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Fußball regional Sieg soll SC Wietzenbruch Ruhe bringen
Sport Fußball regional Sieg soll SC Wietzenbruch Ruhe bringen
11:01 26.04.2013
Der SC Wietzenbruch (blau, hier im Hinspiel - gegen SV Altencelle) kann sich mit einem Sieg gegen - SV Nienhagen II von der Abstiegszone entfernen. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Sorgt der SV Dicle an diesem Wochenende schon für eine Vorentscheidung im Rennen um den Bezirksligaaufstieg? Fußball-Kreisligist Dicle kann seinen zweiten Tabellenplatz mit einem Auswärtssieg im Nachholspiel in Bergen und mit einem Heimerfolg am Sonntag über den TuS Eicklingen absichern. Die Dicler sind nicht die einzigen, die doppelt im Einsatz sind: Heute stehen insgesamt zwei Nachholspiele und eine vorverlegte Partie auf dem Programm. Übermorgen folgt der 30. Spieltag.

FC Firat Bergen –

SV Dicle Celle

(heute, 18.30 Uhr)

Für Firats Trainer Celal Carut ist das Kräftemessen mit seinem Ex-Verein aus vielerlei Gründen kein ganz normales Spiel. „Ich habe Dicle selbst trainiert. Man kennt sich gut und zum Teil stehen sich heute auch Verwandte gegenüber“, erzählt Carut, der die Gäste aufgrund ihrer individuellen Klasse in der Favoritenrolle sieht.

Für die Berger kommt der Schlagabtausch mit den Celler Aufstiegsaspiranten eigentlich gerade recht: Firat kann mit fünf Siegen in Serie als Kreisligamannschaft der Stunde bezeichnet werden. Eine weitere Motivationsspritze stellt für die Gastgeber mit Sicherheit das Hinspiel dar. „Beim 0:8 aus der Hinrunde waren wir zu ängstlich. Nur wenn wir diesmal in die Zweikämpfe kommen, haben wir eine Chance“, weiß Carut.

TuS Eversen-Sülze –

SV Altencelle

(heute, 18.30 Uhr)

Ansprechende Leistungen und trotzdem leere Hände – nirgendwo kennen sie das besser als beim TuS Eversen-Sülze. Drei Niederlagen in Folge haben den TuS wieder auf einen Abstiegsplatz rutschen lassen. „Der Tabellenstand sollte Motivation genug sein. Die Jungs müssen sich bei der Ehre gepackt fühlen“, sagt Eversen-Coach Sven Ewert.

Um endlich wieder Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln, setzen die Gastgeber auf die eigene Offensive. „Die Abwehr macht die wenigsten Probleme. Wir suchen unser Heil in der Offensive“, verrät Ewert. Den Gegner aus Altencelle schätzt er als „gefährlich“ und „vorne gut besetzt“ ein.

SV Garßen –

TSV Wietze

(heute, 18.30 Uhr)

Nach dem 3:0-Befreiungsschlag in Eicklingen fordert Garßens Trainer Klaus-Ulrich Fiedler gegen Wietze vor allem eins: Nachlegen. „Es gilt, den Erfolg zu vergolden. Verlieren wir, war alles für die Katz‘“, meint Fiedler. Taktisch gab es vergangene Woche eine entscheidende Umstellung. Statt zwei Stürmern bot Fiedler Vincent Manig als Alleinunterhalter auf, dahinter eine Vierermittelfeldreihe und ein defensiver Mittelfeldspieler.

„Jan Lumma ist wieder fit, deswegen sind zwei Stürmer für Sonntag möglich“, so Fiedler. Ein Garßener Heimsieg würde die Gäste, im Moment vier Punkte vor dem SVG, endgültig in den Abstiegskampf ziehen. „Wietze ist eine kompakte Mannschaft. Wir sollten uns nicht von dem Eicklingen-Spiel blenden lassen“, gibt Fiedler seinen Spielern abschließend mit auf den Weg.

MTV Eintracht Celle –

SSV Groß Hehlen

(Sonnabend, 16 Uhr)

Der MTV Eintracht Celle musste sich zuletzt mit zwei Remis zufrieden geben. Betrachtet man die nackten Zahlen, scheint also etwas Sand ins Aufstiegsgetriebe des Spitzenreiters gekommen zu sein. „Mit dem Punkt beim TuS Bröckel kann ich leben. Das Spiel in Unterlüß war reine Kopfsache, das hatten die Jungs im Vorfeld schon gewonnen“, prangert Eintracht-Coach Frank Weber die Einstellung seiner Spieler an.

Kurios: Beide Unentschieden wurden erst mit Treffern in der 90. Minute gesichert. Weber dürfte deshalb wohl froh sein, wenn er gegen die Groß Hehlener nicht ganz so lange auf die Folter gespannt wird. „Dicle sitzt uns im Nacken. Wir müssen den SSV schlagen und zeigen, dass wir die kleine Schwächephase überwunden haben“, fordert Weber. Die Groß Hehlener reisen mit drei Erfolgen in Serie an.

SC Wietzenbruch –

SV Nienhagen II

(Sonntag, 15 Uhr)

Hop oder top: Nachdem sich der SC Wietzenbruch am letzten Wochenende bei Mitkonkurrent SSV Groß Hehlen mit 0:1 geschlagen geben musste, haben die Wietzenbrucher jetzt die nächste Chance, einen möglicherweise wegweisenden Sieg im Abstiegskampf einzufahren. „Das ist ganz klar ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagt Wietzenbruchs Trainer Sascha Klein über das Kräftemessen mit dem SV Nienhagen II.

