe ich mich schon gefragt, ob ich mir das alles weiter antun muss.“

Allerdings ist diese Phase nun auch schon Vergangenheit. „Es läuft sicherlich noch nicht alles perfekt, aber es läuft rund“, so der Celler Übungsleiter. Er nennt beispielhaft für diese Entwicklung Lars Lutschewitz. „Er ist seit vergangenen Winter beim TuS FC, und er hat seitdem noch kein schlechtes Spiel gemacht. Vor allen Dingen seit der Einführung der Viererkette ist er aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken.“ Gleiches gelte für Marvin Stieler, der nach seinem Bänderriss so schnell wieder auf dem Trainingsplatz stand, dass es den Trainer völlig überraschte. „Das ist auch ein Merkmal dieser Mannschaft. Nicht jammern über Wehwehchen, sondern Ärmel aufkrempeln und weiter machen.“ Neben Stieler ist es Keeper Eike Mach, der für den Trainer der Ansprechpartner ist. Hicksch: „Wenn mich etwas stört und ich bespreche es mit den beiden, dann klärt das die Mannschaft intern.“

Einige Zahlen belegen aber auch, dass der Trainer Uwe Hicksch durchaus seinen nicht unerheblichen Teil zum Erfolg beiträgt: Seit seiner Rückkehr zum TuS FC absolvierte das Team 43 Pflichtspiele. 25 wurden gewonnen, 13 mal gab es ein Unentschieden, nur fünf wurden verloren. Die Torbilanz von 121:46 spricht ebenfalls für sich. Und seit 13 Monaten haben die Celler im heimischen Günther-Volker-Stadion nicht mehr verloren - für das Umfeld zählt inzwischen nur der Aufstieg.

„Damit können wir umgehen“, sagt Hicksch. „Wir genießen die Euphorie der Fans, aber wir wissen genau, dass wir uns noch ein wenig weiter entwickeln müssen.“ Es gilt die Saison-Vorgabe: Möglichst früh den Klassenerhalt klar machen und dann schauen, wo man steht. Und mit diesem Plan fährt man gut - siehe oben.