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Fußball regional Niedersächsische Sportmedaille für SSV Scheuen
Sport Fußball regional Niedersächsische Sportmedaille für SSV Scheuen
20:52 06.06.2016
Von Uwe Meier
Ministerpräsident Stephan Weil (Zweiter von rechts) überreicht die Niedersächsische Sportmedaille an Rudolf Schlehuber und Vorsitzenden Jörg Ristow (von links) vom SSV Scheuen. Rechts LSB-Präsident Wolf-Rüdiger Umbach. Quelle: LandesSportBund Niedersachsen
Hannover

Die Auszeichnung des Landes Niedersachsen wird seit 1984 vom Landesministerium/Kultusministerium als Zeichen der Anerkennung für Verdienste um den Sport vorgenommen. Ausgezeichnet werden Vereine und Personen, die sich durch hervorragende persönliche sportliche Leistungen sowie durch Förderung und Verbreitung des Sports verdient gemacht haben. Sie ist die höchste Auszeichnung, die einem Sportler, einem Sportverein oder einem ehrenamtlichen Funktionsträger in Niedersachsen verliehen werden kann. Sie wird in den Kategorien „hohe sportliche Leistung“, „ehrenamtlicher Einsatz“ und „beispielhafte Vereinsarbeit“ verliehen.

„Über die Mitteilung aus dem Innen- und Sport-Ministerium aus Hannover haben wir uns sehr gefreut“, strahlte der Vereinsvorsitzende Jörg Ristow. „Am liebsten wären wir mit allen unseren Mitgliedern nach Hannover gefahren, um die Ehrung in Empfang zu nehmen, um uns bei allen Mitgliedern für die geleistete Arbeit zu bedanken.“ Die Teilnehmerzahl für den Festakt war jedoch begrenzt.

So nahmen Jörg Ristow und Spartenleiter Rudolf Schlehuber vor rund 300 Gästen in Hannover aus den Händen des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil die Niedersächsische Sportmedaille 2016 für die beispielhafte Vereinsarbeit des SSV Scheuen entgegen.

Die Sportmedaille wird jährlich vom Ministerpräsidenten an zwölf Einzelpersonen, Mannschaften oder Vereine verliehen. Die Scheuener erhielten mit Übergabe der Auszeichnung eine Verleihungsurkunde. Die Sportmedaille besteht aus Bronze und hat einen Durchmesser von 65 Millimetern. Der SSV erhielt die Auszeichnung für die monatelange beispielhafte Vereinsarbeit in Bezug auf die Integration von Flüchtlingen über den Sport. Gemeinsam hat der Verein mit dem Malteser Hilfsdienst und dem Kreissportbund eine Arbeitsgruppe Sport initiiert, um den Flüchtlingen des Camp Scheuen das Leben durch Sport angenehmer zu gestalten und bei dem Integrationsstart zu helfen.

„Die organisatorischen Dinge waren schon eine Herausforderung, die wir aber gerne angenommen haben“, so Ristow. So mussten beispielsweise Sportschuhe und Sportbekleidung beschafft, die Lagerung sichergestellt, die Aus- und Rücknahme koordiniert, das Waschen organisiert und die Desinfektion der Schuhe sichergestellt werden. „Einen Großteil an Schuhen haben wir über Fördermittel organisiert“, auch eine große Sportbekleidungsspende eines Fußballbundesligisten oder des Volleyballverbandes sowie eine große Menge an Schuhdesinfektionsmittel waren sehr hilfreich. Dadurch konnten den Flüchtlingen die Trainingsteilnahmen in allen Sparten und auch die Durchführungen separater Sportgruppen ermöglicht werden.

Ministerpräsident Weil führte bei der Übergabe der Medaille auch an, dass bei der Einladung des Vereins ein Fauxpas passierte. Zuerst wurde der Schützenverein SV Scheuen statt des SSV Scheuen eingeladen. Der Fehler wurde aber im Innenministerium bemerkt und korrigiert. „Herr Pistorius wird sich etwas für den Schützenverein einfallen lassen“, so Weil.