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Fußball regional MTV Eintracht Celle bringt sich um den Lohn der Arbeit
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle bringt sich um den Lohn der Arbeit
18:59 22.04.2018
Von Oliver Schreiber
Eintracht Celles Lars Borchert (links) hatte Lupos Petrus Amin bei Bilderbuchwetter meist gut im Griff. Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Und wiederum waren es Standardsituationen, die den Hausherren das Genick brachen. Nach einer Ecke in der 2. Minute durfte ein Wolfsburger den Ball ungehindert Richtung zweiten Pfosten verlängern, dort stand Dennis Jungk und beförderte die Kugel per Flugkopfball ins Netz.

In der 18. Minute wurden die Gesichter dann noch länger. Alle Celler inklusive Torwart Christof Rienass rechneten bei einem Freistoß aus Linksaußen-Position mit einer Flanke, doch Nils Bremer zirkelte den Ball mit rechts ins kurze Eck – 0:2 (18.). „Da sehen wir zweimal richtig schlecht aus. Wir machen es den Gegnern viel zu leicht, gegen uns Tore zu erzielen“, zürnte Wirtz.

Doch es gibt zum Glück auch ein immer wiederkehrendes, positives Element: Die junge Eintracht-Mannschaft steckt diese Rückschläge gut weg, bäumt sich auf und ergibt sich nicht in ihr Schicksal. Ab der 25. bis zur 75. Minute zeigten die Blau-Weißen genau die Eigenschaften, die sie in diese Liga gebracht haben: gepflegter Kombinationsfußball, hoher läuferischer Aufwand und viel Engagement.

Die „italienischen Wölfe“ schalteten viel zu früh in den Verwaltungsmodus und beschränkten sich fast ausschließlich auf die Defensive. Eintracht übernahm komplett das Kommando, erspielte sich vier hundertprozentige Torchancen, ließ diese aber ungenutzt. Auch dies zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. „Wir standen viermal alleine vor dem Tor, kriegen aber das Ding nicht rein. Da fehlt uns die Kaltschnäuzigkeit und die letzte Entschlossenheit“, erklärt Wirtz.

Mit einem Anschlusstreffer hätte der MTVE die Partie drehen können, denn Lupo blieb den Beweis einer Spitzenmannschaft über weite Strecken des Spiels schuldig. Aber Christopher Nachtwey (27.), Malte Marquardt (53.) und Adrian Zöfelt (57.) zielten jeweils zu ungenau, als sie völlig frei vor Wolfsburgs Torwart Marius Sauss auftauchten. Moussa Doumbouya hätte zwar das Tor getroffen, als er nach einem Nachtwey-Pass alleine auf Sauss zulief und den Ball an ihm vorbeispitzelte, doch leider klärte ein Verteidiger auf der Linie (68.). Die Gäste hatten nach ihrem Treffer zum 2:0 nur noch eine nennenswerte Einschussmöglichkeit, die aber Rienass vereitelte (72.). „Die Jungs haben nach dem 0:2 einrichtig gutes Spiel gezeigt. Aber dafür können wir uns natürlich nichts kaufen“, meinte Wirtz.

Bereits am Mittwoch (18.30 Uhr) ist mit dem 1. FC Wunstorf der nächste Meisterschaftskandidat zu Gast an der Nienburger Straße.

Mit dem letzten Aufgebot hat der TuS Celle FC sein Auswärtsspiel in der Fußball-Bezirksliga beim SV Lindwedel-Hope bestritten – gerade einmal elf Spieler konnte Spieler Niels Speckmann aufbieten. Am Ende stand eine 2:4 (0:4)-Niederlage. „Mund abputzen – weitermachen“, kommentiere Speckmann, der seine Mannschaft in den ersten 20 Minuten klar spielbestimmend sah.

Christopher Menge 22.04.2018

Achtungserfolg für den Tabellenletzten: TuS Eschede hat in der Fußball-Bezirksliga ein 1:1 (0:0) beim unangefochtenen Spitzenreiter TSV Winsen (Luhe) erkämpft. Kevin Schöneck brachte den TuS vor 40 mitgereisten TuS-Fans in Front (55.), erst neun Minuten vor Ende kam Winsen durch Alexander Bowmann zum Ausgleich. Trotzdem überwog bei Gästetrainer Sven Ewert die Freude. „Wir haben Escheder Beton angerührt und sehr diszipliniert gespielt.“

Heiko Hartung 22.04.2018

Als Schiedsrichter Tom Stadtlander die Nachspielzeit von zwei Minuten anzeigte, lag der SC Wietzenbruch gestern Nachmittag in der Fußball-Bezirksliga gegen Germania Walsrode noch mit 2:3 zurück. Als der Unparteiische abpfiff, bejubelten Mannschaft und Fans einen unglaublichen 4:3 (2:1)-Sieg.

Christopher Menge 22.04.2018