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Fußball regional SSV Südwinsen und TuS Celle FC wollen ihre Bilanzen aufpolieren
Sport Fußball regional SSV Südwinsen und TuS Celle FC wollen ihre Bilanzen aufpolieren
15:28 26.11.2010
Von Oliver Schreiber
Südwinsen

Frank Stresing lacht. „Das wir gerade gegen meinen alten Verein unsere Derby-Bilanz aufpolieren müssen, passt mir gar nicht. Aber was sein muss, muss sein“, erklärt der Noch-Trainer von Fußball-Bezirksligist SSV Südwinsen vor dem morgigen Derby um 14 Uhr beim TuS Celle FC.

Die Südwinser haben aus bisher fünf Duellen mit Celler Teams gerade einmal ein mickriges Pünktchen geholt. Ausgerechnet gegen den hohen Meisterschaftsfavoriten, der zuletzt ebenso wie der SSV schwächelte, soll nun der erste Dreier her. Der wäre doppelt wichtig, denn die Grün-Weißen, bei denen Kai Kowalischen (Knöchelprellung) und Fabian Potschka (Rotsperre) fehlen werden, trennt nur noch die bessere Tordifferenz von einem Abstiegsplatz.

„Wir wollen in den letzten vier Spielen bis zur Winterpause noch einmal ordentlich punkten“, gibt Stresing die Marschroute vor. Es sind zugleich auch seine letzten Partien als Coach auf der Südwinser Trainerbank (die CZ berichtete). „Natürlich möchte ich mich hier ordentlich verabschieden. Die Mannschaft jedenfalls ist absolut intakt und leistungswillig. Das hat sie zuletzt auch trotz der unglücklichen Niederlage in Borstel gezeigt. Und Motivationsprobleme wird es nicht geben, weil es gegen TuS geht. Das ist völlig unabhängig von meiner Person“, so Stresing.

Durch den kurzfristigen Heimrechttausch muss der SSV zum vierten Mal in Folge auswärts antreten. „Es darf aber keine Rolle spielen, ob wir in Südwinsen oder in Celle spielen. Wir werden alles in die Waagschale werfen und hoffen, dass das Glück auch mal auf unserer Seite ist. Natürlich ist TuS klarer Favorit“, meint Stresing.

Für sein Pendant beim TuS Celle FC, Uwe Hicksch, ist die Situation bei Südwinsen „schwierig einzuschätzen“. „Man weiß nicht so genau, wie die Spieler reagieren, wenn der Trainer seinen Rücktritt bekannt gibt. Aber das muss uns auch egal sein. Wir schauen auf uns und müssen unser Spiel machen“, so Hicksch.

Verzichten muss der TuS-Coach auf Torjäger Marco Kirsch (Studienreise) und Tobias Zeising (Rotsperre), Nils Speckmann ist zudem angeschlagen. Dafür ist aber Routinier Kais Manai wieder mit von der Partie. „Generell müssen wir uns stabilisieren und an unserer Rückwärtsbewegung arbeiten. Es kann nicht sein, dass wir immer vier Tore schießen müssen, um ein Spiel zu gewinnen“, sagt Hicksch.

Die Celler sind zum Siegen verdammt, wenn sie den Anschluss an Tabellenführer TSV Winsen (Luhe) und das erklärte Saisonziel Aufstieg nicht aus den Augen verlieren wollen. Drei von 15 Punkten aus den vergangenen fünf Spielen sind nicht gerade eine meisterliche Bilanz, der Abstand zu Winsen beträgt mittlerweile zehn Zähler. Immerhin verhinderten die Blau-Gelben durch Marvin Stielers Last-Minute-Treffer beim 1:1 gegen den VfL Jesteburg einen komplett verpatzten Einstand von Hicksch. Der sieht indes positive Signale. „Die Trainingsbeteiligung hat sich kontinuierlich gesteigert, die Truppe scheint begriffen zu haben, um was es geht“, so Hicksch.