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Fußball regional Oberliga-Traum zerplatzt: MTV Eintracht Celle verliert gegen Harsefeld
Sport Fußball regional Oberliga-Traum zerplatzt: MTV Eintracht Celle verliert gegen Harsefeld
08:06 25.04.2016
Von Oliver Schreiber
Celle Stadt

Wirtz war zwar enttäuscht, aber gleichzeitig auch sehr gefasst. Denn die offenbarte auch, dass dem MTVE noch die Reife fehlt. Die hatten die Gäste, die zeigten, warum sie vor der Saison als großer Favorit auf den Aufstieg gehandelt wurden. Im Stile einer Spitzenmannschaft schafften es die Harsefelder immer wieder, in die torgefährlichen Räume vorzustoßen. Insgesamt erspielten sie sich zehn Großchancen und hätten das Resultat sogar noch höher schrauben können. Aber angesichts dieses fahrlässigen Umgangs mit besten Einschussmöglichkeiten blieb der MTVE so beim Stand von 1:2 bis in die Schlussphase im Spiel und hätte durchaus auch noch zumindest den Ausgleich erzielen können.

Bei den Cellern machte sich das Fehlen von Malte Marquardt (gesperrt) und Hilger von Elmendorff (verletzt) im zentralen Abwehr- beziehungsweise Mittelfeldbereich spürbar bemerkbar. Hinzu kam, dass mit Lars Lutschewitz eine weitere Säule des Eintracht-Spiels angeschlagen war. Dadurch hatte der MTVE in der Defensive nicht die nötige Stabilität und Probleme in der Spieleröffnung. In der Offensive fehlten die zündenden Ideen, sodass die Hausherren im letzten Angriffsdrittel zu harmlos blieben.

„Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden. Harsefeld war reifer und cleverer und hat uns gezeigt, woran wir noch arbeiten müssen. Aber ich kann den Jungs trotzdem keinen Vorwurf machen. Sie haben sich auch dieses Mal alles abverlangt und alles versucht. Harsefeld hat es versäumt, dass Spiel frühzeitig zu entschieden. Wenn wir den Ausgleich zum 2:2 machen, kann so ein Spiel auch noch kippen“, meinte Wirtz.

In der 60. und 80. Minute hatten Henry Struwe und Manuel Brunne das 2:2 buchstäblich auf dem Kopf, scheiterten aber. Zu diesem Zeitpunkt hatte Harsefeld allein im zweiten Durchgang schon zwei Metalltreffer sowie zwei weitere Großchancen, um die Partie zu entscheiden.

Hoffnung auf einen Eintracht-Sieg keimte nur kurz auf, nachdem Kai-Lennart Schmidt in der 40. Minute nach Vorarbeit von Kirill Weber die Harsefelder Führung durch Alexander Martens (30.) egalisiert hatte. Doch kurz vor der Pause setzte Nico Eshold einen weiteren Wirkungstreffer, die Celler hatten danach sogar noch zweimal Glück, vor dem Seitenwechsel nicht auch noch das 1:3 zu kassieren. In der 83. Minute machte schließlich erneut Martens den Deckel drauf, das 1:4 mit dem Schlusspfiff durch Matej Kocmarsky hatte nur noch statistischen Wert.

„Diese Niederlage tut weh, wird uns aber nicht umwerfen. Wir spielen immer noch eine tolle Saison und sind in der Pflicht, in den letzten vier Spielen noch mal alles reinzuwerfen“, sagte Wirtz. Ein kleines Fünkchen Hoffnung gibt es ja schließlich auch noch.