Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Renitente Rentner und ein Fußbruch bei Niederlage des VfL Westercelle
Sport Fußball regional Renitente Rentner und ein Fußbruch bei Niederlage des VfL Westercelle
21:03 10.09.2017
Von Heiko Hartung
VfL-Verteidiger Lars Preißner (rechts) versucht, - dem Hagener Kai Diesing den Ball abzunehmen Quelle: Michael Schäfer
Westercelle

Mit der erwarteten Heimniederlage gegen das Landesliga-Schwergewicht FC Hagen/Uthlede ist der Fußballnachmittag am Sonntag für den VfL Westercelle zu Ende gegangen. Das 2:0 für die Gäste aus dem Landkreis Cuxhaven, die damit Platz zwei sicherten, ging in Ordnung. Westercelle verkaufte sich aber gut und hätte die Partie vor 150 Zuschauern mit konsequenterer Chancenverwertung spannender gestalten können. „Kein Vorwurf an meine Jungs. Die spielerische Unterlegenheit haben wir versucht, läuferisch wett zu machen“, so Axel Güllert. Beinahe mehr als die Niederlage nervte den VfL-Trainer eine renitente Rentner-Gang aus Hagen, die sich an der Bande direkt hinter Güllert und seinem Trainerkollegen Heiko Vollmer postiert hatte und ihre Umgebung mit unqualifizierten Pöbeleien terrorisierte. „Mir haben von dem Gequatsche schon die Ohren geblutet“, so Güllert.

Westercelle legte gut los und hatte nach einer Flanke von Nils Wittenberg die erste gute Gelegenheit. Der Kopfball von Daniel Weiß strich aber knapp über die Latte (4. Minute). „Kopfbälle sind nicht so meine Stärke“, sagte der Kapitän hinterher. Danach zeigte aber Hagen/Uthlede seine Stärken: Bei einem langen Ball in die Spitze war von der aufgerückten VfL-Abwehr weit und breit nichts zu sehen. Hagens Erik Köhler hatte keine Mühe, am guten VfL-Keeper Jannick Heuer vorbeizuschieben – 0:1 (18.). Das zweite Tor der Gäste kurz vor der Pause war schon so etwas wie die Vorentscheidung. Der unheimlich agile Kai Diesing ließ die VfL-Verteidiger Nils Lampe und Kai Preißner alt aussehen, drang in den Strafraum ein und Justin Dähnenkamp hatte keine Mühe, die perfekte Ablage zu verwerten – 0:2 (43.).

Nach einer Stunde erwischte es Hagens Torschützen übel. Torwart Heuer traf im Strafraum erst den Ball und dann den Fuß des Stürmers. Der Elfmeterpfiff blieb aus, dafür erklang wenig später das Martinshorn: Mit einem Mittelfußbruch wurde Dähnenkamp im Krankenwagen abtransportiert.

Nach dem Wechsel rannte Westercelle weiter an und vergab durch Nils Wittenberg (60.) und Till Heuchert (67.) zwei hochkarätige Torchancen. „Die haben unsere Fehler eiskalt bestraft, wir deren Fehler nicht“, bilanzierte Güllert. (ha)