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Fußball regional SSV Südwinsen überrascht in Ashausen
Sport Fußball regional SSV Südwinsen überrascht in Ashausen
22:02 17.04.2016
Celle Stadt

VfL Westercelle –Eintracht Elbmarsch0:0

Eintracht Elbmarsch erwies sich im Spiel der Fußball-Bezirksliga keineswegs als der übermächtige Gegner, wie man im Vorfeld der Partie hätte vermuten können. Mit einer beherzten Leistung rangen die Westerceller dem Tabellenzweiten ein 0:0 ab. Daniel Weiss hätte dem Spiel sogar die Krone aufsetzen können, er scheiterte jedoch mit einem Foulelfmeter an Elbmarschs Torhüter Nico Fabian.

Zufrieden zeigte sich nach 90 intensiven und aggressiv geführten Minuten dann auch VfL-Coach Holger Kaiser: „Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Die Einstellung hat gestimmt, wir haben hinten gut gestanden und uns diesen Punkt erarbeitet.“

Sein auf vier Positionen geändertes Team war von Anfang an bereit, alles in die Waagschale zu werfen, um dem Favoriten erfolgreich Paroli zu bieten. Die Westerceller ließen die hochgelobte Offensive der Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Gefahr für das Westerceller Tor kam dann auch nur äußerst selten auf. Ein Sololauf von Elbmarschs Finn Baltzer, dessen Linksschuss am Pfosten landete, blieb einer von wenigen Höhepunkten des Aufstiegsaspiranten.

Für die Gastgeber bot sich nach 33 Minuten die große Chance, den Führungstreffer zu markieren. Nachdem Kai Broschinski von der Elbmarsch-Abwehr nur durch ein Foul zu bremsen war, scheiterte Weiss mit dem fälligen Strafstoß am Gäste-Schlussmann.

In der ausgeglichenen zweiten Hälfte sorgte Elbmarschs bereits verwarnter Niclas Hackstein mit einem weiteren Foul für den negativen Höhepunkt – er erhielt die Ampelkarte. Die Gastgeber konnten daraus jedoch keinen Nutzen mehr ziehen.

MTV Ashausen-Gehrden –SSV Südwinsen1:2 (0:1)

Einen echten Überraschungscoup landete die mit lediglich zwölf Spielern angetretene Nischkowsky-Elf beim 2:1-Auswärtssieg in Ashausen. Der zuletzt glücklose Mike Trautmann besorgte mit seinen zwei Treffern die Entscheidung beim Tabellenfünften und beruhigte die zuletzt übermäßig strapazierten Südwinser Gemüter.

Die von Trainer Roy Nischkowsky erarbeitete Defensivtaktik mit überfallartigen Kontern war offensichtlich exakt das Mittel, um die Gastgeber zu überlisten. „Die Jungs haben alles reingeworfen, geackert und verdient gewonnen“, so ein erleichterter Trainer. „Hinten haben wir sehr gut gestanden. Ashausen hat keine Mittel gefunden.“

Bei der frühen Führung nach 15 Minuten hatte Traumann bei seinem abgefälschten Schuss noch Glück. Das vorentscheidende 0:2 besorgte er dann per Konter, als er sich im Zweikampf behauptete und routiniert einschob. Ashausen warf noch einmal alles nach vorne, kam nach 68 Minuten aber lediglich zum Anschlusstreffer.

„Wir haben in einem echten Kampfspiel die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen, nach vorne wichtige Nadelstiche gesetzt und uns belohnt“, begeisterte sich Nischkowsky nach einem für sein Team eminent wichtigen Dreier.

TuS Eschede –SV Essel1:2 (1:1)

Der Negativlauf der Escheder setzt sich weiter fort. Im Heimspiel der Bezirksliga gegen den SV Essel musste man eine knappe 1:2-Niederlage einstecken, die allerdings mit etwas mehr Glück hätte vermieden werden können. Einen weiteren Wermutstropfen musste der TuS verkraften, als Toptorjäger Adrian Zöfelt bereits in der ersten Hälfte verletzt ausgewechselt werden musste.

„Wir sind mitten im Abstiegskampf angekommen“, konstatierte Trainer Jörg Rienass nach beendeten 90 Spielminuten. „Es war ein ausgeglichenes Spiel. Ich hätte es natürlich gerne gesehen, wenn wir uns zumindest mit einem Punkt belohnt hätten.“ Dass dies nicht gelang, lag einmal mehr auch daran, dass die Escheder ihre Torchancen recht fahrlässig ausließen. Nach dem frühen Rückstand gelang Dennis Runge per Fernschuss der Ausgleich. Auf 2:1 oder gar 3:1 zu erhöhen, gelang trotz guter Chancen nicht. Die Strafe folgte, als Justin Onyechi eine von zwei Chancen in der zweiten Hälfte der Esseler zum 1:2 nutzte und damit die Niederlage der Hausherren einläutete.

„Wir haben alles noch in der Hand und müssen es jetzt mit Teamgeist umbiegen“, stellte Rienass im Hinblick auf die folgenden Aufgaben kämpferisch fest.

Von Marc Tetens