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Fußball regional Showdown an der „Kampfstraße“
Sport Fußball regional Showdown an der „Kampfstraße“
14:20 29.03.2012
Celle Stadt

Noch nie waren die Fortunen in ihrer jungen Oberliga-Vergangenheit so nah am Pokalfinale in Barsinghausen wie am kommenden Sonntag. Daher will ESV-Trainer Klaus Much mit seinem Team „alles versuchen, um das Endspiel gegen den VfL Wolfsburg II zu erreichen“. Die Kampstraße soll für das Saison-Highlight der Cellerinnen gegen den Spitzenreiter der Oberliga-Staffel Niedersachsen West zur „Kampfstraße“ werden: „Wir werden fighten“, verspricht Much den Fans.

Doch die Frage ist, ob das Team die nötigen Mittel dazu besitzt. Wie schon in der Vorwoche bei der 1:2-Niederlage in der Liga gegen den VfL Bienrode steht den Fortunen wieder nur ein stark begrenzter Kader zur Verfügung: „Wir sammeln momentan alle für das Pokalspiel ein, die geradeaus gehen können“, nimmt Much die Personalnot mit Humor. Während Sinja Jaskulla und Inga Domrich ausfallen, kehrt Johanna Staade ins Team zurück. Zudem macht sich der Coach Hoffnungen auf die Rückkehr seiner Stammtorhüterin Ina Wolf.

Die schwache Vorstellung gegen Bienrode soll in den Köpfen der Spielerinnen laut Much keine Rolle mehr spielen. Als Tabellenzweiter der Oberliga Ost mit neun Punkten Abstand auf die Spitze ist für die Fortunen in der Liga ohnehin „nicht mehr viel zu holen“, wie Much sagt. „Der Fokus liegt voll auf dem Pokalspiel. Wir dürfen aber nicht den Fehler machen, zu verkrampft ins Spiel zu gehen“, warnt der Trainer der Fortunen.

Dass die Fortuna über sich hinauswachsen kann, zeigte die Drittrunden-Partie gegen den TuS Havelse, den der ESV mit 6:2 nach Hause schickte. Damit kickten sie nicht nur einen Regionalligisten, sondern auch den Vorjahresfinalisten aus dem Wettbewerb.

Much sieht darin einen Motivationsvorteil für sein Team: „Wir brauchen uns vor keinem zu verstecken. Wir müssen gegen Meppen mutig und effektiv spielen.“ Doch zugleich warnt der erfahrende Coach auch seine Spielerinnen: „Zweite Mannschaften sind immer Wundertüten. Man weiß nie, ob auch Spielerinnen aus dem Kader der Ersten zum Einsatz kommen.“

Trotzdem gibt es an diesem Wochenende für Much und sein Team „keine Ausreden mehr“. Ein Spiel entscheidet über Scheitern und Triumph – und einer möglichen Teilnahme am DFB-Pokal der Frauen.

Von Andre Batistic