Die Niederlage in Groß Hehlen ärgere ihn indes immer noch. „Wir hatten ein Einstellungsproblem und einen Rückfall in alte Zeiten“, hadert Klein. Ein Erfolg über Nienhagen könnte ihn wohl zumindest ein wenig besänftigen – ein Dreier würde seine Wietzenbrucher acht Punkte vor die Gäste bringen.

Damit das klappt, nimmt Klein seine Spieler eindringlich in die Pflicht. „Es gibt keine Ausreden mehr. Wer jetzt noch nicht erkannt hat, dass man gegen Nienhagen alles geben muss, der ist in der Kreisliga falsch“, so Wietzenbruchs entschlossener Trainer.

SG Eldingen –

SV Altencelle

(Sonntag, 15 Uhr)

Der SG Eldingen scheint im Moment einfach das Quäntchen Glück zu fehlen. Bezeichnend dafür war die 2:4-Niederlage am vergangenen Spieltag in Langlingen. „Wir machen unsere Chancen nicht und kriegen dann ein dusseliges Gegentor. Die Jungs kriegen keinen Lauf rein, das nagt an den Nerven“, findet Eldingens Trainer Werner Köller.

Im Hinspiel gegen den SV Altencelle gaben die Eldinger eine 2:0-Führung aus der Hand und konnten sich zum Schluss bei ihrem Schlussmann Bastian Schäfer bedanken, dass es zumindest noch für einen Zähler reichte. Das soll dieses Mal möglichst nicht passieren. „Wer am Sonntag besser ins Spiel kommt, macht die Punkte“, ist sich Köller sicher.

MTV Langlingen –

TuS Hohne-Spechtshorn

(Sonntag, 15 Uhr)

Für Langlingens Trainer André Ruschitzka kommt es zum Duell mit seiner eigenen Vergangenheit. „Ich bin in Hohne aufgewachsen und fußballerisch groß geworden. Mein Vater ist dort immer noch Co-Trainer und Betreuer“, erzählt Ruschitzka. Geschenke möchte er trotzdem nicht verteilen. „Wir wollen eine konzentrierte Leistung zeigen und an den Sieg aus dem Eldingen-Spiel anknüpfen“, sagt Ruschitzka.

War es im Hinspiel noch eine Begegnung auf Augenhöhe, finden sich die Gäste mittlerweile weit hinter Langlingen auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Vielleicht schöpfen die Gelb-Blauen aber nochmal den Mut der Verzweiflung. Familienstreit werde es im Hause Ruschitzka, egal wie die Begegnung endet, übrigens nicht geben – das versichert zumindest Langlingens Trainer.

FC Firat Bergen –

TuS Unterlüß

(Sonntag, 15 Uhr)

Nach Dicle ist vor Unterlüß: Der FC Firat empfängt im zweiten Heimspiel des Wochenendes am Sonntag den TuS Unterlüß. „Die Begegnung wird sogar noch schwieriger, weil der Fokus der Jungs auf Dicle liegt“, weiß Bergens Trainer Celal Carut. Für ihn seien die Unterlüßer in der Offensive mit Spielern wie Richard Kretz und Rudolf Zimmermann „nicht schlechter besetzt als der SVD“.

Heimlich, still und leise haben sich die Gastgeber mit 15 Punkten aus den letzten fünf Partien sogar wieder an die Tabellenspitze herangearbeitet. „Alles, was jetzt noch kommt, ist die Kirsche auf der Sahne. Der MTV Eintracht und der SV Dicle sind uns einen Schritt voraus“, findet Carut, der sich weiterhin um Berger Bodenhaftung bemüht.

SV Dicle Celle –

TuS Eicklingen

(Sonntag, 15 Uhr)

Löst der SV Dicle an diesem Wochenende das Ticket für die Qualifikationsspiele zur Bezirksliga? „Wenn wir beide Begegnungen positiv gestalten, dann kommen wir unserem Ziel Platz zwei einen großen Schritt näher“, so zumindest SVD-Coach Ulrich Busse über die Ausgangslage seiner Mannschaft.

Bei den Eicklingern hebt er trotz der vielen verletzten und gesperrten Spielern die wichtige Achse bestehend aus Torwart Dimitri Tews, Spielmacher Sebastian Ruinat und Stoßstürmer Marlon Fuhse hervor. Über die zwei schweren Partien seiner Elf innerhalb von zwei Tagen sagt Busse: „Bei uns ist es im Moment Freitags Pfui und Sonntags hervorragend. Die Jungs kommen mit der Doppelbelastung gut zurecht.“

TuS Eversen-Sülze –

ESV Fortuna Celle

(Sonntag, 15 Uhr)

Heute gegen Altencelle, Sonntag gegen den ESV Fortuna. Für den TuS Eversen-Sülze steht ein Wochenende der Wahrheit vor der Tür. „Um unten heraus zu kommen, muss die Maßgabe sein, beide Spiele zu gewinnen“, verkündet Eversens Trainer Sven Ewert die Zielsetzung seiner Mannschaft.

Fehlen wird den Eversenern bei diesem Vorhaben ausgerechnet Mittelfeldabräumer Moritz Stahlmann, dem aufgrund einer abzusitzenden Rotsperre nur die Rolle des Zuschauers bleibt. „Mit Andre Paschke fehlt ein weiterer Sechser. Ich werde auf einige A-Jugendliche zurückgreifen, die werden sich schon bewähren“, verrät Ewert. Weniger Druck als die Gastgeber haben die Fortunen, die bereits 33 Zähler sammelten und im gesicherten Tabellenmittelfeld stehen.

Von Philip Krüger