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Fußball regional Nach Aris Abgang kam der Absturz
Sport Fußball regional Nach Aris Abgang kam der Absturz
15:08 05.06.2012
Celle Stadt

Davut Ekinci, in den letzten drei Saisonspielen Trainer des SV Dicle Celle, hatte den Abstieg der Celler aus der Fußball-Bezirksliga bereits vor der Saison prophezeit: „Ich habe gewarnt, dass die Mannschaft zu jung für den Aufstieg ist. Die Bezirksliga kam zu früh“, so Ekinci rückblickend. Er sollte Recht behalten. Der Bezirksliga-Aufsteiger stieg als Tabellenvorletzter wieder ab.

Noch mit einer passablen Hinrunde mit 15 Punkten gestartet, brach die Mannschaft in der Rückrunde ein und halbierte nicht nur ihre Torausbeute von 35 auf 18 Treffer, sondern auch ihre Punkteausbeute auf sieben Zähler. „Es fing schon in der nicht optimalen Vorbereitung an. So war Zeki Ari erst zum Saisonbeginn da, weil er eigentlich schon im Sommer wechseln wollte“, kritisiert Ekinci. Schließlich sollte Ari, in der Hinrunde mit 18 Treffern Dicles Lebensversicherung, in der Winterpause zum OSV Hannover wechseln. Bezeichnend: Bis zum Saisonende war Ari der beste Torschütze aller Celler Mannschaften in der Liga.

Aber auch mit ihm lief es nicht immer Rund für Dicle: Zwar starteten die Celler ab dem 5. Spieltag eine drei Spiele andauernde Siegesserie, doch „wichtige Spiele, in denen wir hätten punkten müssen, wie gegen Auetal, wurden verloren“, ärgert sich Ekinci. „Jeder Punkt zählt, wenn man um den Klassenerhalt spielt.“

Zumal es den SVD während der Vorbereitung zur Rückrunde noch härter traf. Mit den Spielern Ari, Muhammed Bojang, Agit Kaplan und Jiyan Alin verließen gleich vier offensive Spieler den Verein. „Zumindest Kaplan und Alin hätte man halten und die Verantwortung von Ari auf mehrere Schultern verteilen können. Aber stattdessen wurde nichts Richtiges unternommen. Der Leitwolf fehlte“, kritisiert der Interims-Coach. Auf den neuen Trainer Celal Carut, der vor der Rückrunde Kemal Ziraatci ablöste, kam viel Arbeit zu.

Doch Dicle haderte neben dem Offensivproblem mit der körperlichen Verfassung. „In der zweiten Halbzeit sind wir fast immer physisch eingebrochen.“ So konnten Carut und wenig später Ekinci die Fehler, die hauptsächlich neben dem Platz gemacht wurden, nicht mehr korrigieren.

Das soll sich zur neuen Saison ändern: Die Trainerfrage ist zwar noch nicht endgültig entschieden, aber die Planungen laufen auf Hochtouren: „Wir planen mit fünf bis sechs Neuzugängen“, kündigt Ekinci an. Mit einer besseren Saison-Vorbereitung will der SV Dicle in der Kreisliga „eine gute Rolle spielen“.

Von Andre Batistic