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Fußball regional MTV Eintracht Celle schlägt Meckelfeld dank starker Schlussphase mit 4:2
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle schlägt Meckelfeld dank starker Schlussphase mit 4:2
20:07 16.10.2016
Von Christoph Zimmer
Celle Stadt

Dass es bis zum Ende der Partie spannend blieb, war für die anwesenden rund 200 Zuschauer auf der Sportanlage an der Nienburger Straße zwar durchaus unterhaltsam. Aus der Sicht von Celles Trainer Hilger Wirtz war dieser Umstand aber absolut unnötig gewesen. „Der Sieg für uns ist verdient. Aber wir haben es verpasst, früh für klare Verhältnisse und Ruhe in unserem Spiel zu sorgen“, sagte er mit Blick auf die großen Chancen seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit. Valentin von Behr hatte Celle früh in Führung gebracht. Nach einem feinen Zuspiel von Krüger in die Schnittstelle der Viererkette lupfte er den Ball von der rechten Strafraumgrenze über den herauseilenden Torwart der Gäste. Felix Kirchhoff kam mit den Fingerspitzen zwar noch an den Ball, konnte ihn aber nicht entscheidend abwehren (6.). An der spielerischen Überlegenheit der Gastgeber änderte auch der Ausgleich für Meckelfeld durch Kandal Kaval (18.), dem ein unnötiger Ballverlust von Hilger von Elmendorff im Mittelfeld vorausgegangen war, wenig. Es war die einzige Möglichkeit der Gäste vor der Pause.

Es gelang den Gastgebern aber nicht, diese spielerische Überlegenheit in Tore umzusetzen. Die besten Chancen vergaben von Elmendorff (21.) und von Behr (32.), die mit dem Fuß beziehungsweise mit dem Kopf am Aluminium scheiterten. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, sagte Wirtz zu Recht.

Nach der Pause tat sich seine Mannschaft zunächst schwer gegen die kompakt stehenden Gäste. Mit seinem ersten Treffer an diesem herrlichen Herbstnachmittag brachte Krüger seine Mannschaft nach einer scharfen Hereingabe von Christoph Gaete von Wersebe zunächst erneut in Führung (56.). Mit der zweiten Möglichkeit überhaupt kam Meckelfeld wieder zum Ausgleich. Nach einem Freistoß von der Mittellinie flog der Ball an fast allen Spielern vorbei in den Strafraum. Dass er am Ende bei ihm ankam, überraschte Kristopher Kühn offenbar so sehr, dass er sich selbst anschoss, Tjark Klindworth im Tor der Celler so verlud und zum glücklichen Ausgleich einschoss (75.).

Dank einer Energieleistung in der Schlussphase und mit Hilfe des nassen Rasens sorgten die Gastgeber dann doch für klare Verhältnisse. „Das war ein Sieg des Willens. Wir haben bis zum Schluss an unsere Chance geglaubt“, sagte Wirtz. Weil die Konkurrenten fleißig Punkte ließen, liegen die Celler nun nur noch drei Punkte hinter Platz eins zurück – mit dem besten Sturm der Liga und der besseren Tordifferenz gegenüber Tabellenführer Harsefeld. „Wir kommen immer näher ran. Warum sollten wir uns jetzt klein machen?“, gab sich Wirtz nach dem Spiel durchaus angriffslustig.