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Fußball regional Spitzenreiter als Aufbaugegner für TuS Eicklingen?
Sport Fußball regional Spitzenreiter als Aufbaugegner für TuS Eicklingen?
15:53 04.04.2013
Das Hinspiel gewann der MTV Eintracht Celle – hier Michel Moormann (links) im Duell mit Timo Bergmann – mit 2:0 gegen TuS Eicklingen. Der will sich revanchieren. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

TuS Eicklingen –

MTV Eintracht Celle

(Sonntag, 15 Uhr)

Gegen wen schießt man sich lieber aus der Krise als gegen den Spitzenreiter? Gegen niemanden. Der von Verletzungen gebeutelte TuS Eicklingen möchte sich mit einem guten Ergebnis in einer bis jetzt verkorksten Rückrunde zurück melden.

„Eintracht ist für mich Aufstiegsfavorit Nummer eins und spielt starken Fußball“, zeigt TuS-Trainer Herbert Klus Respekt vor den Celler Überfliegern. Trotzdem unterstreicht Klus: „Wir werden uns nicht kampflos ergeben.“ Bei diesem Vorhaben fehlen werden den Gastgebern definitiv Stürmer Jonathan Hagos und Defensivspezialist Jan Merkert.

Beim MTV Eintracht Celle strahlen sie im Moment bis über beide Ohren. Nach dem Einzug ins Pokalhalbfinale winkt das Double. Die Erfolgsformel ist dabei denkbar einfach. „Hinten zu null spielen, weil wir vorne immer unsere Tore machen“, meint MTV-Coach Frank Weber. Ziel seiner Mannschaft sei es, die momentane Unsicherheit der Eicklinger Spieler auszunutzen und den Spitzenplatz weiter zu festigen.

SG Eldingen –

TuS Bröckel

(Sonnabend, 15 Uhr)

Das Pokalaus in Dicle war gestern, jetzt steht wieder die Liga im Vordergrund. „Was uns an dem Dicle-Spiel beschäftigt, sind unsere individuellen Fehler“, erzählt Eldingens Trainer Werner Köller. Im Kräftemessen mit dem TuS Bröckel gibt er das gewohnte Ziel aus. „Wie alle Mannschaften, die in Gefahr sind, unten reinzurutschen, wollen wir jede Woche punkten“, so Köller.

Aus Bröckel vernimmt man ebenfalls alt bekannte Töne. „Als geschlossene Mannschaft in die Partie zu gehen, ist das A und O, das ist die Grundvoraussetzung“, weiß TuS-Coach Bernd Schäfer, der mit seinen Bröckelern am Osterwochenende sechs Zähler feierte.

TSV Wietze –

SC Wietzenbruch

(Sonntag, 15 Uhr)

„Nach dem Pokal ist vor der Liga“ lautet auch das Motto in Wietze. „Die Jungs haben das Aus gegen Eintracht besser als gedacht weggesteckt und sind jetzt heiß auf Wietzenbruch“, erzählt Wietzes Trainer Uwe Ronge. Mit SCW-Coach Sascha Klein trifft Ronge auf einen alten Bekannten. Ende der 90er Jahre standen beide noch gemeinsam für den TuS Celle FC auf dem Platz, kurze Zeit später nahm Ronge Klein als Trainer beim TuS unter seine Fittiche.

„Sascha hat immer das gemacht, was ich ihm aufgetragen habe – ein klasse Verteidiger“, so Ronge. Der Kontakt zwischen beiden ist bis heute nicht abgerissen: „Wir telefonieren zwar nicht jede Woche, sehen uns aber oft bei All-Star-Benefizspielen und verstehen uns bestens.“

TuS Unterlüß –

SV Nienhagen II

(Sonntag, 15 Uhr)

Zwei Siege hintereinander im Gepäck und trotzdem Sorgenfalten auf der Stirn: Unterlüß-Coach Horst-Dieter Pilot bereiten mal wieder die heimischen Platzverhältnisse Kopfzerbrechen. „Der Boden ist immer noch matschig, wir hoffen aber, dass gespielt wird“, sagt Pilot, dessen Mannschaft im Hinspiel eine bittere 1:2-Niederlage beim damals Tabellenletzten SV Nienhagen II einstecken musste.

