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Fußball regional SV Altencelle rutscht auf den letzten Tabellenplatz
Sport Fußball regional SV Altencelle rutscht auf den letzten Tabellenplatz
20:34 04.09.2016
Altencelle, hier durch Sascha Thiliant (links) kamen nurselten zu Möglichkeiten. Dann war aber VfL-KeeperFrederick-Alexander Lilie zur Stelle.- Quelle: Alex Sorokin
Altencelle

Vor einer überschaubaren Kulisse von weniger als 100 Zuschauern wurde das Stadtderby in der Fußball-Kreisliga am Föscherberg zwischen dem SV Altencelle und der zweiten Vertretung des VfL Westercelle ausgetragen. Ein später Treffer von Tim Petersen (87. Minute) entschied die Partie für die Gäste. „Die teaminterne Unterredung unter der Woche hat direkt Früchte getragen“, sagte VfL-Trainer Sebastian Kath.

Durch die 0:1-Niederlage rutscht Altencelle auf den letzten Tabellenplatz ab. „Wir werden uns wohl über längere Zeit mit der Tabellenregion anfreunden müssen“, meinte ein frustrierter SVA-Coach Claus Netemeyer.

Bei guten äußeren Bedingungen kam die Begegnung schleppend in Gang. Das Spielgeschehen lief vornehmlich zwischen den Strafräumen ab, nennenswerte Torchancen waren Mangelware. Nach gut 20 Minuten kam Westercelle aber immer besser auf und hatte auch einige ansprechende Offensivaktionen. Zum Erfolg fehlte allerdings die richtige Entscheidung beim Abspiel oder dem Torschuss. Malte Stellmach und Dag-Hendrik Kasten waren zwar sehr bemüht, ließen aber beste Möglichkeiten aus. Altencelle machte nur durch Fernschüsse von Oliver Seinsch und Sascha Thiliant auf sich aufmerksam.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Dominanz der Gäste noch größer. Die Altenceller schienen wie gelähmt und hatte nicht das nötige Selbstvertrauen für durchdachte Offensivaktionen. Nur Seinsch ließ gelegentlich seine Gefährlichkeit aufblitzen. Westercelle marschierte zwar weiterhin couragiert nach vorne, der letzte und entscheidende Pass kam aber nicht an. Als Kapitän Simon Müller einen Kopfball an die Querlatte setzte und der Nachschuss von Henning Schubotz geblockt wurde, konnte niemand mehr mit einem Treffer rechnen.

Der aus der Defensive nach vorne beorderte Petersen avancierte dann spät zum Matchwinner. Jannes Neuhaus spielte den Neuzugang aus Südwinsen am Strafraum an, dieser drehte sich mit dem Ball um den Gegner und vollstreckte mit einem Volleyschuss zum 0:1 (87.). „Den Substanzverlust durch die vielen Abgänge vor der Saison und das Fehlen von Leistungsträgern können wir derzeit nicht auffangen“, so Netemeyer. „Für mich ein hochverdienter Sieg“, meinte Westercelles Kapitän Müller. (tja)

CELLE. Vier Teams marschieren in der Fußball-Kreisliga im Gleichschritt voran. Eldingen (gegen Wathlingen), Wietzenbruch (im Stadtderby gegen Dicle) und Eversen (gegen Langlingen) feierten im fünften Spiel bereits ihre vierten Siege. Der starke Aufsteiger aus Wietze patzte nur am ersten Spieltag und verbuchte jetzt auch bereits den dritten Erfolg. Der unterlegene Kontrahent aus Garßen bleibt weiterhin ohne Sieg und kann die Abstiegsplätze nicht verlassen.

SG Eldingen bleibt Tabellenführer

SC Wietzenbruch –SV Dicle Celle3:0 (1:0)

Von einem hochverdienten Sieg im zweiten Celler Stadtderby sprach Wietzenbruchs Trainer Stephan Bergmann. „Bei besserer Chancenverwertung können wir durchaus höher gewinnen“, lautete seine Analyse.

Schon vor der Führung durch Matthias Winkler zum 1:0 (28.) hatten die Hausherren klare Möglichkeiten in Führung zu gehen. Der Treffer war dann allerdings sehr sehenswert, der platzierte Schuss landete im Torwinkel der Gäste. „Da hat Matze den schwierigsten Ball versenkt“, wusste Bergmann.

In der umkämpften Partie versuchte Dicle in der Folge mehr in die Spitze zu spielen, aber ohne die nötige Konsequenz. Der zweite Treffer von Matthias Winkler hätte dann für Ruhe in den eigenen Reihen sorgen können. Nach einer Ampelkarte für Dennis Iwastschenko sprach aber einiges dafür, dass Dicle zurück ins Spiel kommt. Die Gäste nutzten die Überzahl und die dadurch entstehenden Räume aber nicht aus, sondern verzettelten sich in Einzelaktionen.

