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Fußball regional Lösungsansätze erarbeitet: Bewegung im Unterlüßer Fußball-Krieg
Sport Fußball regional Lösungsansätze erarbeitet: Bewegung im Unterlüßer Fußball-Krieg
18:53 16.09.2013
Von Heiko Hartung
Unterlüß

UNTERLÜSS.

Laut Bürgermeister Wilks herrschte eine „sachliche Atmosphäre“. In gut zweistündiger Sitzung wurden laut Wilks „gemeinsam Lösungsvorschläge erarbeitet, die nun in den Vorständen der beiden Vereine diskutiert“ werden sollen. Eine Antwort der Klubs erwartet Wilks „in angemessener Zeit“. Über die Inhalte der Kompromissansätze wurde von allen Seiten Stillschweigen vereinbart. Wilks sieht in dem ersten Treffen einen „Schritt in die richtige Richtung“.

TuS-Sportwart Wilfried Plumhof, der mit dem 1. Vorsitzenden Andreas Kipper und Schriftführer Bernd Schmidt an dem Runden Tisch saß, äußerte sich verhalten: „Ich rede nicht von einem Rückschritt, aber von einem Durchbruch kann auch nicht die Rede sein. Es ist aber eine gewisse Bewegung in die Sache gekommen“, sagte der Jurist. „Es gibt noch genug Gesprächsbedarf auf Grundlage der erarbeiteten Kompromissvorschläge“, so Plumhof. Eine Lösung sei „grundsätzlich möglich“.

Für den FC Unterlüß saßen der 1. Vorsitzende Andreas Rahlfs und Kassenprüfer Mirco Baer am Tisch. „Ich gehe mit einem positiven Gefühl aus dem Gespräch heraus“, sagt FC-Chef Rahlfs. Einen Termin, wann er den Ideenentwurf für die Beilegung des Fußball-Kriegs seinen Vorstandskollegen vorlegen wird, hat er noch nicht. „Aber wir wollen das schnellstmöglich besprechen.“

Der Konflikt war entstanden, weil sich die meisten Kreisligafußballer des TuS nach der vergangenen Saison ihrem Trainer Horst-Dieter Pilot anschlossen, dessen Vertrag als Coach der 1. Herren nicht verlängert wurde. Gemeinsam wurde die Fußballsparte des FC reaktiviert. Statt im entfernten Beckedorf wollen die Kicker ihre Heimspiele der 4. Kreisklasse lieber im Unterlüßer Stadion am Hochwald austragen. Dessen Pächter ist der TuS Unterlüß. Deren Verantwortliche sperren sich gegen eine Nutzung der Anlage durch den Konkurrenten FC. Der TuS selbst trägt seine Heimspiele wenige Hundert Meter entfernt auf dem Sportplatz Hohenrieth aus, den er ebenfalls gepachtet hat.