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Fußball regional Mit dem Gefühl von Freiheit: Eschede will Wietzenbruch ärgern
Sport Fußball regional Mit dem Gefühl von Freiheit: Eschede will Wietzenbruch ärgern
13:08 26.04.2018
Von Christoph Zimmer
Dennis Runge (am Ball, hier gegen Jan Bassen vom TSV Elstorf)will mit Eschede den Derbysieg gegen Wietzenbruch. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

TuS Eschede –SC Wietzenbruch

(Sonntag, 15 Uhr)

Eschede geht selbstbewusst ins Derby gegen Wietzenbruch. „Das ist ein Spiel auf Augenhöhe. Wir sind gut drauf, auch wenn die Ergebnisse zuletzt nicht immer gestimmt haben“, sagt Sven Ewert. Dass es das womöglich vorerst letzte Nachbarschaftsduell in der Bezirksliga sein wird, lässt den Trainer des akut abstiegsgefährdeten Tabellenletzten kalt. „Daran verschwenden wir keinen Gedanken. So lange wir jemanden ärgern können, werden wir das auch tun.“

Und tatsächlich spielt der Kampf um den Klassenerhalt in den Köpfen von Spielern und Verantwortlichen gerade keine allzu große Rolle. „In den Gesprächen mit der Mannschaft und potenziellen Neuzugängen reden wir nur über die Kreisliga, was die sportliche Perspektive angeht“, sagt Ewert. Diese ehrliche Herangehensweise zahlt sich gleich in doppelter Hinsicht aus. „Seitdem wir den Kampf um den Klassenerhalt ausblenden, spielen wir befreiter.“ Bei noch sieben ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz sieben Punkte. Außerdem habe laut Ewert bereits der Großteil der Mannschaft seine Zusage für die neue Saison gegeben – ligaunabhängig. „Nicht nur die Leistungsträger bleiben, sondern fast die komplette Mannschaft“, freut sich Ewert.

Zu den absoluten Leistungsträgern gehörte zuletzt auch Rückkehrer Marcel Döhrmann. Aber der erfahrene Abwehrspieler wird Eschede erst einmal fehlen. Nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Elstorf am Mittwoch ließ er sich auf ein Wortgefecht mit dem Schiedsrichter ein, der ihm dafür die Rote Karte zeigte. „Was er gesagt hat, war halb so wild“, sagt Ewert, ohne den genauen Inhalt des Gesprächs wiederzugeben. „Das ist natürlich nicht schön. Aber in der Hitze des Gefechts kann das jedem Spieler passieren.“ Wie lange Döhrmann gesperrt wird, steht noch nicht fest.

Ansonsten kann Eschede gegen Wietzenbruch wieder auf Malcolm Kleedehn (Oberschenkelprobleme), Florian Schöning und Lukas Koppmann (beide Rückenbeschwerden) zurückgreifen. „Sie haben ihre Verletzungen überstanden“, gibt Ewert rechtzeitig vor dem Derby grünes Licht für einen Einsatz.

Eike Mach hat die erste Niederlage als Trainer in Wietzenbruch beim 0:2 gegen Auetal am Mittwoch nach zuvor elf Punkten aus fünf Spielen noch nicht ganz weggesteckt. „Wir müssen uns gegen Eschede im technischen Bereich und im Spiel miteinander noch deutlich verbessern“, sagt der frühere Drittligatorhüter.

Das Ende der kleinen Serie soll ein Weckruf für seine Spieler sein. „Auch wenn wir so viele Spiele nicht verloren haben, ist das noch lange kein Selbstläufer. Es muss in die Köpfe der Spieler rein, dass wir dringend noch Punkte brauchen, um nicht abzusteigen“, sagt Mach auch mit Blick auf die Erfolge der Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte. Seine Rechnung für die letzten sieben Spiele in dieser Saison ist klar. „Wir brauchen 40 Punkte, um sicher drin zu bleiben.“ Heißt im Klartext: Acht Zähler fehlen noch. In Eschede sollen die ersten davon dazukommen, wenn es nach ihm geht.