Einen der wenigen Konter verwandelte der eingewechselte Jan-Lucka Klindworth zur Entscheidung (90.+1). Was Bergmann in den vergangenen Wochen bemängelte hatte, passte gestern, „das war eine tolle Teamleistung, alle haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sagte er.

TuS Eversen/Sülze –MTV Langlingen3:1 (0:1)

Das Trainergespann der Hausherren Norbert Oehlschläger und Bastian Krämer war sich in der Spielanalyse einig, einen verdienten Sieger gesehen zu haben. Langlingen ging trotz optischer Überlegenheit der Sülzer zwar in Führung, gab aber nach dem Wechsel die Flügel frei.

Nach dem Ausgleich durch Moritz Stahlmann (49.), waren die Hausherren auch optisch überlegen und übernahmen die Oberhand in der Begegnung. Fortan wurden die sich bietenden Räume auf den Flügel clever genutzt. Eine der vielen Flanken versenkte Hannes Gehnke (54.) und stellte damit die Vorzeichen auf Sieg.

Die Reaktion der Langlinger ließ nicht lange auf sich warten, es fehlte aber die nötige Konsequenz, um zurück ins Spiel zu finden. Wenn auch spät, sorgte Yannick Rogge kurz vor dem Abpfiff für die endgültige Entscheidung zum 3:1 (89.). „Nach dem vierten Sieg in Folge dürfen wir keinen Höhenflug bekommen, wir müssen weiter konzentriert bleiben“, forderte Oehlschläger. Ein Sonderlob vom Trainerduo bekam Jannik Erdt, der kurzfristig für den verletzten Torwart Selcuk Cagil einspringen musste.

TSV Wietze –SV Garßen3:1 (1:0)

Der Aufsteiger aus Wietze marschiert weiter in Richtung Spitze, auch wenn das Duell gegen den Vorletzten kein fußballerischer Leckerbissen war. Wie erwartet, stand Garßen tief gestaffelt in der Defensive und war auf Konter aus, Wietze versuchte, die Gästeabwehr durch Pässe in die Schnittstelle zu durchdringen. So entstand auch die Führung durch Leon Ohlde, der freigespielt wurde und den Ball am Torhüter vorbei ins Netz schob (26.). Nach dem schnellen Treffer in der zweiten Halbzeit durch Torjäger Mike Trautmann zum 2:0 (51.), machte sich Wietze das Leben selber schwer. Durch viele Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen gaben sie das Heft des Handelns aus der Hand. „Danach hätte das Spiel kippen können, wir müssen lernen uns auf das Wesentliche zu konzentrieren“, war Martin Engeldinger kritisch. Dass der Anschlusstreffer durch Tobias Lubinski (63.) der einzige Erfolg der Gäste blieb, war der sattelfesten Abwehr zu verdanken.

FC Firat Bergen –‘SSV Südwinsen3:0 (1:0)

Der Bezirksabsteiger aus Südwinsen konnte seine starken Leistungen aus den Vorwochen am Sonntag in Bergen nicht bestätigen. Das Fehlen von Torjäger Sven Gauger (bislang vier Saisontore) konnte der Gast nicht kompensieren. Mit einem nie gefährdeten Sieg landete Firat den ersten Saisonsieg und verlässt damit die Abstiegsränge.

„Es war zwar noch nicht alles gut, der Erfolg war aber sehr wichtig für unsere Psyche“, meinte FC-Trainer Celal Carut. Nach den schwierigen Wochen hatten die Berger schon an sich selber gezweifelt. Auch wenn in der Offensive noch nicht alles klappte, präsentierte sich die Abwehr sehr sattelfest. Das 1:0 (38.) war eine gekonnte Einzelleistung von Neuzugang Jiyan Alin der zuvor zwei Gegner austanzte, das 2:0 resultierte aus einem direkten verwandelten Freistoß von Fatih Yavsan (70.) der im Winkel landete.

Danach war die Moral der Gäste endgültig gebrochen, zumal weitere Chancen das Ergebnis hätten höher ausfallen lassen, es gab jedoch nur noch den zweiten Treffer von Fatih Yavsan (74.).

SG Eldingen –VfL Wathlingen4:2 (1:1)

Da das Spiel der Eldinger gegen Wathlingen gestern erst um 18 Uhr angepfiffen wurde, konnte Wietzenbruch drei Stunden lang die Tabellenführung genießen. Mit einem verdienten 4:2-Sieg gegen Wathlingen eroberte sich Eldingen diese aber postwendend zurück.

In einem hart umkämpften Spiel glichen die Gäste zwar zweimal die Führung aus, musste sich aber der starken Eldinger Offensive ergeben. „Trotz des zweimaligen Ausgleichs hatte ich nicht das Gefühl, dass wir heute nicht als Sieger den Platz verlassen“, meinte SG-Trainer Volker Darkow. Wieder einmal war Verlass auf die SG-Torjäger Christopher Lemp und Florian Marwede, die drei der vier Tore markierten. „Derzeit können wir die Spiele in die richtige Richtung bringen“, freut sich Darkow.

Von Jens Tjaden