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Fußball regional Noch acht Stolpersteine für MTV Eintracht Celle im Weg
Sport Fußball regional Noch acht Stolpersteine für MTV Eintracht Celle im Weg
12:06 31.03.2017
Von Oliver Schreiber
Der Aufräumer: Tim Struwe (rechts) – hier im Duell mit Cuxhavens Nils Richter – überzeugte zuletztim defensiven Mittelfeld des MTV Eintracht Celle durch Balleroberungen und als Einfädler der Angriffe. Quelle: Michael Schäfer (ARchiv)
Celle Stadt

Der MTV Eintracht Celle hat mit seinem Sieg im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga beim FC Hagen/Uthlede einen echten Wirkungstreffer erzielt. Für den Hagener Trainer Max Klimmek bedeutete die 0:2-Niederlage den K.o. – sein bisheriger Assistent Carsten Werde soll in den verbleibenden acht Spielen die taumelnde Truppe doch noch zum Oberliga-Aufstieg führen.

Den hat Eintracht nach dem Triumph in Hagen mehr denn je im Visier. Der Vorsprung auf die Konkurrenz im Dreikampf um die Meisterschaft beträgt sechs Punkte – wobei TuS Harsefeld zwei Partien weniger auf dem Konto hat und mit entsprechenden Erfolgen in den Nachholspielen mit dem MTVE gleichziehen kann. „Natürlich ist die Chance jetzt größer denn je. Und natürlich wollen wir sie auch nutzen. Aber wir tun gut daran, wenn wir uns immer mit der jeweilig nächsten Aufgabe beschäftigen. Damit haben wir genug zu tun“, erklärt Trainer Hilger Wirtz.

Besagte nächste Aufgabe heißt TSV Ottersberg, der am Sonntag um 15 Uhr zu Gast an der Nienburger Straße ist. „Das ist ein sehr gefährliches Spiel nach so einem Highlight wie in Hagen. Wir sind jetzt in der Rolle des Gejagten. Für jeden Gegner ist es immer eine besondere Motivation, den Spitzenreiter zu schlagen. Darauf müssen wir uns einstellen. Und Ottersberg hat schon oft genug bewiesen, dass sie vermeintlichen Favoriten das Leben richtig schwer machen können“, sagt Wirtz.

Das hat Eintracht im Hinspiel am eigenen Leib erfahren, als der TSV den Cellern kurz vor Schluss mit dem 2:2-Ausgleich noch die drei sicher geglaubten Punkte entriss. „Das war sicherlich bitter, aber wir sind da stark ersatzgeschwächt angetreten, unsere komplette Innenverteidigung fehlte da zum Beispiel komplett. Zu diesem Zeitpunkt waren wir eine ganz andere Truppe als heute“, erinnert sich Wirtz ans Hinspiel.

Doch generell sind die Gäste aus dem Landkreis Verden immer für eine Überraschung gut. Das Team bezwang beispielsweise Hagen mit 4:3 und trotzte Harsefeld sowie MTV Treubund Lüneburg jeweils ein Remis ab. Mit erst fünf Niederlagen hat der TSV genauso viele wie Eintracht. Eine bessere Platzierung als der momentane zehnte Rang verhinderten neun Unentschieden – die Ottersberger sind damit die Remiskönige der Liga. Auswärts verlor das Team auch erst zweimal. „Das ist eine junge, kompakte und läuferisch starke Truppe mit viel Qualität. Sie haben eine starke Achse mit Christoph Drewes hinten, Kapitän Andre Geisler in der Mitte und Egzon Percani vorne“, erläutert Wirtz die Stärken des Gegners.

Allerdings unterliegen die Ottersberger auch Leistungsschwankungen – zumeist auch während eines Spiels. Ganz anders als zuletzt die blutjunge Eintracht-Elf, die zuletzt unglaublich konstant, konzentriert und fokussiert auftrat. Sechs Siege in Serie sprechen eine deutliche Sprache. Mit einem weiteren Dreier könnte der MTVE den Vorsprung auf die Konkurrenz ausbauen, denn sowohl Hagen (beim TSV Etelsen) als auch Harsefeld (bei Treubund) stehen vor hohen Auswärtshürden. „Das hat uns nicht zu interessieren. Wir müssen erst einmal unsere eigenen Stolpersteine aus dem Weg räumen. In den verbleibenden acht Spielen kann noch so viel passieren, dafür ist die Leistungsdichte viel zu hoch. Wir richten unseren Fokus komplett auf Ottersberg. Alles andere macht auch keinen Sinn“, meint Wirtz, der personell wohl wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Einziger Wackelkandidat ist Kapitän Björn Lohmann, den eine Zerrung plagt.