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Fußball regional MTVE-Weste bleibt blütenweiß
Sport Fußball regional MTVE-Weste bleibt blütenweiß
20:10 16.09.2018
Von Heiko Hartung
Nicht zu stoppen: Eintrachts Hilger-Noel von Elmendorff (links) treibt den Ball nach vorne. Marcel Brunsch hat das Nachsehen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Nach dem sechsten Spieltag sind die Blau-Weißen das einzige Team der Liga ohne Punktverlust. Gegen SV Ahlerstedt-Ottendorf gewann die Elf von Cheftrainer Hilger Wirtz am Sonntagnachmittag mit 2:1 (1:0) nach einem Elfmetertor von Yannik Ehlers (26. Minute) sowie einem Treffer von Adrian Zöfelt (52.).

Vor rund 150 Zuschauern geriet der Erfolg aber zum Ende der zweiten Halbzeit unnötig in Gefahr, als die Ahlerstedter nach ihrem etwas glücklichen Anschlusstreffer eine Schlussoffensive starteten und Celle die dadurch entstehenden Kontermöglichkeiten fahrlässig vergab. Und so mischte sich in die Freude über den Ausbau der Tabellenführung bei Eintrachts Malte Marquardt nach Abpfiff auch Kritik: „Wir üben jede Woche im Training intensiv Torabschlüsse, aber im Spiel vergeben wir die Torchancen reihenweise“, meint der Innenverteidiger.

Ahlerstedt steht mit nur vier Punkten schon mächtig unter Druck. Entsprechend griffig gingen die Gäste, bei denen sich Sturmtank Matthias Meibohm beim Aufwärmen an der Leiste verletzt hatte, in die Partie. Celle versuchte durch geschmeidiges Passspiel den harten Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen.

Zöfelt, der vor der aufmerksamen Doppelsechs mit Tim Struwe und Hilger von Elmendorff die Bälle gut verteilte, gab den ersten Warnschuss ab. Nach der folgenden Ecke ließ Gästetotwart Jannis Trapp den Ball nur abklatschen, der aufgerückte Marquardt vergab aber aus kurzer Distanz (8.).

Ahlerstedt stand tief gestaffelt und lauerte auf Konter. Die MTVE-Defensive erwies sich aber erneut als ein aufmerksames Kollektiv – kein Durchkommen für den Tabellen-13. aus dem Landkreis Stade.

Anders die Eintracht: Zöfelt konnte im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden, den fälligen Elfmeter verwandelte Linksverteidiger Yannik Ehlers sicher zum 1:0 nach einer knappen halben Stunde.

Nach einem Trikotzupfer bekam auch die Gäste-Elf von Trainer Malte Bösch einen Foulelfmeter zugesprochen. Eintracht-Keeper Christof Rienass tauchte aber in die linke Ecke und wehrte den Strafstoß von Süleyman-Can Yaman klasse ab (37.). Auch in der Folge machte Rienass bei den wenigen Torschüssen der Gäste einen sicheren Eindruck.

Auf der anderen Seite hatten Daniel Ruchatz mit einem abgefälschten Schuss an den Pfosten (40.) sowie Mittelstürmer Moussa Doumbouya (43.)die besten Gelegenheiten, die Führung vor der Pause auszubauen. Doumbouya hatte einen schweren Stand, weil ihm Schiedsrichter Daniel Ballin fast jeden Zweikampf – oftmals fragwürdig – abpfiff.

Erst Zöfelt gelang nach der schönsten Kombination der Partie der nächste Treffer: Nach Doppelpass mit Doumbouya im Strafraum erzielte er das 2:0 kurz nach dem Wechsel. In der Folge schlichen sich allerdings viele Ungenauigkeiten ins Eintracht-Spiel. „Da überlassen wir Ahlerstedt zu viele Spielanteile“, so Marquardt.

Nach dem 1:2 (81.) durch Niklas Niekerken, dessen Schuss von Marquardt unglücklich abgefälscht wurde, setzten die Gäste alles auf den Ausgleichstreffer. Das riss große Lücken in die Ahlerstedter Abwehrreihen, was Celle zahlreiche Konterchancen bot – die aber allesamt unkonzentriert bisweilen sogar schlampig vergeben wurden. „Der vorletzte Pass kam nicht an“, monierte auch Trainer Wirtz, der insgesamt aber zufrieden mit seiner Elf war. „Nur dass wir es zum Ende hin so spannend machen, gefällt mir nicht. Irgendwann rächt sich das mal“, fügte der 53-Jährige an.

Das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau. Denn der Ausbau der Siegesserie auf sechs Dreier in Folge ist beeindruckend – und gibt dem Team mit Sicherheit noch mehr Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.

Nach holperigem Saisonstart steht der VfL Westercelle jetzt doch da, wo man ihn eigentlich erwartet hat – nämlich an der Tabellenspitze.

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