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Fußball regional MTV Eintracht Celle will aus dem Leid Kraft schöpfen
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle will aus dem Leid Kraft schöpfen
16:27 23.03.2018
Von Oliver Schreiber
Celle

Es war bisher das einzige Mal in dieser Saison, dass sich der Aufsteiger, der allerdings auch stark ersatzgeschwächt antrat, derart kopflos zeigte und sich praktisch wie paralysiert in sein Schicksal ergab. Dabei hatten die Blau-Weißen bis zur 58. Minute sogar noch mit 2:1 geführt, ehe die Northeimer anfingen, ihre auch zuvor schon zahlreichen Chancen konsequent zu nutzen. „Die haben vor allem in der Offensive eine unglaubliche Qualität, haben fast auf jeder Position torgefährliche Spieler und sind nicht zu Unrecht als Aufstiegsfavorit gehandelt worden“, erklärt Wirtz.

Die geballte Angriffswucht bekamen nicht nur die Celler zu spüren. Der FCE hat die meisten Tore in der Oberliga geschossen (45 in 20 Spielen), sich in der Defensive allerdings auch anfällig gezeigt und bereits 39 Gegentreffer (einen mehr als Eintracht als Vorletzter) kassiert. Wenn Northeim kickt, scheppert‘s also auf beiden Seiten im Gebälk wie bei keinem anderen Team. Aufgrund der Abwehrschwächen reicht es auch nicht für ganz oben, der Rückstand des Tabellenfünften auf Spitzenreiter SC Spelle-Venhaus beträgt sechs Punkte.

Sogar noch einen Zähler mehr Abstand zum rettenden Ufer hat indes Eintracht. „Natürlich ist das ein ganz schönes Brett. Aber ich kann immer wieder nur betonen, dass wir uns komplett vom Tabellenstand lösen müssen. Wir wussten, dass es so laufen könnte. Aber wir werden weiter versuchen, in jedem Spiel alles rauszuhauen und werden dann am Ende sehen, wozu es gereicht hat“, meint Wirtz.

Personell gibt es einige Probleme. Eintracht bangt noch um den Einsatz von Routinier Christopher Nachtwey (Blockade im Rücken), der schon im Hinspiel als Stabilisator schmerzlich vermisste wurde. Zudem fällt Ersatzkeeper Andreas Mikroulis aus – und schuld daran ist Hannover 96. Dort absolviert der 21-Jährige zur Zeit ein Praktikum und trainierte bei der U23 der Roten mit – und zog sich da einen Nasenbeinbruch zu.

Nichtsdestotrotz ist der Kampf um die Stammplätze voll im Gange, die Trainingsbeteiligung ist sehr gut. „Mit unseren Einheiten bin ich absolut zufrieden. Das macht richtig Spaß, weil alle voll mitziehen. Ich hoffe, dass man das auch auf dem Platz sehen wird“, berichtet Wirtz. Damit er sich an dieses Spiel gerne erinnern wird. Und die letzten 30 Minuten aus dem Hinspiel aus seinem Gedächtnis streichen kann.

Trainer Axel Güllert kann sich schon gar nicht mehr daran erinnern, wie das so ist. Es ist ziemlich genau fünf Monate her, dass Fußball-Landesligisten VfL Westercelle ein Heimspiel hat bestreiten können. Am 22. Oktober vergangenen Jahres gab es dabei einen 4:0-Erfolg über TuSG Ritterhude. Dieses positive Erlebnis ruft sich der VfL-Coach dann doch wieder ins Gedächtnis zurück. „Das war nicht so schlecht“, sagt er und verbindet die Erinnerung mit der Hoffnung, ein ähnliches Resultat auch am Sonntag einfahren zu können.Denn es scheint tatsächlich so, dass die punktspiellose Zeit auf dem Sportplatz an der Wilhelm-Hasselmann-Straße an diesem Tag ein Ende findet. Nachdem zuletzt diverse Begegnungen aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes ausgefallen waren, ist um 15 Uhr TuS Harsefeld zu Gast auf der Westerceller Sportanlage.

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