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Fußball regional MTV Eintracht Celle mit Säbel statt Florett
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle mit Säbel statt Florett
19:22 13.10.2017
Von Oliver Schreiber
Der MTV Eintracht Celle will sich in den Zweikämpfen besser behaupten. Zu oft war zuletzt derGegner eher am Ball – wie hier Northeims Florian Mackes (rechts) im Duell mit Valentin von Behr. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

„Wir sind viel zu lieb und wehren uns in den Zweikämpfen zu wenig. Das müssen wir schleunigst ändern und viel robuster und körperbetonter agieren. Bei uns fehlte zu oft die Körperspannung“, meint Wirtz. Die Blau-Weißen versuchen es gegen Gifhorn also mit dem Säbel statt mit dem Florett. Dementsprechend sahen auch die Trainingsinhalte aus. „Das soll man aber bitte nicht falsch verstehen. Das ist keine Aufforderung, unsauber zu spielen. Viele Fouls bringen dich auch nicht weiter. Aber wir müssen in den Zweikämpfen eine härtere Gangart an den Tag legen, sonst gehen wir unter – wie zuletzt geschehen“, erläutert Wirtz.

Selbstverständlich wollen die Celler auch weiterhin gepflegt Fußball spielen – aber mit einer neuen, kampfbetonten Note. Auch das gehört für die junge Truppe zum Anpassungsprozess an diese Spielklasse, der immer noch nicht abgeschlossen ist. „Wir haben ja schon gezeigt, dass wir mithalten können, wenn wir an unserem Limit spielen. Das haben wir gegen Northeim und Oldenburg definitiv nicht erreicht. Und Gifhorn ist ähnlich stark einzuschätzen. Sie hatten bisher viel Verletzungspech, daher fehlen ihnen einige Punkte. Aber wenn du die Klasse halten willst, musst du die Punkte vor allem in deinen Heimspielen holen. Und das ist natürlich auch unser Ziel“, sagt Wirtz, der noch um den Einsatz von Mittelstürmer Marvin Janke (Prellung) bangt. Ansonsten kann er auf denselben Kader wie in der Vorwoche zurückgreifen.

Bei den Gifhornern ist der Trainer der bekannteste Akteur. Uwe Erkenbrecher hat als Coach beziehungsweise Co-Trainer Profi-Erfahrung (unter anderem VfL Wolfsburg und Greuther Fürth) und kickte selbst in der Bundesliga für Werder Bremen. Auch im Ausland war der 62-Jährige mit Stationen im Iran und in Estland tätig. Seit 2015 steht er beim MTV an der Seitenlinie und führte das Team sofort in die Oberliga. Im Vorjahr landeten die Gifhorner auf Rang sieben.