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Fußball regional MTV Eintracht Celle stolpert in Uelzen
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle stolpert in Uelzen
18:30 02.12.2018
Von Heiko Hartung
Auch der zuletzt treffsichere Moussa Doumbouya (vorne) konnte sich beim Auswärtsspiel seines MTV Eintracht Celle bei Teutonia Uelzen nicht in die Torschützenliste eintragen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Bereits im Hinspiel hatte sich MTV Eintracht Celle trotz drückender Überlegenheit nur zu einem knappen 1:0-Sieg gegen Uelzen gemüht. Auch am Sonntag machten die abstiegsbedrohten Teutonen dem Spitzenreiter das Leben schwer – nur dass es diesmal kein Happy End für Celle gab. Mit einer überraschenden 1:3 (1:2)-Niederlage – es war erst die zweite insgesamt – kehrte die Landesliga-Elf von Trainer Hilger Wirtz aus dem Nachbarkreis zurück. „Wir sind vor allem in der ersten Hälfte nicht in die flüssigen Kombinationen gekommen, wie wir es von uns gewohnt sind. Wir waren spielerisch nicht so präsent“, nennt MTVE-Co-Trainer Frank Steinkuhl einen Grund für die unverhoffte Niederlage.

Denn eigentlich wollten die klar favorisierten Celler bei Teutonia das i-Tüpfelchen auf eine ganz starke Halbserie setzen. Während Uelzen mit dem Befreiungsschlag die Abstiegsränge verließ, hat der Zweitplatzierte TuS Harsefeld nun die Chance, mit einem Sieg im Nachholspiel in Meckelfeld (die Partie wurde am Sonntag abgesagt) bis auf zwei Zähler an Celle heranzukommen. Die Eintracht überwintert aber auf jeden Fall bis März auf Rang eins.

MTVE-Keeper Christof Rienass hält Foulelfmeter

Uelzen ließ den offensivstarken MTV Eintracht zunächst kommen. Doch früh zeigte sich, dass Celle seine technische Überlegenheit bei regennasser Witterung nicht richtig ausspielen konnte. Hinzu kam, dass Celles Rechtsverteidiger Alpha Jallow den starken Linksaußen Nils Brüggemann nicht in den Griff bekam. Nach einer guten Viertelstunde entwischte der Linksaußen erneut und konnte von Eintrachts Lars Borchert im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden. Gut für Celle: Keeper Christof Rienass entschied sich für die richtige Ecke, tauchte nach rechts unten ab und parierte den Elfmeter (17.).

Kurz darauf überschlugen sich die Ereignisse: Erst spielte Jallow einen Fehlpass, Philipp Hatt lupfte über Rienass hinweg zum 1:0 (25.) für die Hausherren. Praktisch direkt nach dem Anstoß verlor Eintracht den Ball erneut in der Vorwärtsbewegung im Mittelfeld. Über Malte Bertram und Brüggemann ging es blitzschnell – 2:0 (26.) für Uelzen. Doch Celle schaffte im Handumdrehen den Anschlusstreffer: Hilger von Elmendorff stieß mit Tempo in den Teutonen-Strafraum vor und wurde gefoult. Innenverteidiger Borchert verwandelte sicher (28.).

Wirtz-Elf mit Abschlussschwächen

„Nach dem Wechsel war es ein Spiel auf ein Tor. Wir haben einen Angriff nach dem anderen gefahren“, berichtet Co-Trainer Steinkuhl. Celle war drückend überlegen, versuchte es über die Flügel mit Flankenbällen und mit Kombinationen durch die Mitte. Doch die im Verlauf der bisherigen Saison immer wieder auftretende Abschlussschwäche der Wirtz-Elf war auch diesmal wieder zu beobachten. Weder Adrian Zöfelt, der vier Gegner umdribbelte und dann in guter Position hängen blieb (65.), als auch Linksaußen Henry Struwe und Sturmspitze Moussa Doumbouya trafen in aussichtsreichen Situationen die falschen Entscheidungen. Uelzen verbarrikadierte sich in der Abwehr und schlug viele Bälle einfach nur raus. Und als in der Nachspielzeit sogar Torwart Rienass mit nach vorne ging, war der Weg zum 3:1 (90.+2) frei für den eingewechselten Andris Kuvsinovs.

„Die Niederlage ist zwar ärgerlich, sie schmälert aber unsere grandiose Hinserie nicht“, meinte Steinkuhl. „Unser kleiner Kader hat sich die Winterpause redlich verdient. Wir hatten nie die Möglichkeit, mal Spieler zu schonen, ihnen eine Pause zu gönnen.“ Um die personelle Lage zu entspannen, will der Ligaprimus die spielfreie Zeit nutzen, um seinen Kader mit Neuzugängen breiter aufzustellen.

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