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Fußball regional Spielerfrauen des TuS Hermannsburg wollen an den Ball
Sport Fußball regional Spielerfrauen des TuS Hermannsburg wollen an den Ball
19:30 08.08.2017
Hermannsburg

Damit will der Verein an die Geschichte seiner Fußballabteilung erinnern. Doch auch die Zukunft hat er im Blick. Neben dem Aufstieg der ersten Herrenmannschaft in die Kreisliga sollen nämlich auch bald fußballinteressierte Frauen Erfolge für TuS feiern können. Hierfür möchte der Verein eine eigene Damenmannschaft gründen. „Das Interesse kommt von den Spielerfrauen. Die wollen auch mal gegen den Ball treten und nicht immer nur zugucken“, sagt Wagener. Wann genau es soweit ist, könne aber noch nicht sagen. Zunächst gilt es, sich auf kommende Aufgaben wie das bevorstehende Fest zur Erinnerung an die Vereinsgeschichte zu konzentrieren.

Die begann im Jahr 1927, als zum ersten Mal eine Herrenmannschaft aus Hermannsburg in den Punktspielbetrieb des Deutschen Fußballbundes auf Kreisebene mitmischte. Damals noch unter dem Namen MTV Hermannsburg wurde bis 1935 gekickt. Dann musste der Spielbetrieb aufgrund der Wirren der Kriegs- und Vorkriegszeit eingestellt werden.

Erst ab den 1940er Jahren, als der Verein unter dem Namen TuS Hermannsburg neu ins Leben gerufen wurde, kehrte auch die Fußballabteilung zurück. Und seitdem erfreut die sich wachsender Beliebtheit. So ist die Zahl der ehemals 66 Fußballer auf nun etwa 400 Kicker angestiegen.

Einen der größten Sprünge in den Mitgliederzahlen verbuchte der Verein in den 1970er bis 1980er Jahren. „Die Europameisterschaft von 1972 sowie unser Aufstieg von der zweiten in die erste Kreisklasse hat einen wahren Boom ausgelöst“, sagt Wagener. Doch nicht nur diesen Ereignissen sei es zu verdanken, dass dem TuS Hermannsburg die Spieler zurannten. „Auch Hans Bremer hat dafür gesorgt, dass die Mitgliederzahlen raufgingen“, so Wagener. Bremer war zu dieser Zeit Leiter der Fußballabteilung und auch „Mädchen für alles“. „Er hat sich voll reingehängt.“ Und auch den Kontakt zum ehemaligen Freibad in Hermannsburg hergestellt. „Dort haben die Spieler immer die Umkleidekabinen genutzt“, sagt Wagener. Bis die Räume des Freibades 1991 von der Gemeinde dem TuS Hermannsburg übertragen wurden, damit der sich dort einrichten konnten.

Außer eigenen Umkleidekabinen, einem Kiosk im Kalkhaus und einem Vereinsheim hat es auch lange Zeit gedauert, bis der Verein einen richtigen Fußballplatz bekam. „Erst 1957 haben wir einen Sportplatz gehabt. Der wurde in Eigenleistung von Vereinsmitgliedern gebaut“, erzählt Wagener. Eine Teamleistung, die der Verein auch heute noch bei Bedarf abrufen kann. "Wenn etwas gemacht werden muss, dann stehen da schnell 30 Leute auf dem Platz", sagt Wagener.