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Fußball regional "Sensationell": Noah-Joel Sarenren-Bazee glückt Bundesliga-Premiere
Sport Fußball regional "Sensationell": Noah-Joel Sarenren-Bazee glückt Bundesliga-Premiere
19:02 11.04.2016
Von Uwe Meier
Noah-Joel Sarenren-Bazee Quelle: Kai Knoche
Hannover

Über einen Mangel an Lob brauchte sich Sarenren-Bazee nach seinem ersten Auftritt in der deutschen Bundesliga nicht zu beklagen. Nach einem engagierten und mutigen Spiel gab es davon genug. Auch sein Trainer Daniel Stendel schien zufrieden. „Noah hat ein unglaubliches Tempo und war ein Aktivposten“, hatte er nach dem Unentschieden gegen die Hertha gesagt.

Stendel muss es ja wissen. Er kennt den 19-Jährigen auch schon ein bisschen länger. Der vergangene Freitag war auch für ihn ein besonderer Tag. Auch für Stendel war es die Bundesliga-Premiere – als Trainer zumindest. Der bisherige Regionalliga-Coach der U23 hatte erst in der vergangenen Woche das Traineramt der Profimannschaft vom entlassenen Thomas Schaaf übernommen. Und er hatte das 96-Team für die Partie gegen Hertha BSC ordentlich durchgemischt und einige gestandene Profis auf die Bank verwiesen.

Noah-Joel Sarenren-Bazee hat davon profitiert. Immerhin wurde der Waller vom Coach von Beginn an auf das satte Grün des Berliner Olympiastadion geschickt. „Ich habe am Spieltag davon erfahren – so wie die gesamte Mannschaft“, sagt der talentierte Fußballer, dessen Auftritt in Berlin von seiner Familie von der Tribüne aus verfolgt wurde. Kontakt zu ihr konnte er aber keinen aufnehmen. „Ich habe versucht, sie irgendwo im Stadion zu entdecken“, berichtet er über seine erfolglosen Bemühungen, „aber das ist mir leider nicht gelungen.“ Das Berliner Olympiastadion ist eben auch ein anderer Spielort als zum Beispiel der Platz in Norderstedt. Dort hatte er sechs Tage zuvor einen Einsatz mit der U23 in der Regionalliga absolviert.

Inzwischen bereitet sich die 96-Mannschaft längst auf die nächste Aufgabe vor. Bereits am Freitag (20.30 Uhr) geht es in Hannover gegen Borussia Mönchengladbach. Ob Noah-Joel Sarenren-Bazee auch dann wieder zum Startaufgebot gehört? „Das entscheidet der Trainer. Die Konkurrenz ist groß“, so der 19-Jährige. „Es wäre natürlich schön, wenn das klappen würde.“ Dafür will er sich im Training „alles reinhauen“ und „immer dranbleiben“.

Und wenn es dann mit einem erneuten Einsatz klappt, ist klar, was der Hannoveraner mit Waller Wurzeln machen wird: „Natürlich wieder meine bestmögliche Leistung zeigen.“ Und dann gibt es da noch etwas: „Vielleicht gelingt mir ja auch ein Tor.“ Das wiederum würden vermutlich die Fans „einfach nur sensationell“ finden.