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Fußball regional MTV Eintracht Celle muss Debakel aus dem Gedächtnis streichen
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle muss Debakel aus dem Gedächtnis streichen
18:27 06.10.2017
Von Oliver Schreiber
HilgerWirtz Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

„Natürlich sind das keine guten Voraussetzungen. Aber da müssen wir jetzt durch und zeigen, dass diese katastrophalen 25 Minuten gegen Northeim, in denen wir sieben Dinger kassiert haben, nur ein Ausrutscher waren“, erklärt Trainer Hilger Wirtz.

Das Abschlusstraining mussten die Celler auf den Kunstrasenplatz der Hockeyer verlegen, da die Stadt Celle die Fußballfelder gesperrt hatte. Allerdings war das alles andere als ein Testlauf unter Wettkampfbedingungen. „Das sind zwei völlig verschiedene Untergründe. Hier haben wir einen Teppich, in Oldenburg einen modernen Kunstrasenplatz, der sich kaum noch von einem echten Rasenplatz unterscheidet. Aber für uns ist es wichtig, dreimal pro Woche trainieren zu können. Daher sind wir dankbar, dass wir diese Möglichkeit haben“, sagt Wirtz.

Eintracht ist heiß darauf, die Northeim-Scharte in Oldenburg auszuwetzen. Allerdings muss das Team dafür über 90 Minuten am Limit spielen. Um überhaupt etwas Zählbares aus der viertgrößten Stadt Niedersachens mitzunehmen, müssen die Celler unbedingt ihre Defensive (mit 23 Gegentreffern die schwächste der Liga) stabilisieren. Daher hofft Wirtz auf den Einsatz von Malte Marquardt, der sich nach seinem Ägypten-Urlaub noch mit einer Magen-Darm-Grippe herumplagt. Der Innenverteidiger und Führungsspieler fehlte gegen Northeim an allen Ecken und Enden. Der 30-Jährige verfügt neben Lars Borchert und Christopher Nachtwey als einer der wenigen im Kader über Oberliga-Erfahrung. „Wenn dir dann zwei von diesen drei Spielern fehlen, macht sich das eben auf dem Platz bemerkbar. Daher war auch ein solcher Einbruch gegen Northeim möglich. Man hofft zwar, dass so etwas nicht passiert, aber man muss leider damit rechnen. Dafür ist die Qualität in dieser Liga einfach zu hoch“, erläutert Wirtz.

Der A-Lizenz-Inhaber erwägt, die Mannschaft defensiver auszurichten. Dabei denkt er weniger an einen Systemwechsel auf Fünfer-Abwehrkette, als vielmehr über personelle Veränderungen nach: Heißt: Defensiver denkende Spieler bekleiden auch die offensiveren Positionen.

Die Oldenburger verfügen ähnlich wie die Blau-Weißen zwar auch über viele Talente, haben aber einige erfahrene Akteuren in ihren Reihen. Der VfL ist Meister des „Minimalismus“, vier seiner bisher fünf Siege landete er mit nur einem Tor Vorsprung – auch ein Qualitätsmerkmal. Doch trotz der denkbar schlechten Voraussetzungen gibt es auch Grund zur Hoffnung für die Celler. Beim Spitzenreiter 1. FC Wunstorf standen sie dicht vorm Sieg, das letzte Auswärtsspiel beim TuS Bersenbrück gewannen sie mit 3:1. Daran sollten sie sich erinnern – und das Debakel gegen Northeim einfach aus dem Gedächtnis streichen ...