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Fußball regional Schwieriger Neuanfang für SSV Südwinsen in Kreisliga
Sport Fußball regional Schwieriger Neuanfang für SSV Südwinsen in Kreisliga
15:18 03.06.2016
AndreasHeindorff
Südwinsen

SÜDWINSEN. Der fällt groß aus. Fast der komplette, ohnehin schon sehr dünne Kader, verlässt den Club. Nach der Ankündigung von Trainer Roy Nischkowsky, zum Saisonende abzutreten, verpasste man auf Vereinsseite offenbar den Zeitpunkt, den Verbleib des Stammes des Bezirksliga-Teams zu sichern. Als man dann aktiv wurde, hatten etliche Spieler bereits andere Pläne bezüglich ihrer fußballerischen Zukunft. So folgte dann der Entschluss des freiwilligen Rückzugs.

Somit steht Neu-Trainer Andreas Heindorff vor der Herkules-Aufgabe, ein neues Team aus dem ausgedörrten Südwinser Boden zu stampfen. „Wir werden eine Mannschaft bilden aus den Verbliebenen, der eigenen Zweiten und der A-Jugend. Dazu bräuchten wir noch zwei, drei gestandene Spieler. Der Rest ist einfach zu jung und unerfahren“, so der zukünftige Chef an der Seitenlinie, der sich allerdings sicher ist, eine kampfbereite und intakte Mannschaft auf den Platz zu bringen: „Der Kader wird alles tun, um die Klasse zu halten, denn nur darum geht‘s.“

Damit ist die Zielvorgabe der Südwinser auch bereits formuliert. „Bei so starken Aufsteigern wie Vorwerk und Wietze sowie eventuell sogar beiden Relegationsteams Firat Bergen und Eschede kann das Ziel nur Klassenerhalt sein“, meint Heindorff.

Auf eventuelle Rückschläge wird der 60-jährige „Haudegen“ sein Team im Vorfeld bereits vorbereiten, „denn die werden mit Sicherheit kommen“, wie der Trainer verrät. „Wir wissen, was auf uns zukommt. Es wird eine harte Saison inklusive einiger Nackenschläge, aber darauf wollen wir vorbereitet sein.“ Was bleibt Heindorff auch anderes übrig, als die Gegebenheiten nach seiner frühzeitigen Zusage anzunehmen. „Der Verein hat sich zu diesem Schritt entschlossen. Mit dieser Entwicklung war für mich nicht zu rechnen. Aber mit einem Start in der Bezirksliga hätte man sich auch keinen Gefallen getan. So nehmen wir die Herausforderung Kreisliga an und machen mit unseren Möglichkeiten das Beste daraus.“

Von Marc Tetens