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Fußball regional MTV Eintracht Celle will rettendes Ufer in Sichtweite behalten
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle will rettendes Ufer in Sichtweite behalten
12:25 03.11.2017
Von Oliver Schreiber
Celles Bastian Stech (am Ball) ist eine echte Kämpfernatur, der weder sich noch den Gegner schont –wohlgemerkt im Rahmen des Erlaubten. Genau diese Fähigkeit ist im Kellerduell beim TB Uphusen gefragt. Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Wirtz hat sich am Reformationstag schon einmal mit Gegner und Bedingungen vertraut gemacht. Er beobachtete das Nachholspiel der Uphusener gegen den SC Spelle-Venhaus, das der Gastgeber nach Halbzeitführung noch mit 1:2 verlor. „Das war eine enge Kiste, Uphusen hat Spelle große Probleme bereitet. Der Platz ist schwierig zu bespielen, am Ende hat aber die größere Qualität von Spelle den Ausschlag gegeben“, berichtet Wirtz.

Nichtsdestotrotz hat sich auch hier wieder einmal gezeigt, wie dicht in dieser Liga alle beisammen liegen. Das Niveau der Oberliga ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gestiegen. Um am Ende über der roten Linie zu stehen, wird man wohl eine nahezu ausgeglichene Bilanz vorweisen müssen. Bei den momentan über dem Strich liegenden Mannschaften ist das der Fall, bei diesen Teams ist das Verhältnis zwischen Siegen und Niederlagen fast pari.

Aber noch ist sowohl für Eintracht als auch Uphusen das rettende Ufer in Sichtweite. Damit das so bleibt, sind für beide Kellerkinder drei Punkte eigentlich Pflicht. „Dieses Spiel hat schon eine hohe Bedeutung. Es wird viel auf die Psyche ankommen, wir müssen vom Kopf her stabil sein und alles, wozu wir in der Lage sind, raushauen. Uphusen ist erfahrener und reifer als wir, aber nicht besser. Es wird ein Duell auf Augenhöhe“, meint Wirtz, der auf denselben Kader zurückgreifen kann wie zuletzt bei der unglücklichen 0:2-Heimniederlage gegen den BV Cloppenburg. Aus dem Lazarett gibt es gute Nachrichten. Mittelfeld-Routinier Christopher Nachtwey und Torwart Christof Rienass trainieren nach ihren langwierigen Verletzungen wieder, ein Einsatz in Uphusen kommt für beide aber noch zu früh.

Der TBU hat sich nach vier Niederlagen am Stück zu Saisonbeginn gefangen. Mit erst neun Toren hat die Truppe die schwächste Offensive der Liga, steht dafür aber in der Defensive sehr kompakt (18 Gegentreffer). Fast jedes Spiel hat Uphusen offen gehalten. Bis auf zwei Ausnahmen gilt das auch für die Celler. „Es fehlt nicht viel. Es ist halt ein ständiger Lernprozess, wenn du es nicht gewohnt bist, 90 Minuten auf derart hohem Niveau gefordert zu werden. Aber die Jungs machen das immer besser, deswegen bleiben wir auch optimistisch“, sagt Wirtz.