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Fußball regional MTV Eintracht Celle blickt vor Spiel gegen BV Cloppenburg nach vorn
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle blickt vor Spiel gegen BV Cloppenburg nach vorn
14:35 27.10.2017
Von Heiko Hartung
Im jüngsten Heimspiel siegte der MTV Eintracht gegen Gifhorn. Wie nach dem Treffer - zum 2:0 von Valentin von Behr wollen die Celler auch gegen den BV Cloppenburg jubeln. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

„Cloppenburg hat eine gewachsene Struktur und ein Umfeld von dem andere nur träumen können“, sagt MTV-Eintracht-Trainer Hilger Wirtz, der mit seinen früheren Klubs oft zu Gast in der Soestestadt war. HSV-Ikone Valdas Ivanauskas hat dort ebenso gekickt wie die Werder-Legende Jonny Otten oder der 96er und Braunschweiger Marco Dehne. Ausgerechnet der TuS Celle FC war es, der den Ballspielverein im Jahr 1996 mit einem 3:2 am letzten Spieltag aus der Regionalliga schoss.

In der vorletzte Saison stieg Cloppenburg erneut von der Regional- in die Oberliga ab – und hinkt derzeit seinen Ansprüchen weit hinterher: Mit nur einem Zähler mehr auf dem Konto als die Celler steht der BV ebenfalls auf einem Abstiegsplatz. „Die haben ganz andere Ambitionen, durchlaufen aber eine schwierige Phase, weil der Kader verjüngt worden ist“, erklärt MTVE-Coach Wirtz.

Hinzu kommt, dass der im Sommer verpflichtete Trainer Petar Kosturkov in der vergangenen Woche den Verein verließ. Aus familiären Gründen, wie es heißt. Interimstrainer ist der Sportliche Leiter Sebastian Schütte, der am vergangenen Wochenende mit einer 0:2-Niederlage gegen Atlas Delmenhorst startete. Dort offenbarte die zweitschlechteste Offensive der Liga (elf Tore) erneut ihre Abschlussschwäche.

Doch auch MTV Eintracht blieb beim 0:1 gegen U.L.M. Wolfsburg zuletzt ohne Torerfolg. „Jetzt steht ein Heimspiel an, da brauchst du mehr Wucht nach vorne. Wir wollen schneller und kreativer spielen“, kündigt Wirtz an. Sein Sohn Hilger von Elmendorff im Mittelfeld und Stürmer Marvin Janke – beide zuletzt nur Joker – seien diesmal eine Option für die Startelf.

Psychologischer Vorteil für Celle: Cloppenburg hat nach dem Gastspiel an der Aller bereits am Dienstag im Nachholspiel gegen den Vorletzten Göttingen das nächste Abstiegsduell vor der Brust – das erhöht den Druck auf den BV, bei dem Stürmer Aleksandar Kotuljac verletzt ausfällt. Der inzwischen 35-Jährige galt einst als Riesen-Talent bei Hannover 96, schaffte aber nie den großen Durchbruch, den ihm viele prophezeit hatten.

Bei den Cellern ist die knappe, aber leistungsgerechte Niederlage in Wolfsburg abgehakt. Celles junger Torwart Andreas Mikroulis (20) hat seinen Patzer, der das einzige Gegentor zur Folge hatte, verdaut. „Wir freuen uns auf die Heimspiel-Kulisse“, sagt Wirtz. – der Blick geht nach vorn beim MTV Eintracht.