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Fußball regional SC Wietzenbruch im Aufschwung
Sport Fußball regional SC Wietzenbruch im Aufschwung
22:07 02.04.2018
Quelle: David Borghoff
Celle

SC Wietzenbruch

Mit einem ganz wichtigen 3:0 Erfolg beim MTV Soltau stoppte der Aufsteiger am Ostersamstag endlich seine Talfahrt. Und vielleicht war es wirklich der „Trainereffekt“, der dem SC Wietzenbruch zu seiner deutlichen Leistungssteigerung verhalf. Die große Erleichterung war dem neuen SCW-Coach Eike Mach jedenfalls anzumerken. „Wir haben ein „Sechs-Punktespiel“ gewonnen. Die Jungs sind sehr diszipliniert aufgetreten und haben sich nur auf ihr Spiel konzentriert“, hob Mach hervor. Nur in den ersten 20 Minuten, in denen Torwart Niels Petersen die frühe Führung des MTV mehrfach vereitelte, stand der SCW hinten nicht gut. Doch dann steigerten sich die Gäste und tankten durch Kais Manais Strafstoßtor zum 0:1 (23.) einen ordentlichen Schuss Selbstvertrauen. Noch vor der Pause erhöhte Dennis Iwastschenko nach schnellem Umschalten im Mittelfeld und Vorlage über die Außenposition auf 0:2 (45.). Ähnlich gekonnt kam der Treffer zum 0:3 (71.), durch den mittlerweile 45-jährigen und doch immer noch so wertvollen Kais Manai, zustande. „Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen“, freute sich Eike Mach.

Und auch nach dem zweiten Spiel gegen den TSV Elstorf, das mit einem leistungsgerechten 1:1-Remis endete, zeigte sich Mach zufrieden. Wieder war der SCW nach durch ein Strafstoßtor (Foul an Mathias Winkler) von Kais Manai 1:0 (11.) in Führung gegangen. Doch die starken Gäste zeigten sich vor allem bei Standards brandgefährlich. Einen Freistoß verlängerte Torjäger Kevin Genske per Kopf zum Ausgleich (31.) ins Tor. Doch der SCW spielte weiterhin sehr geordnet. Teilweise tief in die eigene Hälfte zurückgezogen konterte man wiederholt gefährlich. Nach Ballgewinnen im Mittelfeld wurde schnell umgeschaltet und über wenige Stationen nach vorne gespielt. Doch der gute Gästetorwart Pascal Wölk verhinderte ein ums andere Mal in 1:1-Situationen die Wietzenbrucher Führung. Aber auch die Elstorfer hatten ihre Möglichkeiten. „Es wurde das fortgesetzt, was wir am Samstag begonnen haben. Wir haben uns taktisch klug verhalten und läuferisch viel investiert. Den einen Zähler haben wir uns hart erarbeitet“, so „Neu-Trainer“ Eike Mach.

TuS Celle FC

Eine restlos verschlafene erste Halbzeit bescherte den Blau-Gelben eine 1:4 Niederlage bei Eintracht Elbmarsch. Ein frühes Tor (5.) der Gastgeber warf die Pläne der Celler schnell über den Haufen. Und auch danach fanden die Gäste keine Mittel dem Angriffsdruck der aggressiven Elbmarscher entgegenzuwirken. Diese erhöhten noch vor der Pause auf 3:0 und erlaubten sich sogar den Luxus eines verschossenen Strafstoßes. Immerhin steckte der TuS FC in der zweiten Spielhälfte nicht auf und verkürzte schnell auf 1:3 (57.), als Onur Ekinci Torjäger Andreas Gerdes-Wurpts mustergültig bediente. Bei Schnee und Regen gingen die Celler auf tiefem Platz jetzt endlich richtig in die Zweikämpfe. Der Anschluss zum 2:3 wollte jedoch nicht fallen und die Eintracht machte mit dem 4:1 (85.) den Sack endgültig zu. „Das war schon eine Ohrfeige. Die Niederlage hätte nicht sein müssen“, befand Trainer Nils Speckmann.

