Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Sieg der Westerceller U16 von Verletzung überschattet
Sport Fußball regional Sieg der Westerceller U16 von Verletzung überschattet
19:11 22.10.2017
Can-Muhammed Sarica (links) von der SG Eintracht/TuS Celle FC gegen Paul Scheidler und Jan Trost. Quelle: Michael Schäfer
Celle

Celle. Trotz personeller Schwierigkeiten kehrte die U19 II des VfL Westercelle mit drei Punkten von der JSG Elbdeich/Laßrönne zurück (2:3). „Wir sind da eher mit einer B-Riege aus 13 Spielern hingefahren. Es haben drei Stammspieler gefehlt“, äußerte sich Trainer Marc Siegesmund zur Personalnot.

Dennoch erwischten die Schwarz-Gelben den besseren Start in die Partie. Nach zwei Minuten stand Emir-Can Aslan genau richtig, um einen Abpraller zur Führung zu verwerten. Auf dem tiefen und matschigen Platz kämpften sich die Hausherren jedoch zurück und drehten die Partie binnen sechs Minuten (10., 16.).

Danach stellten sie jedoch laut Siegesmund das Fußballspielen ein und ermöglichten es dem VfL, durch Aslans zweiten Treffer (20.) sowie Daniel Fellers Siegtor (34.) die Partie noch in der ersten Hälfte zu ihren Gunsten zu drehen. „Alles in allem war es ein verdienter Sieg, wir hätten jedoch noch vier bis fünf Tore machen können“, analysierte Siegesmund das Geschehen. „Jetzt haben wir uns oben ein bisschen festgesetzt.“ Der VfL springt auf den dritten Platz der U19-Landesliga.

VfL Westercelle: Zabiegay – Blunck, Otte, Malchow, Feller, Aslan, Ziraatci, Wede, Vetter, Wild, Heinemann. Eingewechselt: Turay, Diallo.

U16-Landesliga

Manchmal gibt es Dinge, die wichtiger als Siege beim Sport sind. Beim 3:0-Heimsieg der U16 des VfL Westercelle gegen den FC Este 2012 rückte das Ergebnis in den Hintergrund. In den Schlusssekunden blieb VfL-Keeper Philipp Jaeger beim Abstoß im Rasen hängen und musste mit dem Krankenwagen in die Klinik gebracht werden.

„Das ist echt ärgerlich und trübt natürlich den Sieg“, kommentierte VfL-Trainer Dennis Hadler die schwere Verletzung. Zuvor hatten die Westerceller in 80 Minuten nichts anbrennen lassen. Gegen tief stehende Gäste agierten die Schwarz-Gelben überlegen. Insbesondere bei der Chancenverwertung zeigte man sich effizient: Innerhalb von einer halben Stunde war die Messe gelesen. Nach einem abgefälschten Schuss von Dominik Gärtner (12.) war Claas Hendrik Ebel nach einer abgeblockten Ecke zur Stelle (27.), ehe Joachim Pralle nach schnellem Umschalten den Gästekeeper überwand und den Sack zumachte (39.).

„Darauf lässt sich aufbauen“, erklärte Hadler. „Zudem vertraue ich Ole Weiß komplett, dass wir mit ihm einen guten Ersatz im Tor haben werden.“

VfL Westercelle: Jaeger – Schumann, Hoppenstedt, Jurzica, Schlumbohm, Echner, Pralle, Siegesmund, Ebel, Gärtner, Röhrs. Eingewechselt: Wagner, Vonau, Prüße, Dobroschke.

Ebenso wie die Westerceller entschied auch die SG MTV Eintracht/TuS Celle FC ihr Heimspiel mit 3:0 souverän für sich. Mit hohem Pressing gelang es den Cellern, den Gegner des TSV Eintracht Immenbeck früh unter Druck zu setzen und den Raum für Spielzüge nach vorne zu nutzen. Da die Celler Torchancen wie am Fließband produzierten, der Ball das ein oder andere Mal jedoch einfach nicht im Netz zappeln wollte, hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können.

Dennoch sorgten Eduard Sajankow mit seiner Schnelligkeit (42.) sowie Talal Selo mit einem Doppelpack per Kopf (8., 72.) für den dritten Saisonsieg, der die SG auf den dritten Platz klettern lässt.

„Die Jungs haben super und mannschaftsdienlich gespielt, spielerisch war die ganze Mannschaft super. Die Torchancen haben jedoch für drei Spiele gereicht“, sagte Trainer Emin Kiy. Ein Sonderlob erhielt Defensivspieler Julius Kramer: „Er hat das hinten sehr gut gemacht und alle zusammengehalten. Klasse Leistung.“

SG MTV Eintracht/TuS Celle FC: Wagner – Bruchhof, Kramer, Shamoian, Sarica, Sajankow, Bonk, Busatis, Selo, Essiz, Ugran. Eingewechselt: Ekinci, Tulan, Speck, Teicher

U15-Landesliga

Ihren Gegner eindeutig unterschätzt haben die U15-Spieler des VfL Westercelle. Auf der Hinfahrt zum Spiel gegen den SV Eintracht Lüneburg (2:1) ging es schon um die Höhe des Sieges und die möglichen Torschützen. Dieser Plan schien zu Beginn auch aufzugehen. Dank eines Treffers von Kolilay Karak gingen die Gäste in Führung (18.). „Wir haben gemerkt, dass der Gegner schwächer als wir ist, und sind dann bequem geworden“, erklärte VfL-Trainer Jonas Sieme. „Das Spiel wurde somit von Minute zu Minute schwerer für uns.“

Die Schwarz-Gelben vernachlässigten die Rückwärtsbewegung und ermöglichten somit den Lüneburgern den Ausgleich (21.). Motiviert von der Aussicht auf einen Punkt, wichen sie nicht von ihrer Kontertaktik ab und schlugen kurz vor Schluss noch einmal eiskalt durch einen schnellen Gegenangriff zu (68.).

„Wir sind die Sache viel zu locker angegangen. Bis auf ein bis zwei Leute hatte heute keiner annähernd Normalform gezeigt“, sagte Sieme. Natürlich sei man traurig und enttäuscht, dennoch hofft der Trainer auf einen positiven Nebeneffekt: „Die Niederlage holt einen jetzt vielleicht wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und lässt uns erkennen, dass wir weiterhin hart arbeiten müssen.“ (noh)

VfL Westercelle: Kindsvater – A. Sacik, Morgenstern, Mpumuliza, K. Karak, Premper, Tüzün, J. Sacik, Hecker, L. Karak. Eingewechselt: Pulst, Basaldua, Winter, Kramer

Von Noah Heinemann