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Fußball regional Rückschlag im Abstiegskampf für TuS Celle FC
Sport Fußball regional Rückschlag im Abstiegskampf für TuS Celle FC
07:45 21.03.2015
Von Oliver Schreiber
Er ging in Lüneburg leer aus: Torjäger Kirill Weber (rechts), - der in dieser Saison bereits 14 Mal für den TuS Celle FC traf. Quelle: Alex Sorokin (Archiv)
Lüneburg

LÜNEBURG. Hilger Wirtz nahm kein Blatt vor den Mund. „Wir haben hier gespielt wie ein Absteiger, vor allem in der ersten Halbzeit. So darf man sich im Abstiegskampf einfach nicht präsentieren. Das war heute einfach zu wenig“, erklärte der Trainer von Fußball-Landesligist TuS Celle FC nach der 1:3-Niederlage im Kellerduell beim SV Eintracht Lüneburg. Die Lüneburger zogen durch den Sieg im „Sechs-Punkte-Spiel“ in der Tabelle an den Cellern vorbei. TuS liegt zwar noch über dem Strich, aber VSK Osterholz-Scharmbeck kann bei derzeit noch zwei Spielen weniger vorbeiziehen.

Die Blau-Gelben ließen von Anfang an die Tugenden vermissen, die ihnen die Serie von fünf Spielen in Folge ohne Niederlage beschert hatte. Vor allem die Fehlerquote war viel zu hoch. Und dennoch hätte die Partie aus Celler Sicht in die richtige Richtung laufen können. In der 29. Minute traf Oguzhan Cay nach einem der wenigen gut vorgetragenen Angriffe zur Führung für die Gäste. Dem Treffer blieb aber wegen einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung verwehrt. „Ich konnte aus meiner Position nicht erkennen, ob das Abseits war. Das ist natürlich schade, da wir uns kurz danach ein blödes Tor fangen“, spielt Wirtz auf Lüneburgs Führungstreffer an. In der 31. Minute durfte Andy Schöne aus neun Metern eine aus dem Halbfeld geschlagene Flanke ins TuS-Tor köpfen.

Damit nicht genug: Nur vier Minuten später leisteten sich die Celler einen katastrophalen Abspielfehler auf der linken Abwehrseite, Lüneburg bedankte sich und erhöhte auf 2:0. Der Schuss von Hüseyin Alak wurde allerdings zu allem Überfluss auch noch unhaltbar für TuS-Keeper Tjark Klindworth abgefälscht.

Die „Kabinenpredigt“ von Wirtz fiel deutlich aus und zeigte Wirkung. Die Celler zeigten nach dem Seitenwechsel eine völlig andere Körpersprache, waren aggressiver in den Zweikämpfen und hatten viele Balleroberungen. Doch im Spiel nach vorne hakte es weiter. „Wir hatten drei ganz gute Angriffe, aber uns fehlte die Durchschlagskraft“, monierte Wirtz.

Es passte ins Bild an diesem Abend, dass einer der besten Celler, Johan Ehrentraut, in der 90. Minute auch noch ein Eigentor fabrizierte. Der Ehrentreffer durch Kai Broschinskis Kopfballtor in der Nachspielzeit hatte dann nur noch statistischen Wert.

TuS Celle FC: Klindworth – Ozan, Trautmann, Kiefer, Steinkuhl, Speckmann, von Elmendorff, Neumann (61. Broschinski), Kadir (84. Tekeste), Cay, Weber (89. Alin).

Tore: 1:0 Schöne (31.), 2:0 Alak (35.), 3:0 Ehrentraut (90., Eigentor), 3:1 Broschinski (90.+3).