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Fußball regional Medaillenregen für Celler Sportler bei Special Olympics
Sport Fußball regional Medaillenregen für Celler Sportler bei Special Olympics
20:15 14.06.2016
Hannover

Mittendrin waren auch 35 Sportler der Lebenshilfe aus Celle und Bergen, die bei ihrem Heimspiel reichlich Edelmetall und weitere Spitzenplatzierungen abräumten. Am vergangenen Montag machte sich der Tross um Delegationsleiterin Anke Günster erstmals auf den Weg in den Sportpark Hannover, wo das Gros der Wettkämpfe stattfand. Bis zum Abend hatten die Sportler dort die Möglichkeit, in der neuen Umgebung zu trainieren, bevor am Abend die Eröffnungsfeier in der TUI-Arena anstand. „Die Feier in der Arena war einfach gigantisch. Etwa 25.000 Besucher waren anwesend und die Stimmung war überragend. Auch unsere Sportler waren hellauf begeistert“, beschreibt Günster den rauschenden Auftakt der Olympiade.

In den folgenden vier Tagen stand dann aber vorwiegend das Sportliche im Vordergrund. Beim Tischtennis, Radfahren, Schwimmen und Fußball wurde es ernst für die Celler Sportler. Ein besonders straffes Programm hatte vor allem das Fußballteam der Lebenshilfe. Fast täglich standen für die Truppe von Trainer Wolfgang Dittrich mehrere Spiele auf dem Plan. Nach Startschwierigkeiten spielten sich die Kicker aus Celle im Turnierverlauf immer besser ein und landeten am Ende auf einem hervorragenden vierten Platz. Nur ein Punkt fehlte in der Endabrechnung zum Gewinn der Bronzemedaille.

Für die ersten Podestplatzierungen aus Celler Sicht sorgten die Tischtennis-Asse. Vor allem Claudia Ebeling trumpfte ganz groß auf und sicherte sich in ihrer Leistungsklasse die Goldmedaille. Silber gab es zudem für Michael Reinboth. Den Medaillensatz komplett machten Detlev Steitzer, Wilhelm Bornemann und Jessica Albrecht, die jeweils auf dem Bronzerang landeten. Letztere war zum ersten Mal bei den Special Olympics dabei und erklomm sofort das Treppchen. „Unsere Tischtennis-Spieler haben starke Leistungen gezeigt. Zu erwähnen ist auch die gute Leistung von Thomas Kahlo, der in der stärksten Leistungsklasse einen hervorragenden fünften Platz erreicht hat“, lobte Günster die Tischtennis-Riege.

Beim Radfahren sorgte David Preuß für das Highlight aus Sicht der Celler. Im 5-Kilometer-Straßenrennen sicherte er sich die Goldmedaille. Zudem fuhr Holger Dömeland auf Rang drei. Sascha Sturm und Heiko Knappmeyer runden das starke Ergebnis mit den Plätzen sechs und sieben ab. Beim Zeitfahren über einen Kilometer schrammten die Sportler aus der Herzogstadt knapp an den Medaillenrängen vorbei und belegten am Ende die Plätze vier bis sechs. Delegationsleiterin Anke Günster war natürlich auch mit ihren Radlern zufrieden, sah aber auch einen entscheidenden Vorteil bei vielen anderen Athleten: „Einige Teams hatten einfach das bessere Material, dagegen kann man dann auch mit der allerbesten Leistung nicht ankommen.“

Erstmals bei den Special Olympics am Start waren drei Schwimmer der Lebenshilfe Bergen. Mit Jessica Gülke landete eine Athletin auch prompt auf dem Podest. Gülke schwamm über die 50 Meter Brust zu Silber. Eine weitere Medaille verpasste Ilonka Müller auf tragische Weise. Über 25 Meter Brust schlug sie als Zweite an, wurde aber im Anschluss disqualifiziert, da ihr beim Anschlag ein Fehler unterlaufen war. Trotz dieser Enttäuschung konnten die Berger Sportler mit ihren Auftritten zufrieden sein.

Ein durchweg positives Resümee der fünf spannenden Wettkampftage zog Anke Günster. „Unsere Sportler haben alles gegeben, tolle Leistungen gezeigt und vor allem auch Spaß gehabt.“ Insgesamt hat die Veranstaltung das Zusammenspiel aus Sport und Inklusion vorangetrieben.

Von Sebastian Nickel