Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Rabenschwarzer Tag für Westerceller A-Junioren
Sport Fußball regional Rabenschwarzer Tag für Westerceller A-Junioren
19:13 22.10.2017
Westercelles Niklas Haase (links) versucht sichgegen den Stader Celdrik Staats durchzusetzen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Celle. Dass dieser Schuss nach hinten losging, musste an der Wilhelm-Hasselmann-Straße erst verdaut werden. „Das ist nicht das Ergebnis, was wir uns als Mannschaft vorgestellt haben“, brachte VfL-Trainer Ulrich Busse den Unmut der Mannschaft über die vierte Saisonniederlage zum Ausdruck.

Die Schwarz-Gelben agierten nervös und fanden den gesamten Spielverlauf nie so wirklich in ihr Spiel. Die frühe verletzungsbedingte Auswechslung von Stürmer Faisal Soma machte zudem taktische Umstellungen nötig, die die Eingewöhnung in das Spiel sowie die Einstellung auf den Gegner zusätzlich erschwerten. Dieser schlug in der 31. Minute eiskalt zu: Nach einer Flanke von der linken Seite bekamen die Schwarz-Gelben den Ball nicht geklärt, sodass dieser kurz vor dem Tor mit Malcolm Brunkhorst einen Abnehmer fand. Dieser schob den Ball zur Führung ein, VfL-Kapitän Luca Siegesmund erwischte den Ball mit einer verzweifelten Grätsche nicht mehr entscheidend.

In der Folge rannten die Westerceller dem Rückstand hinterher. Das nasse Herbst-Wetter sowie die Platzverhältnisse spielten den Gästen in die Karten. „Unser Kurzpassspiel und die Kombinationen wurden durch die Platzverhältnisse über den Haufen geworfen. Wir haben meist nur mit langen Bällen agiert“, erklärte Busse.

Profit aus der Überzahl nach der Roten Karte gegen den Stader Torwart, der wegen Handspiels außerhalb des Strafraums vom Platz gestellt wurde, schlugen die Westerceller ebenfalls nicht.

Als der Schiedsrichter in der Schluss- und Drangphase des VfL auf drei Minuten Nachspielzeit entschied, obwohl eine Verletzungsunterbrechung eines Stader Spielers eine wesentlich längere Zeit in Anspruch nahm, richteten sich die Proteste gegen den Unparteiischen.

Am Ende müsse man sich an die eigene Nase fassen, so Busse: „Wir haben es auch in Überzahl nicht geschafft, einen Punkt mitzunehmen. Wir hatten aber Chancen für ein bis zwei Treffer. Wir haben das Tor nicht gemacht, und es gewinnt immer der, der mindestens ein Tor mehr schießt – das war heute Stade“.

Der VfL ist als Elfter im Tabellenkeller angekommen: „Wir stecken jetzt im Abstiegskampf und müssen gemeinsam eine Lösung finden“, so Busse. Erst einmal möchte man beim VfL den rabenschwarzen Tag möglichst schnell vergessen.

VfL Westercelle: Koslowski – Siegesmund, Dzwoniarek, Pautsch, Oldenburger, Soma, Haase, Duyar-Yavsan, Karak, Udun. Eingewechselt: Bischoff, Schaper

Von Noah Heinemann