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Fußball regional Streit um kurzfristige Spielabsage von Fortuna Celle
Sport Fußball regional Streit um kurzfristige Spielabsage von Fortuna Celle
19:29 19.11.2017
Von Christoph Zimmer
Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Fortuna hätte gerne gespielt und mit einem Sieg den letzten Tabellenplatz zum Hinrundenabschluss verlassen. „Aus meiner Sicht hätten wir spielen können“, sagte Klaus Verseck. Für den Trainer war der Zustand des Platzes „in Ordnung“. Da war die Schiedsrichterin anderer Meinung. Sie könnte die Sicherheit der Spielerinnen nicht gewährleisten und fürchtete eine zu große Verletzungsgefahr, erklärte sie den Verantwortlichen beider Mannschaften nach einer Platzbegehung eine knappe Viertelstunde (Verseck) vor dem geplanten Anpfiff der Partie. Sie habe im Strafraum einen Ball fallen lassen, sagte Verseck. Als dieser nicht rollte und im Wasser liegen blieb, fasste sie ihre Entscheidung und stimmte sich darüber auch mit einem anwesenden Schiedsrichterbeobachter ab.

Da hatten sich die Spielerinnen beider Mannschaften schon auf einem Nebenplatz warmgemacht. Überrascht reagierten sie auf die Absage. „Eine solche Entscheidung hätte man auch früher treffen können. Wir sind alle keine Profis. Trotzdem betreiben wir einen hohen Aufwand und dann ist alles umsonst“, sagte Verseck, der sich ein Gespräch mit der Unparteiischen gewünscht hätte. „Vielleicht hätten wir alle gemeinsam eine andere Lösung gefunden.“

Die Gäste reagierten mit gemischten Gefühlen. „Natürlich können wir die Entscheidung nachvollziehen. Dass sie aber so kurzfristig getroffen wird, verstehen wir nicht“, sagten die Verantwortlichen, ehe sie wieder in den großen Reisebus stiegen und sich auf die rund 150 Kilometer lange Heimreise nach Schleswig-Holstein machten.