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Fußball regional Sportlerehrung in altehrwürdigem Saal
Sport Fußball regional Sportlerehrung in altehrwürdigem Saal
21:22 28.03.2018
Von Uwe Meier
Ehrung für das Ehrenamt: (oberes Foto, von links) Moderatorin Jessy James LaFleur, Gertrud Wiedemeier, Laudator Jörg Ristow (Vorsitzender SSV Scheuen), Birgit Löffler, Oberbürgermeister Jörg Nigge, Detlef Wiedemeier, Laudator Klaus Rohr (Präsident MTV Eintracht Celle), Dezernentin Susanne McDowell. Auch die erfolgreichen Speedskater gehörten einmal mehr zu den Ausgezeichneten (unten links) bei der Sportlerehrung. Otto Sohnemann (rechts) überbrachte Glückwünsche und Grüße des Kreissportbundes Celle. Quelle: David Borghoff (3)
Celle

Celle. Gleichzeitig stellte er fest: „Celle ist eine Sportstadt. Das war so, das ist so und das wird auch so bleiben.“ Kurz ging er auf das in den vergangenen Wochen in der Diskussion stehende Thema Sportförderung ein. Er stellte klar, dass Verwaltung und Politik daran gelegen sei, auch in Zukunft die Rahmenbedingungen für den Sport zu stellen. „Es geht aber auch darum, alle gerechter zu unterstützen“, so Nigge.

64 Sportler und Sportlerinnen sowie ihre Trainer aus den Sportarten Kegeln, Tischtennis, Indiaca, Kanu, Motorsport, Leichtathletik, Schwimmen, Rudern, Sportschießen, Inlineskaten, Eisschnelllauf und Ju-Jutsu wurden gestern Abend ausgezeichnet. Nicht alle von ihnen waren anwesend. Einige von ihnen waren schon wieder zu Trainingslagern oder Turnieren unterwegs. Aber sie alle hatten im Jahr 2017 entweder im Team oder als Einzelsportler bei Norddeutschen, Deutschen und Europameisterschaften den Sprung auf das Siegertreppchen geschafft. Auch Teilnehmer an Weltmeisterschaften waren unter ihnen. „Sie haben zahlreiche Stunden für ihren Sport, für das sportliche Leben in unserer Stadt eingebracht“, sagte Nigge an die Aktiven gerichtet. „Sie haben ihr Bestes gegeben. Das verdient Respekt und unsere Wertschätzung“, so der Oberbürgermeister.

Der stellvertretende Vorsitzende des Kreissportbundes, Otto Sohnemann, überbrachte die Glückwünsche an die Athleten und verband diese mit Dank „auch an die, die zu den Erfolgen an den verschiedensten Stellen beigetragen haben“. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass für diese sportlichen Leistungen auch eine entsprechende Infrastruktur nötig sei. „Die ist nicht allein von den Vereinen zu stemmen“, so Sohnemann. „Da ist auch die öffentliche Hand gefordert, entsprechend zu unterstützen.“

Mit launigen Worten moderierte Jessy James LaFleur die Ehrungsstunde. Sie nannte die Erfolge der einzelnen Sportler und zeigte sich bestens vorbereitet. So outete sie sich als Kennerin des Kegelsports und erklärte die unterschiedlichen Bahnenformen. Zudem unterhielt LaFleur mit kleinen Geschichten rund um den Sport. „Wussten sie, dass der längste Ballwechsel beim Tischtennis 8,5 Stunden gedauert hat?“, fragte sie. Und dass die Sportart Indiaca 1936 von einem Kölner nach Deutschland gebracht wurde, wussten nicht einmal die diese Sportart Ausübenden selbst. Und letztlich bot die Moderatorin leicht schmunzelnd auch noch eine Selfie-Möglichkeit mit dem Oberbürgermeister an. Aus dessen Händen erhielten die erfolgreichen Sportler als Anerkennung für ihre Leistungen eine Solar-Powerbank mit Celle-Gravur sowie eine Urkunde.

Ausgezeichnet wurden gestern Abend mit Birgit Stöffler und Detlev Wiedemeier auch zwei Größen des Celler Sports, die mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit dafür sorgen, dass hinter den Kulissen der Sportbühnen alles funktioniert. Birgit Stöffler ist seit 1966 Mitglied im MTV Eintracht Celle. Als aktive Sportlerin auf der 800-Meter-Strecke und als Mehrkämpferin unterwegs, setzte sie sich schon früh ehrenamtlich für den Sport ein. So gehörte sie bereits 1972 zum Orga-Team für den ersten Celler Volkslauf im Neustädter Holz. Nach ihrer aktiven Zeit ist sie bis heute als Kampfrichterin in der Leichtathletik tätig. Darüber hinaus gehört Stöffler seit 1982 ununterbrochen dem Organisationsteam des Celler Wasa-Laufes an. Seit vielen Jahren in den verschiedenen Breitensportgruppen des Vereins aktiv, stand sie in den vergangenen Jahren als Kassenprüferin des MTV Eintracht zur Verfügung.

Deltef Wiedemeier ist so etwas wie die gute Seele des SSV Scheuen. Seit seinem Eintritt beim SSV im Jahr 1956 wirkte er in den unterschiedlichsten ehrenamtlichen Aufgabengebieten des Vereins. Bereits seit 1969 ist er als Fußball-Schiedsrichter im Kreis Celle unterwegs. Doch nicht nur das: Bis 1999 engagierte sich „Leo“, die meisten kennen ihn nur unter diesem Spitznamen, 22 Jahre lang als Fußball-Spartenleiter. Zudem baute er ab 2004 die Wandergruppe des SSV mit auf und ist dort noch heute als Spartenleiter tätig. Wenn „Not am Mann“ ist, ist Wiedemeier stets zur Stelle. 2013 sprang er trotz der Mehrbelastung als Mitgliederbetreuer des Vereins ein. Wiedemeier ist einer, der – eigentlich – nicht nein sagen kann. Für seine vielfältige hilfsbereite Art wurde er im vergangenen Jahr zum Ehrenmitglied des SSV Scheuen gewählt.

Interessante Gespräche während der „3. Halbzeit“ und einem echten Sportleressen, wie Nigge es nannte, rundeten den Ehrungsmarathon ab.

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