„Das wird am Sonntag auf jeden Fall kein Selbstläufer. Nienhagen hat einen guten Zwischenspurt hingelegt“, analysiert Pilot. Höchst fraglich ist der Einsatz von Kapitän und Torjäger Rudi Zimmermann.

TuS Hohne-Spechtshorn –

SSV Groß Hehlen

(Sonntag, 15 Uhr)

Fällt am Sonntag in Hohne schon die erste Entscheidung im Abstiegskampf? Hört man sich bei den Gastgebern um, gewinnt man genau diesen Eindruck. „Gegen Groß Hehlen geht es ums Überleben. Wenn wir verlieren, war das die erste kleine Vorentscheidung“, findet TuS-Trainer Peter Bartosch deutliche Worte. Verlieren also strengstens verboten.

„Es gibt nur Hop oder Top“, bringt es Bartosch noch einmal auf den Punkt. Die Hohner liegen mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem SSV im Moment auf dem 16. Tabellenplatz, jedes Team würde bei einem Sieg neuen Mut schöpfen.

MTV Langlingen –

TuS Eversen-Sülze

(Sonntag, 15 Uhr)

Der MTV Langlingen musste das „Englische Wochenende“ mit zwei Partien innerhalb von drei Tagen teuer bezahlen: Manndecker Sten Hoffmann fällt mit einem Riss im Außenknöchel vermutlich für den Rest der Saison aus. Kurios: Obwohl er die Verletzung schon in der ersten Halbzeit erlitten hatte, biss „Eisenfuß“ Hoffmann auf die Zähne und blieb bis zum Abpfiff auf dem Feld. „Die Verletzung ist wirklich schade, weil Sten charakterlich und fußballerisch eine klasse Entwicklung genommen hat“, findet MTV-Coach André Ruschitzka.

Den TuS Eversen-Sülze schätzt er als eine „ungemütlich“ zu spielende Mannschaft ein. „Eversen ist läuferisch top aufgestellt. Ihr Problem liegt wohl in der Spitze“, so Ruschitzkas knappe Gegner-Analyse.

SV Altencelle –

SV Dicle Celle

(Sonntag, 15 Uhr)

2:0 in Garßen, 2:1 beim TuS Eicklingen: Das nennt man wohl ein rundum gelungenes Osterwochenende. „Wenn es nach mir geht, kann es natürlich so weitergehen“, sagt ein schmunzelnder Altenceller Trainer Bernd Bulowski, der aber auch weiß: „Dicle ist noch einmal ein anderes Kaliber.“

Der SVD reist durch das Erreichen des Pokalfinales ebenfalls mit ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck an. Der Matchplan der Gastgeber ist nichtsdestotrotz denkbar einfach. „Konzentrieren, kämpfen, dem SVD den Schneid abkaufen und Jiyan Alin in den Griff kriegen“, verrät Bulowski sein mögliches Erfolgsrezept.

ESV Fortuna Celle –

FC Firat Bergen

(Sonntag, 15 Uhr)

2:2 nach 0:2 – an das Hinspiel in Bergen dürften die Fortunen noch allerbeste Erinnerungen haben. „Da haben wir gezeigt, wozu wir in der Lage sind“, findet auch ein verschnupfter ESV-Coach Stephan Bergmann. Mit zehn Punkten aus fünf Spielen sind die Celler hellwach aus der Winterpause gekommen. Trotzdem drücken immer noch die Konkurrenten von unten.

„Die 30 Zähler, die wir im Moment haben, reichen nicht zum Klassenerhalt. Wir müssen so schnell wie möglich die 40-Punkte-Marke knacken“, mahnt Bergmann. Die Berger Schwachstelle sieht Bergmann in der Defensive, die er mit schnellem Spiel in die Spitze knacken will.

Von Philip Krüger