Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Neuzugang Gerdes-Wurpts nimmt TuS Celle FC unter die Lupe
Sport Fußball regional Neuzugang Gerdes-Wurpts nimmt TuS Celle FC unter die Lupe
19:17 14.04.2016
Durch seine drei Tore gegen den MTV Treubund Lüneburg hat MTVE-StürmerKirill Weber (rechts) ordentlich Selbstvertrauen getankt. Er und drei weitere Eintracht-Spieler gehen mit vier gelben Karten in die Partie gegen den SV Eintracht Lüneburg.  Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

TuS Celle FC – Rotenburger SV (Freitag, 20 Uhr)

Wenn das Spiel des TuS Celle FC gegen den schwächelnden Tabellendritten angepfiffen wird, sitzt ein besonderer Gast auf der Tribüne des Günther-Volker-Stadions. Andreas Gerdes-Wurpts, der neue Spieler-Trainer für die kommende Saison, wird die Celler Kicker ganz besonders unter die Lupe nehmen. „Er wird sich nach dem Spiel der Mannschaft vorstellen“, kündigt Interimscoach Sandy Peter Röhrbein an. „Wir erhoffen uns von dem Besuch einen Push für die Spieler, denn jeder hat dann die Chance, sich zu zeigen. Er und ich sind es nämlich auch, die entscheiden, wer hier in der nächsten Saison weiter Fußball spielt.“

Die zwei kapitalen Stellungsfehler nach langen Bällen in der Schlussphase des Last-minute-Remis (3:3) gegen den TSV Ottersberg, die der Mannschaft zwei wichtige Punkte gekostet hatten, haben Röhrbein und sein Team aufgearbeitet: „Das ist in letzter Zeit unsere größte Schwäche, daran haben wir unter Woche ordentlich gearbeitet.“

Beim Rotenburger SV, mit dessen Trainer Jan Fitschen der TuS-Coach befreundet ist, hat Röhrbein bei der Videoanalyse der vergangenen Spiele Unruhe ausgemacht: Der Gegner muss den Abgang seines Trainers zum Saisonende verkraften, hat kaum noch Chancen, in der Tabelle was zu reißen, und hat keine Lizenz für die kommende Oberliga-Saison beantragt. Das habe sich auch auf die Leistungen der Mannschaft in den letzten Spielen ausgewirkt, so der Celler: „Denen hat in den vergangenen Spielen eindeutig der Biss gefehlt. Bei denen ist die Luft etwas raus, das wollen und müssen wir ausnutzen.“

SV Eintracht Lüneburg – MTV Eintracht Celle (Samstag, 18 Uhr)

Die Lüneburger Wochen gehen für den MTVE weiter: Sieben Tage nach dem 4:1-Kantersieg gegen den MTV Treubund muss der Landesliga-Aufsteiger seinen Spitzenreiter-Position beim SV Eintracht verteidigen. Einfach dürfte es gegen den Tabellensechsten, der zwar nur eine der letzten fünf Partien gewonnen, dafür aber zu Hause nur eines seiner 13 Spiele verloren hat, nicht werden. Die Lüneburger haben sich bereits zwölf Mal in der Saison mit dem Gegner die Punkte geteilt und sind die Unentschieden-Könige der Liga.

„Hagen und Bornreihe wollten dort auch gewinnen und haben sich sehr schwergetan. Das wird eine komplizierte Geschichte. Aber wir wollen das vermeintlich Unmögliche schaffen und versuchen zu gewinnen“, sagt MTVE-Trainer Hilger Wirtz. Siehe das Hinspiel: Die Rotenburger sind eines der zwei Teams, die der Eintracht trotz drückender Überlegenheit auf heimischem Grün ein 1:1-Unentschieden abtrotzen konnten. „Die haben den Punkt gefeiert wie einen Sieg“, so Wirtz.

Seine Mannschaft treffe auf einen gefährlichen Gegner, der mit nur 31 Gegentoren eine der stabilsten Defensiv-Reihen der Spielklasse und im Angriff zwei gefährliche Stürmer in seinen Reihen habe: „Lüneburg hat zwei große, bullige Stürmer, die uns Probleme bereiten können. Die müssen wir in den Griff kriegen.“

Mit Daniel Ruchatz, Kirill Weber sowie Henry und Tim Struwe droht gleich vier Spielern der Eintracht, die mit jeweils vier Gelben Karten ins Spiel gehen, eine Sperre. Wirtz: „Davon dürfen sich die Jungs nicht beeinflussen lassen und müssen beherzt in die Partie gehen. Dann klappt das. Wenn sich nicht alle gleichzeitig eine Sperre abholen, können wir das durchaus kompensieren.“

Von Kai Knoche