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Fußball regional SV Nienhagen hat Seuche wie Borussia Dortmund
Sport Fußball regional SV Nienhagen hat Seuche wie Borussia Dortmund
17:40 06.01.2014
Nienhagens Kevin Roussel hat eine hervorragende Hinrunde gespielt. Selbst bei einer Flugeinlage nach Foulspiel seines Jesteburger Gegenspielers machte er noch eine gute Figur. Quelle: Alex Sorokin
Nienhagen

Zu Beginn der Saison hat sich der SV Nienhagen als auswärtsstärkstes Team der Fußball-Bezirksliga präsentiert. In den ersten vier Begegnungen in der Fremde erzielte Nienhagen ganze zehn Punkte. Am Jahnring agierte die Mannschaft von Trainer Claus Netemeyer dagegen total glücklos. Alle Partien wurden, wenn auch immer denkbar knapp, verloren. „Für diese Heimschwäche hatte keiner von uns eine logische Erklärung“, äußerte sich Netemeyer.

Mitte November dann das erste Erfolgserlebnis auf heimischem Geläuf für den SVN, Aufsteiger SV Soltau wurde in beeindruckender Weise mit 4:1 besiegt. Danach war der Bann gebrochen, es folgten zwei weitere Heimsiege gegen Hodenhagen und Jesteburg. Damit hatten sich die Gelb-Schwarzen viel Luft im Abstiegskampf verschafft und belegen nach der Hinrunde einen guten Mittelfeldplatz mit neun Punkten Vorsprung zu den Abstiegsrängen. „Wir haben, bis auf Rosengarten und Elstorf, alle Teams unter uns geschlagen und damit deutlich bewiesen, dass wir in die Liga gehören“, ist sich Netemeyer sicher.

Wie seine Trainerkollegen von den Lokalrivalen hat sich Netemeyer im Verlauf der Saison auch des Öfteren über das Verletzungspech in seinem Team beschwert. Er bemühte sogar den Vergleich mit dem Bundesligisten Borussia Dortmund, die neben den gleichen Vereinsfarben auch die personelle „Seuche“ erlitten haben. Im Nachhinein sieht er diese schwierige Phase, in der immer wieder wichtige Akteure ausgefallen sind, als Wendepunkt zur erfolgreichen Spielweise an. „Wir sind als Team enger zusammen gerückt, jeder ist bereit für den anderen zu kämpfen“, ist Netemeyer überzeugt. Als weiteres Plus für seine Mannschaft sieht er die Tatsache, dass er im neuen Jahr keine Nachholspiele zu absolvieren hat. „Auf englische Wochen verzichte ich gerne, hier fehlt die Erholungspause für die Spieler“, weiß der Trainer.

Besonders zufrieden war Nienhagens-Coach mit Torwart Alexander Lüer, der nach einem längeren Auslandsaufenthalt erst im November wieder zum Einsatz kam und dem Team viel Sicherheit gegeben hat. Außerdem stellt er Kevin Roussel heraus, der auf der rechten Abwehrseite eine sehr hohe Präsenz gezeigt hat.

Trotz der komfortablen Ausgangssituation will Nienhagens Übungsleiter in Bezug auf die Rückrunde nichts dem Zufall überlassen. Nach der Winterpause geht es mit Volldampf wieder los. „Wir wollen gleich zu Beginn wieder punkten, meine Spieler müssen sich auf eine deftige Vorbereitung einstellen“, blickt Netemeyer voraus. Am 16. Februar stellt sich Germania Walsrode als erster Gegner vor.

Von Jens Tjaden