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Fußball regional MTV Eintracht Celle hat noch eine alte Rechnung offen
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle hat noch eine alte Rechnung offen
13:23 21.10.2016
Von Oliver Schreiber
Valentin von Behr (blaues Trikot) traf zuletzt in dreiaufeinander folgenden Spielen jeweils einmal ins Schwarze.Der 19-jährige Angreifer des MTV Eintracht Cellekommt nach seiner Verletzung immer besser in Form. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Grund genug also für die Blau-Weißen, diese offene Rechnung am Sonntag (15 Uhr) zu begleichen. Die Vorzeichen stehen gut. Die Celler sind seit vier Spielen ungeschlagen und nach zwei Siegen in Serie als Sechster wieder auf Tuchfühlung zum Spitzenreiter TuS Harsefeld, der nur drei Zähler mehr auf dem Konto hat. Die Lüneburger hingegen stecken als eines von momentan fünf Teams im Abstiegskampf, nur ein Platz trennt den SVE vom roten Bereich. Die Mannschaft ist mit zwei Siegen vielversprechend in die Saison gestartet – das war‘s dann auch schon. Seit neun Partien gab es keinen Dreier mehr.

„Das ist für eine Truppe mit dieser Qualität sehr ungewöhnlich. Sie haben in letzter Zeit viele Punkte durch späte Gegentore hergeschenkt. Es ist schon verwunderlich, dass sie da unten stehen. Aber das zeigt eben auch, wie eng es in der Landesliga zugeht“, erklärt Wirtz. Zuletzt verpasste Lüneburg in Verden einen Befreiungsschlag und kassierte eine Minute vor Schluss den Ausgleichstreffer. Mit David Mehl (acht Saisontore) und Felix Anders (vier) sind die Bezirkshauptstädter in der Offensive stark besetzt. „Jedes Spiel von Lüneburg war bisher knapp. Die geringe Punktzahl täuscht daher über die wahre Stärke ein wenig hinweg“, so Wirtz.

Auf Grund der Wetterverhältnisse erwartet der erfahrene Coach ein „Kampfspiel, in dem wir uns beweisen müssen“. Auf jeden Fall reist die Celler Eintracht mit jeder Menge Selbstvertrauen im Gepäck an. Mit 32 Toren hat der MTVE die beste Offensive der Liga – natürlich auch wegen der sensationellen 18 Saisontreffer von Sturmtank Felix Krüger. Generell ist Spektakel garantiert, wenn die „jungen Wilden“ aus der Herzogstadt auflaufen. Im Schnitt fallen pro Eintracht-Partie fast fünf Tore. „In der vergangenen Saison war das noch umgekehrt. Da haben wir uns offensiv schwer getan, standen dafür aber defensiv wesentlich besser. Wenn wir hinten wieder mehr Stabilität reinbekommen, können wir auch wieder weiter nach oben schauen“, meint Wirtz.

Hinzu kommt, dass sich die personelle Situation weiter entspannt. Bis auf den Langzeitverletzten Henry Struwe und Marquardt (Mittelhand angebrochen) sowie den erst ab 8. November spielberechtigten Rune Lübbers kann Wirtz aus dem Vollen schöpfen. Auch der Fitnesslevel der Truppe erhöht sich stetig. „Wir fahren mit breiter Brust nach Lüneburg. Ein Tor werden wir da auf jeden Fall schießen. Und wenn wir uns dann defensiv weiter verbessern, werden wir da auch was holen“, gibt sich Wirtz kämpferisch. Dann dürften auch seine schlechten Erinnerungen endgültig verdrängt werden.