Und zur gleichen Erkenntnis kam der TuS-Coach, dem diesmal Torjäger Andreas Gerdes-Wurpts verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand, auch gestern. Gegen die insgesamt nicht sonderlich starken Gäste hatten die Blau-Gelben sehr dominant begonnen und den Ball gut laufen lassen. Schon in der zweiten Minute stocherte Maik Miller das Spielgerät nach einem Eckball zum 1:0 über die Linie. Bei gutem Spielniveau hielt die Überlegenheit der Celler weiter an. Miller schickte Neumann steil und dieser überwand den Gäste-Schlussmann mit überlegten Flachschuss zum 2:0 (31.). Die Schneverdinger verkürzten kurz vor der Pause per Abstauber, nachdem TuS-Keeper Daniel Herzog einen Freistoß nach vorne abprallen ließ. Der 2:2 Ausgleichstreffer (47.) fiel, als die Celler den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen konnten. Dann sah Torwart Herzog das zweite Mal nicht gut aus und die Gäste hatten das Spiel durch Steven Sielings Tor zum 2:3 (56.) gedreht. „Wir haben jetzt aufgehört Fußball zu spielen und uns schlecht bewegt“, kritisierte Nils Speckmann sein Team, das lange Zeit keine Gefahr mehr entwickeln konnte. Bis zur fulminanten Schlussoffensive. Jetzt brannte es lichterloh im Strafraum des TV Jahn. Einen Neumann-Schuss (88.) konnte Torwart Karim Attia gerade noch an den Pfosten lenken. Nur wenig später zog Ayhan Cango mit Wucht ab – und wieder klatschte der Ball ans Aluminium. Der TuS FC rannte weiter an bis der Schiedsrichter die Gäste mit dem Schlusspfiff erlöste.

TuS Eschede:

Letztlich chancenlos war Schlusslicht TuS Eschede bei seiner 1:4-Niederlage im Maschen. „Der Gegner war schnell und jederzeit brandgefährlich“, musste TuS-Trainer Sven Ewert zugeben. Sein Team fand erst ins Spiel nachdem es 0:2 hinten lag. Jetzt erspielten sich die Gäste sogar Vorteile. Mit Christopher Gierkes 1:2-Anschlusstor (45.) keimte beim TuS Eschede, der nur mit 13 Spielern in den Landkreis Harburg gereist war, nochmals Hoffnung auf. Alleine vor dem Torwart hatte Marc von der Ohe die große Möglichkeit zum 2:2 – und vergab. Nach einer Verkettung unglücklicher Umstände sorgten die offensivstarken Gastgeber durch Marius Landowski (76.) mit dem 3:1 für die Vorentscheidung. Noch schlimmer wog jedoch die rote Karte gegen Eschedes Marc von der Ohe. „Eine Schauspieleinlage. Marcs Gegenspieler hat sich nach einem Zupfer theatralisch fallen lassen“, ärgerte sich Trainer Ewert über die Benachteiligung. Sein gebeuteltes Team kassierte trotz gehobener Abseitsfahne dann noch das 4:1 (87.). „Die Spieler haben sich auf dem Platz zerrissen, aber mehr ist zur Zeit leider nicht drin“, gestand Ewert.

Einen ganz unglücklichen Verlauf nahm dann das Spiel gegen den Tabellendritten SV Lindwedel-Hope. „Das ist total bitter. Wir hätten heute einfach als Sieger vom Platz gehen müssen. Aber so ist das wohl, wenn du unten drin stehst“, klagte Trainer Sven Ewert. Sein Team hatte gegen die Gäste ein tolles Spiel abgeliefert, war präsenter in den Zweikämpfen und hatte die Hoheit im Mittelfeld. Durch einen Doppelschlag von Dennis Runge (24.) und Pascal Dehrmann (26.) drehten die Schwarz-Weißen das Spiel und gingen mit 2:1 in die Halbzeit. „Danach hätten wir auf 3:1 oder 4:1 erhöhen müssen. Wir hatten Chancen ohne Ende und haben wirklich schöne Angriffe gezeigt“, so Ewert. Stattdessen kamen die Gäste durch ein Seitfallzieher-Traumtor in den Torwinkel (64.) zum schmeichelhaften Ausgleich und zwei Minuten vor dem Ende sogar zum 2:3 Siegtreffer.

Von Jochen Strehlau

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