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Fußball regional SV Nienhagen gegen TuS Celle FC: Derbygesänge am Jahnring
Sport Fußball regional SV Nienhagen gegen TuS Celle FC: Derbygesänge am Jahnring
20:38 01.09.2016
Celle Stadt

Dagegen hat es der VfL Westercelle vermeintlich leichter. Er reist zum Tabellenletzten Ciwan Walsrode.

SV Nienhagen –TuS Celle FC(Freitag, 18 Uhr)

„It‘s Derbytime!“, heißt es aus Celler Sicht erstmals in der noch jungen Bezirksligasaison. Im Mittelpunkt des Interesses der Celler Fußballfans steht das Spiel zwischen Aufsteiger SV Nienhagen und dem TuS Celle FC. Wirft man einen Blick auf die Tabelle, dann sind die Rollen in dieser Begegnung klar verteilt. Landesliga-Absteiger TuS Celle FC hat als aktueller Tabellendritter die Tabellenspitze im Visier und könnte mit dem vierten Saisonsieg seine gute Platzierung festigen. Der letzte überzeugende 7:0-Kantersieg gegen Ciwan Walsrode hat den Blau-Gelben nochmals einen ordentlichen Schuss Selbstvertrauen gegeben.

„Meine Jungs sind heiß auf das Derby, und was gibt es Schöneres als ein attraktives Spiel am Freitagabend?“, sagt TuS-Trainer Andreas Gerdes-Wurpts, der sich aber auch bewusst ist, dass er Gastgeber Nienhagen auf keinen Fall unterschätzen darf.

Ganz anders ist die Situation beim SV Nienhagen. Die Männer vom Jahnring hatten mit Gegnern wie TV Jahn Schneverdingen oder Germania Walsrode nicht nur ein gesalzenes Auftaktprogramm zu verkraften. Auch personell konnte Trainer Marc Knauer bisher nie seine eigentliche Stammelf auf den Platz bringen. Durch die Ausfälle der erfahrenen Abwehrstabilisatoren Christopher Hempel und Alexander Tiegs und daraus resultierende ständige Personalwechsel in der Innenverteidigung wackelte die SVN-Defensive einige Male beträchtlich und kassierte reichlich Gegentore. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der SVN bisher erst drei Punkte auf dem Konto hat. Die Spieler Hempel und Tiegs werden jedoch am Freitag ebenso wieder mit dabei sein, wie der von seiner Verletzung genesene Torjäger Matthias Behrens. Auch die schnellen Außenspieler Ole Eckert und Tobias Pankow kehren nach ihren Sperren ins Team zurück.

Deshalb zeigt sich Alexander Tiegs, der heute als Spielertrainer den im Urlaub befindlichen Chefcoach Marc Knauer vertreten wird, auch recht optimistisch. „Endlich haben wir personell wieder ein paar Optionen mehr“, so der Abwehrrecke. Die Hoffnung auf „Zählbares“ scheint nicht ganz unberechtigt zu sein. Denn fußballerische Qualitäten, insbesondere im Offensivbereich, stecken genug im Team des Aufsteigers. „Wir müssen einen Vorsprung auch mal über die Zeit retten“, meint Interims-Coach Tiegs, der heute vor allem mehr Ordnung in der Defensive erwartet.

Das größte Problem für den SVN könnte sein, TuS Celles Toptorjäger Andreas Gerdes-Wurpts in den Griff zu kriegen. „Das werden wir im Kollektiv lösen, eine Sonderbewachung wird es nicht geben“, so Tiegs und hofft auf ein schönes Spiel mit einer guten Kulisse.

TuS Eschede –Eintracht Elbmarsch(Sonntag, 15 Uhr)

Nach der 0:2-Auswärtsniederlage bei der SG Scharmbeck-Pattensen steht dem Team von Trainer Sven Ewert gegen Eintracht Elbmarsch das nächste schwere Spiel bevor. Die hoch eingeschätzten Gäste von der Elbe haben nach dem Saisonfehlstart mit zwei Niederlagen am vergangenen Wochenende beim überzeugenden 4:1-Auswärtssieg gegen den SV Essel die ersten drei Punkte eingefahren. Bei der Eintracht fühlt man sich im Aufwind und spricht von dem „berühmten geplatzten Knoten“.

Gefeiert wurde vor allem Doppeltorschütze Lennart Woltmann, mit dem die Elbmarscher Offensive erstmals so richtig ins Rollen kam. Genau das will der TuS Eschede am Sonntag verhindern und deshalb aus einer gesicherten Defensive heraus agieren. „Wir müssen hinten noch dichter stehen als zuletzt“, meint TuS-Coach Sven Ewert. Personell sieht es wieder besser aus, denn Marcel Döhrmann, Jan Schacht und Christopher Gierke sind wieder dabei. Auch David Schlawer, der am letzten Sonntag eine Platzwunde am Kopf erlitt, wird spielen können. So will Trainer Ewert, der am Sonntag wieder auf zahlreichen Fan-Support hofft, mit einer „Nadelstichtaktik“ zum Erfolg kommen.

Ciwan Walsrode –VfL Westercelle(Sonntag, 15 Uhr)

Von der bisher katastrophalen Bilanz des punktlosen Tabellenletzten aus Walsrode will sich VfL-Coach Axel Güllert nicht blenden lassen. „Nach der letzten 0:7-Klatsche beim TuS Celle FC werden die um Wiedergutmachung bemüht sein“, meint Güllert. Er erwartet deshalb ein unbequemes Spiel, bei dem höchste Konzentration geboten ist. Mit der richtigen Einstellung und den im bisherigen Saisonverlauf gezeigten guten Leistungen sollte es den favorisierten Westercellern dennoch gelingen, die angestrebten drei Punkte zu erringen. Alles andere wäre eine Enttäuschung. „Wir werden das schon lösen und uns keine Blöße geben“, sagt ein zuversichtlicher Güllert. Verzichten muss der VfL neben dem langzeitverletzten Daniel Weiss und auch auf Flügelflitzer Philip Boie, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat.

Von Jochen Strehlau