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Fußball regional SV Nienhagen unterliegt Favorit Eintracht Elbmarsch
Sport Fußball regional SV Nienhagen unterliegt Favorit Eintracht Elbmarsch
12:45 25.10.2016
Nienhagens Torwart Dimitri Tews riskiert bei einer Rettungsaktion Kopfund Kragen. Im Anschluss an diese Szene kam es zu einer „Rudelbildung“.Im Vordergrund beobachtet Dashnor Dullaj die Szene. Quelle: Michael Schäfer
Nienhagen

Dennoch war Nienhagens Coach mit der Leistung seines Teams nicht gänzlich unzufrieden. „In der ersten Halbzeit ist es uns sehr gut gelungen, Elbmarsch von unserem Strafraum fernzuhalten. Leider wurde nach dem Wechsel der Druck zu stark und wir konnten kaum noch für Entlastung sorgen“, meinte der etwas zerknirschte SVN-Coach nach einer Begegnung, in der sein Team zumindest kämpferisch alles gegeben hatte.

Die Partie, vor einer mit bestenfalls 60 Zuschauern nicht bezirksligawürdigen Kulisse, hatte mit einem Paukenschlag begonnen. Als Tobias Pankow der Ball an der Strafraumgrenze bei angelegten Armen ans Gesäß sprang, zeigte der schwache Schiedsrichter zur großen Überraschung sämtlicher Akteure auf den Elfmeterpunkt. Glücklicherweise wussten die Gäste dieses Geschenk nicht zu nutzen, denn der Ball sprang vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld.

Es entwickelte sich fortan ein offenes Spiel, mit Vorteilen der zunehmend spielbestimmenden Gäste. Der SVN stand jedoch kompakt in der eigenen Hälfte und ließ kaum Chancen zu. Selbst lauerte er auf Konter und hätte in der 20. Minute fast den Führungstreffer erzielt. Aber frei vor dem Tor verzog überhastet der von seiner Großchance überraschte „Ein-Mann-Sturm“ Timon Vogel. Besser machte es dann der über links durchstartende Ole Eckart, der einen hohen Ball von Christian Grabowski aufnahm, in den Strafraum eindrang und zum 1:0 (40.) einschoss.

Nach dem Wechsel setzten die unermüdlich anrennenden Elbmarscher den SVN dann unter Dauerdruck. Dieser verteidigte aufopferungsvoll und hatte mit Alexander Tiegs und Kapitän Christopher Hempel die „Türme in der Schlacht“. Dennoch erzielten die überlegenden Gäste mit einem verdeckten Flachschuss (61.) den Ausgleichstreffer. „Ein Punkt wäre heute vielleicht drin gewesen, aber dieses Gegentor kam zu früh“, so Knauer.

Der zweite vermeidbare Gegentreffer (71.) folgte, als sein Team nach einem Eckball das Leder nicht aus der Gefahrenzone brachte. Mittlerweile waren viel Hektik und Härte in der Begegnung, die der wenig Fingerspitzengefühl an den Tag legende Referee auch mit zehn Gelben Karten nicht unterbinden konnte. Ein Konter der Gäste, dem allerdings ein nicht geahndetes Foul vorausging, brachte dann das 1:3 (88.) und damit die Entscheidung. Eine flache scharfe Eingabe beförderte Nienhagens Tibor Kohlheb ins eigene Tor. „Wir müssen das Gute aus diesem Spiel mitnehmen und können auf die Leistung in der ersten Halbzeit aufbauen“, meinte Knauer, auf dessen Team dennoch schwere Zeiten zukommen.

Von Jochen Strehlau