TuS Celle FC –

SV Bendestorf(Sonntag, 15 Uhr)

Rechtzeitig zum Saisonfinale kehren mit Marvin Feldmann, Dean Feldmann und Andreas Gerdes-Wurpts drei ganz wichtige Spieler in den Kader des TuS Celle FC zurück. „Nach den erheblichen Personalproblemen in den vergangenen Wochen haben wir jetzt die Qual der Wahl“, sagt Spielertrainer Nils Speckmann, dessen Mannschaft durch den Sieg von Auetal in Wietzenbruch am Mittwoch auf einen Abstiegsplatz gerutscht ist.

Einen starken Kader braucht Speckmann auch im Spiel gegen Bendestorf, einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, der nach zwei klaren Siegen zuletzt mit den Celler nach Punkten in der Tabelle gleichgezogen ist. „Wir haben uns selbst in diese schwierige Situation gebracht und müssen uns da jetzt auch wieder gemeinsam rausholen“, nimmt Speckmann die Mannschaft in die Pflicht. Insbesondere die Rückkehr von Gerdes-Wurpts wird den Spielern zusätzliche Sicherheit geben. „Vor allem für die jüngeren Spieler ist er eine ganz wichtige Führungsfigur auf dem Platz“, sagt der Spielertrainer. „Aber auch ohne ihn haben wir uns zuletzt viele Möglichkeiten erspielt. Hoffentlich ist er derjenige, der sie diesmal reinmacht.“ (chz)

Aufatmen ja – Durchatmen nein. Nach dem überraschenden Punktgewinn beim 0:0 am Mittwochabend gegen Aufstiegsaspirant 1. FC Wunstorf herrschte bei Fußball-Oberligist MTV Eintracht Celle Freude und Erleichterung, doch Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Der Fokus liegt bereits schon wieder auf den nächsten Spielen. Am Sonntag um 17.30 Uhr steht die Auswärtspartie beim Ballspielverein Cloppenburg an, keine 48 Stunden später ist am Maifeiertag mit dem TuS Bersenbrück erneut ein Spitzenteam zu Gast an der Nienburger Straße. „Das ist schon ein hammerhartes Programm. Aber das betrifft ja alle Mannschaften“, meint Trainer Hilger Wirtz vor den Spielen acht und neun binnen vier Wochen.

Oliver Schreiber 26.04.2018

Ein fast schon sicher geglaubter Sieg ist dem Fußball-Landesligisten VfL Westercelle am Mittwoch Abend noch gnadenlos aus den Händen gerissen worden. Das immens wichtige Abstiegsduell verlor der Aufsteiger beim SV Teutonia Uelzen mit 2:4 – nach einer knappen Stunde hatte Westercelle noch 2:0 geführt. Doch dann brachte ein „Jahrhunderttor“, wie es VfL-Trainer Heiko Vollmer nannte, die Gäste vor 150 Zuschauern völlig aus dem Konzept. Zwar bleibt Westercelle vorerst auf einem Nichtabstiegsplatz, steht aber vor dem nächsten Auftritt im Kampf um den Klassenerhalt am Sonntag gegen Meckelfeld noch mehr unter Druck.

Heiko Hartung 25.04.2018

Der MTV Eintracht Celle hat dank einer kämpferisch und spielerisch starken Leistung einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf in der Fußball-Oberliga gegen den 1. FC Wunstorf geholt. Die Mannschaft von Trainer Hilger Wirtz erspielte sich am Mittwochabend beim torlosen Unentschieden zahlreiche Chancen gegen den Meisterschaftskandidaten und war einem Sieg im Nachholspiel am Ende näher als die Gäste. „Für die Köpfe der Spieler war dieses Unentschieden sehr wichtig“, sagte Wirtz nach der Partie. „Wir haben gesehen, dass wir in der Oberliga gegen jede Mannschaft mithalten können, wenn wir unsere Leistung bringen.“ In der Tabelle verkürzte der Aufsteiger den Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz auf sieben Punkte.

Christoph Zimmer 25.04.2018