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Fußball regional SSV Südwinsen vom Derbyfieber infiziert
Sport Fußball regional SSV Südwinsen vom Derbyfieber infiziert
21:01 27.03.2015
Können die Südwinser, hier Marvin Sendzik (links), - dem drohenden Stumlauf des Tabellenführers, - hier mit Benedikt Weidner, standhalten? Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Es ist mal wieder Derbyzeit in der Fußball-Bezirksliga. Samstag um 16 Uhr empfängt der Tabellenelfte vom SSV Südwinsen den Tabellenführer MTV Eintracht Celle. Schon im Hinspiel gelang es den Südwinsern, dem Spitzenreiter das Leben extrem schwer zu machen. Und geht es nach dem Willen der Gastgeber, soll das auch dieses Mal wieder der Fall sein. Südwinsen benötigt die Punkte im Kampf gegen den Abstieg und Eintracht möchte den „Aufstiegssack“ so schnell wie möglich fest zuschnüren.

Dass personell in Südwinsen einmal mehr wieder einiges im Argen liegt, bedarf kaum noch einer Erwähnung. Tun wir es trotzdem: Tim Petersen hat sich verletzt, Ferhat Aclan hütet das Bett, Thorsten Kruse ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt und auch Sven Bothfeld und Peter Meisner fallen aus. Roy Nischkowsky übt sich angesichts dieser Tatsache ein wenig Galgenhumor: „Es werden am Samstag wieder elf Spieler auf dem Platz stehen“, sagt er.

Der Spitzenreiter aus Celle reist nach dem 12:1-Sieg über Winsen/Luhe mit extrem gestärktem Selbstbewusstsein an. Dementsprechend dürften die Blau-Weißen mit breiter Brust und aggressivlustig auflaufen. Dem wollen die Hausherren motiviert und mit Kampfeslust entgegentreten. „Wir haben gegen Eintracht immer gut ausgesehen. Von den Einzelspielern sind sie uns mit Sicherheit überlegen“, sagt SSV-Coach Nischkowsky. „Aber wir wollen dagegenhalten, aggressiv in die Zweikämpfe gehen. Hart, aber nicht unfair“, zeichnet der die Marschroute für das Spiel seines Teams vor. MTVE-Trainer Frank Weber ist sich dessen bewusst: „Die wollen uns ärgern, darauf müssen wir uns einstellen. Derbys sind immer besondere Spiele. Wir haben uns schon im Hinspiel sehr schwergetan. Aber nachlegen wäre für uns jetzt wichtig. Die hinter uns gewinnen auch. Folglich ist es unser Ziel, drei Punkte zu holen – nichts anderes.“

Aber auch beim Weber-Team drohen wichtige Spieler auszufallen: Tim Struwe ist erkrankt, Torben Vogel verletzt, Manuel Brunne und Vincent Mannig plagen sich mit Knieproblemen herum. Aber die Celler dürften das verkraften können. Respekt hat Trainer Weber vor den Standards der Gastgeber: „Wir sollten nicht plump in die Zweikämpfe gehen, sondern Freistöße in Strafraumnähe vermeiden. Hinten soll schließlich möglichst die Null stehen.“

Auch wenn sich die Aufstellung der Winser erst kurzfristig herauskristallisieren wird, bleibt für Trainer Nischkowsky eins klar: „Wir wollen die Punkte nicht herschenken und werden Eintracht bearbeiten. Wir wollen selbst gut aussehen. Ob es dann am Ende reicht, werden wir sehen. Die Jungs brennen auf jeden Fall.“ Beste Voraussetzungen also für ein intensives, attraktives Spiel.

Von Marc Tetens