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Fußball regional Lars Lehnhoff schafft Hattrick bei CZ-Sportlerwahl (mit Video und Bildergalerie)
Sport Fußball regional Lars Lehnhoff schafft Hattrick bei CZ-Sportlerwahl (mit Video und Bildergalerie)
09:32 07.02.2015
    CZ-Sportlerehrung: Geehrte und Ehrende (von links) CZ-Chefredakteur Ralf Leineweber, Herren-Sieger Lars Lehnhoff, Vater der Siegerin Merle Frohms, Norbert Frohms, Sabrina Wellmann, Mannschaftsführerin des Gewinnerteams TuS Bergen (Handball) sowie CZ-Verlegerin Friederike Pfingsten. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Unter den Nominierten, die sich am Freitag in Thaers Wirtshaus zum Festakt der 61. CZ-Heimatsportlerwahl eingefunden hatten, befand sich die Crème de la Crème des Celler Sports: Landesmeister, Norddeutsche Meister, Deutsche Meister und Europameister waren vor Ort – und wurden von CZ-Chefredakteur Ralf Leineweber in seiner Eröffnungsrede für ihre Taten gewürdigt: „Mit Ihrem erfolgreichen Wirken haben Sie in ganz Deutschland und teilweise weit darüber hinaus den Namen Celles und unserer Region bekannt gemacht.“

Bei der 61. CZ-Sportlerehrung gab es neben den Auszeichnungen für die Sportler weitere interessante Informationen. Oberbürgermeister Mende versprach seinen vollen Einsatz für eine Mehrzweckhalle und Handball-„Recke“ Lars Lehnhoff verriet, was er nach der Karriere plant.

Am Ende setzte sich bei den Frauen eine U20-Weltmeisterin und Champions-League-Siegerin durch: Merle Frohms vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg wurde von den Lesern mit klarer Mehrheit von 705 Stimmen zur Heimatsportlerin des Jahres 2014 erkoren, konnte aber selbst nicht vor Ort sein, da sie ein Testspiel hatte. Bei den Herren machte Handball-„Recke“ Lars Lehnhoff den Titel-Hattrick perfekt. Obwohl er mit seinem Team in diesem Jahr nicht auf Europacup-Kurs liegt, erhielt der Kapitän der TSV Hannover-Burgdorf mit überragenden 799 Stimmen bereits zum dritten Mal hintereinander die begehrte Auszeichnung „Heimatsportler des Jahres“.

Und wenn es nach dem Linksaußen geht, dann wird das in den kommenden Jahren noch öfter der Fall sein. „Ich bin jetzt 28. Und man sagt ja, dass von 28 bis 33 das beste Handballeralter ist.“ Außerdem verriet der BWL-Student, dass er sich vorstellen kann, auch nach seiner Karriere eine Funktion in seinem Klub zu übernehmen. Vor seiner Profi-Karriere war der gebürtige Adelheidsdorfer beim SV Altencelle und MTV Celle aktiv.

Überraschend ging es bei der Wahl zur besten Mannschaft zu. Offenbar konnte Handball-Erstligist SVG Celle trotz des Aufstiegs nicht genügend Fans mobilisieren. Das Bundesliga-Team landete mit 247 Stimmen auf Platz drei – hinter den Handball-Herren des MTV Müden (369 Stimmen) und der weiblichen Vertretung des TuS Bergen (624 Stimmen). Für die Handballerinnen war es die Krönung eines famosen Jahres, in dem sie es aus der Landesliga ohne Niederlage in die Oberliga schafften. Auch dort spielen die Bergerinnen für einen Aufsteiger überragend und liegen mit ihren bisherigen Leistungen auf Platz drei.

Von diesen Leistungen beflügelt ließ sich Bergens Lina Borges sogar zu einer Kampfansage Richtung SVG Celle hinreißen. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnten gegen die Bundesliga-Mannschaft in einem Testspiel anzutreten, antworte sie mit einem Lächeln: „Dann können die sich warm anziehen.“

Neben der Sportprominenz waren auch zahlreiche Politiker vor Ort. Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, Bergens Bürgermeister Rainer Prokop, Landrat Klaus Wiswe und Hartmut Ostermann, Vorsitzender des Kreissportbunds (KSB) waren da, um den Sportlern die Ehre zu erweisen. Mende betonte die Wichtigkeit des Preises, weil er „nicht vom ADAC sondern von den Lesern“, vergeben würde, wie er mit einem Augenzwinkern zu Protokoll gab.

Außerdem bekräftigte er im Scheinwerferlicht sein Engagement für eine Mehrzweckhalle in Celle. „Als Oberbügermeister stehe ich voll dahinter und bin fest entschlossen, das auf den Weg zu bringen.“

„Dann können wir auch auf eine Sportlerehrung verzichten, wenn im Gegenzug dafür eine neue Sportstätte raus-springt“, scherzte KSB-Vorsitzender Ostermann mit Bezug auf die ausgefallene städtische Sportlerehrung im vergangenen Jahr.

Die sportlichste Leistung des Abends legte Fitness-Zehnkämpfer William Müller aufs Parkett. Der Weltmeister gab eine Kostprobe seines Könnens. Müller, der bei der WM 80 Liegestützen in 45 Sekunden schaffte, machte unter Applaus locker-flockig fünf Liegestütze auf je einem Arm.

Von Alexander Hänjes