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Fußball regional Spieler gesperrt – Schiris verlängern Boykott gegen SV Großmoor
Sport Fußball regional Spieler gesperrt – Schiris verlängern Boykott gegen SV Großmoor
16:07 12.10.2015
Von Heiko Hartung
Großmoor

Das Kreissportgericht hatte den Fußballer aus der 2. Kreisklasse in der vergangenen Woche zu einem halben Jahr Sperre verurteilt. Der Großmoorer hatte im September für einen Abbruch der Partie gegen die SG Lachendorf/Beedenbostel gesorgt, nachdem er den 23-jährigen Referee erst beleidigt und dann geschubst hatte. Der SV Großmoor muss 300 Euro Strafe zahlen und die Verfahrenskosten tragen.

Nach dem Vorfall hatte der KSA zunächst die Besetzung von Spielen mit Beteiligung der SVG-Herren bis zum Sportgerichtstermin beschlossen. „Bei der Verhandlung wurde bestätigt, dass es zu einer körperlichen Attacke gegen den Schiedsrichter gekommen ist, so dass das Spiel danach abgebrochen werden musste“, so Frede. Man habe sich ein umfassendes Bild über die gesamten Begleitumstände gemacht und intensiv beraten, wie weiter verfahren werden solle. Ergebnis: Bis zum 31. Dezember werden die Punkt-, Pokal- und Vorbereitungsspiele, an denen die 1. Herren des SV Großmoor beteiligt ist, nicht mit neutralen Schiedsrichtern des NFV Kreis Celle besetzt. Insgesamt sind das acht Partien.

Bis zum 30. Juni erfolge die Besetzung mit Unparteiischen „auf Bewährung“. Frede: „Sollte es bei diesen Spielen nochmals zu solchen Vorfällen gegenüber den angesetzten Schiedsrichtern kommen, behält es sich der KSA Celle vor, die neutralen Ansetzungen erneut auszusetzen.“ Man bedauere, dass dadurch auch andere Vereine betroffen sind. „Zum Schutze unserer Schiedsrichter-Kollegen, die jedes Wochenende auf den Celler Fußballplätzen unterwegs sind, ist dieses drastische Zeichen jedoch unerlässlich. Wir hatten solche Vorfälle in den letzten eineinhalb Jahren einfach zu oft“, meint der Schiri-Chef.

Das Urteil des Sportgerichts hat der SV Großmoor angenommen. „Wir werden jetzt intern beraten, wie wir mit dem betroffenen Spieler umgehen“, sagt Großmoors Vereinsvorsitzender Friedhelm Havenstein. Kritisch sieht er aber die Verlängerung der Schiedsrichter-Sanktionen. „Für den Boykott bis zum Sportgerichtstermin haben wir Verständnis, für die Verlängerung bis zum Jahresende nicht“, so Havenstein. „Wir sind kein Verein, bei dem solche radikalen Sachen an der Tagesordnung sind und stellen uns nicht auf eine Stufe mit Klubs, wo solche Vorfälle wiederholt vorkommen.“