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Fußball regional Oberliga ruft: Endspiel für TuS FC
Sport Fußball regional Oberliga ruft: Endspiel für TuS FC
12:46 13.06.2012
Von Christopher Menge
Celle Stadt

Die Euphorie ist groß: Morgen spielt der TuS Celle FC um 19 Uhr gegen die FT Braunschweig im Günther-Volker-Stadion um den Aufstieg in die Fußball-Oberliga Niedersachsen. Ein Spiel entscheidet über eine ganze Saison. Durch den souveränen 3:1-Erfolg gegen den SV Bavenstedt in der Vorwoche haben die Celler dieses Spiel erreicht.

TuS-Trainer Uwe Hicksch nimmt vor der Partie den Druck von seiner Mannschaft. „Die Welt geht nicht unter, wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht mit dem Aufstieg funktionieren sollte“, sagt der Trainer, „aber die Mannschaft hat sich das Spiel durch ihre Leistung in der Saison verdient.“ „Viele vergessen, dass wir Aufsteiger sind“, ergänzt Hicksch und apelliert an die Fans: „Ich hoffe, dass die Zuschauer Geduld haben, falls es nicht von Beginn an laufen sollte und die ganze Saison sehen.“

Uwe Walther, Trainer der FT Braunschweig, sieht den TuS FC als leichten Favoriten. „Solche Spiele haben ihren eigenen Gesetze, da stehen die Chancen normalerweise 50:50, aber die Celler haben mehr Erfahrung“, so Walther, „daher haben wir Respekt, aber keine Angst.“ Seine junge Mannschaft gehe ohne Druck in das Endspiel. „Das ist ein einmaliges Erlebnis vor so einer Kulisse“, freut sich Walther auf das Spiel, „wir können jetzt schon stolz auf die Saison sein.“

Braunschweigs bester Torjäger (21 Saisontore), Jonas Kierdorf, kehrt rechtzeitig aus dem Urlaub zurück und wird in Celle auflaufen. Dafür fehlt urlaubsbedingt Dominik Franke (17 Treffer). Kein Wiedersehen gibt es mit Jan Lührs, früher in Diensten des SV Nienhagen. Der Student weilt zur Zeit in Südafrika. „Wir müssen die Celler Offensive um Marco Kirsch, Kais Manai und Benjamin Zeising aus dem Spiel nehmen und Freistöße in Tornähe vermeiden“, nennt Walther ein mögliches Erfolgsrezept.

Von der Favoritenrolle will Hicksch nichts wissen. „Warum sollten wir als Aufsteiger der Favorit sein?“, fragt sich der Trainer. Auch der Heimvorteil ist für ihn kein entscheidendes Kriterium. „Wir haben zwar bis zu den beiden letzten beiden Heimspielen 25 Mal zu Hause nicht verloren, aber wir sind auch auswärts seit dem 14. November ungeschlagen“, so Hicksch.

Über den Gegner hat er sich über einen befreundeten Trainer Informationen eingeholt. „Braunschweig spielt oftmals mit einer Dreierkette“, weiß Hicksch, „aber wir beschäftigen uns in erster Linie mit uns selbst.“ Er spielt mit dem Gedanken, mit drei Stürmern zu agieren. „Christopher Lemp brennt auf einen Einsatz und hätte ihn aufgrund der Leistungen vor seiner Verletzung verdient“, gibt Hicksch Einblick in seine Gedankenspiele.