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Fußball regional Stars zu Gast bei Celler „Wölfen“
Sport Fußball regional Stars zu Gast bei Celler „Wölfen“
16:16 14.02.2012
Wolfsburgs Profi-Kicker Marcel Sch‰fer und Rasmus Jˆnsson - auf Promotion-Tour beim Fanclub "Celler Wˆlfe 09" in Lachendorf. Quelle: Gert Neumann
Lachendorf

Das Glück ist zu ihm zurückgekehrt. Bundesligatrainer und Geschäftsführer der Kicker des VfL Wolfsburg, Felix Magath, machte seinem Namen bei der Terminierung des „18. Fantages“, den die VW-Städter als „18. Auswärtsspiel“ deklarieren, alle Ehre. Felix, was im Lateinischen „Der vom Glück Begünstigte“ heißt, hatte mit dem VfL tags zuvor gegen Freiburg glücklich 3:2 gewonnen und erstmals in der Saison zwei „Dreier“ in Folge eingefahren. Da wurde die Fahrt zu den Treuesten der Treuen zur angenehmen Pflichtübung. Trainer und Spieler des VfL Wolfsburg konnten dank des größten Spielerkaders der Liga gleich 19 ihrer offiziellen Fanclubs besuchen.

Die „Celler Wölfe 09“ gehören dazu. Organisator Jens Niemeyer, alle Celler Klubmitglieder und externe VfL-Fans freuten sich auf Marcel Schäfer und Neuzugang Rasmus Jönsson. Im Forum der Lachendorfer Geschwister-Scholl-Schule standen die beiden Profis Rede und Antwort, gaben Autogramme, wussten aber auch an der Kicker-Kröckelkiste zu überzeugen. VfL- Pressesprecher Michael Nowak übersetzte Fragen und Antworten an den schwedischen Zugang Jönsson.

Schäfer ist seit 2007 im Kader des VfL. Der Abwehrspieler hat vom Abstiegskampf bis zur Meisterschaft alles miterlebt und viele Spieler kommen und gehen sehen. Das Gros der Fragen richtete sich vor allem an den Torschützen vom Vortage. Warum der VfL keine große Lobby habe? Schäfer: „Wolfsburg gehört zwar zu den etablierten Vereinen der Bundesliga, ist aber noch kein Traditionsklub, wobei ich das „noch nicht“ betone. Wir müssen um jeden Fan kämpfen. Der Titelgewinn hat uns Sympathiepunkte gebracht, doch leider haben wir danach wieder einiges versiebt.“

Dzeko sei übrigens der beste Spieler, mit dem er je zusammen gespielt habe und Felix Magath der beste Trainer. Wie Magath in der Halbzeitpause sei? „Wenn wir umsetzen, was er verlangt, ist es ruhig. Es kann aber auch lauter werden. Fußball lebt von Emotionen.“

Jönsson stand etwas im Schatten seines bekannteren Kollegen. Ob er sich Stammplatzchancen ausrechne, bei dem großen VfL-Kader, wurde der 22-jährige Angreifer gefragt und wo er den Unterschied zwischen schwedischem und deutschen Fußball sehe. „Die Bundesliga ist schneller, härter und technisch besser. Da muss ich noch aufholen. Ich will mich durch gute Trainingsleistung empfehlen. Dann werde auch ich meine Chance bekommen“, ist sich der Ex-Helsingborger sicher.

Gelohnt hat sich die Visite der Wolfsburger Profis für alle Seiten. Die Mitgliederzahl der Celler Wölfe wuchs um drei Neuzugänge auf 35. Begeisternd, was die Fans alles auf die Beine gestellt haben. Flure und Forum der Schule erstrahlten in grün-weißer Pracht, was auch dem dreijährigen Tjark Rudolph ausnehmend gut gefiel. Die Rudolphs aus Ahnsbeck stellen ein Siebtel aller Vereinsmitglieder. Auch die Eltern Stefan und Bianca sowie Fenja (14) und Luka (11) trugen die neuesten VfL-Trikots. Ein großer Fan ist auch Niklas Walter aus Hohne. Als er von den Profis umrahmt wurde, riss der Neunjährige begeistert die Arme hoch, so, als sei gerade ein Siegtreffer gefallen. Indes: Ein Volltreffer war der Besuch der Profis allemal.

Von Gert Neumann