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Fußball regional Südwinsens Hendrik Ziemke schießt Auetal ab
Sport Fußball regional Südwinsens Hendrik Ziemke schießt Auetal ab
17:49 01.04.2013
Von Christoph Zimmer
Kopfballhoheit: Südwinsens Marvin Sendzik (Mitte) setzt sich in der Luft gegen einen Auetaler Gegenspieler durch. Quelle: Gert Neumann
Südwinsen

SSV Südwinsen –

TSV Auetal

2:1 (2:0)

Überrascht war Mehmet Ekinci nicht. „Er ist eben ein kleines Schlitzohr“, sagte Südwinsens Trainer in Richtung von Angreifer Hendrik Ziemke, der mit einem herrlichen Schlenzer von der Strafraumgrenze in den rechten Winkel für die frühe Entscheidung im Spiel gegen Auetal gesorgt hatte. Naser Dullaj hatte ihn auf der halblinken Seite freigespielt – und Ziemke den völlig überraschten Auetaler Torhüter Marcel Corrieri ausgeguckt (31.). „Ein herrlicher Treffer“, sagte Ekinci zu Recht.

Und ein Treffer, bei dem Corrieri an diesem eisigen Nachmittag ausnahmsweise keine Schuld traf. Das war in der 8. Spielminute anders, als er einen harmlosen Rückpass eines Mitspielers nicht unter Kontrolle brachte und durchließ. Ziemke, der auf einen Fehler spekuliert hatte, kannte kein Erbarmen. Er lief am Torwart vorbei, brachte den Ball seinerseits unter Kontrolle und schob ihn lässig ein. Glück hatte Südwinsen dann noch einmal in der Schlussphase. Nach dem Anschlusstreffer von Heiko Spee (68.) lief sich Felix Beck im Rücken von Gegenspieler Dullaj frei, scheiterte mit seinem wuchtigen Kopfball aber am herausragenden Marc Perrei im Südwinser Tor (80.).

SV Nienhagen –

SV Hodenhagen

3:0 (2:0)

Nur der Halbzeitpfiff verhinderte einen lupenreinen Hattrick von Nienhagens Stürmer Maurice Thies. „So wie er trainiert, ist so eine Leistung nicht verwunderlich“, schwärmte Nienhagens Trainer Claus Netemeyer. Es waren bereits seine Saisontreffer 12, 13 und 14.

In einer guten Form ist auch Matthias Behrens. Zeigen durfte es der Stürmer gegen Hodenhagen aber nur eine knappe halbe Stunde. Danach nahm Netemeyer ihn raus, weil die Gäste um Kapitän Tobias Schweinefuss ihn in den Zweikämpfen und darüber hinaus derart aufgerieben hätten, dass Netemeyer ihn „schützen musste“.

Aber auch das brachte Hodenhagen keinen nennenswerten Vorteil. Weil Thies nach Belieben traf. Zunächst per Abstauber nach einem Schuss von Behrens, dann per Elfmeter nach einem Foul an Daniel Weiss und schließlich nach einer herrlichen Kombination im Mittelfeld auf Vorlage von Julian Jungmichel.

VfL Westercelle –

TSV Elstorf

1:1 (0:1)

Vor ein paar Wochen, sagte Andreas Heindorff, hätten wir dieses Spiel noch verloren. Was der Westerceller Trainer meinte, ist, dass sie vor ein paar Wochen nach einem Rückstand noch eingebrochen und auseinandergefallen wären. 0:3. 0:4. 0:5. So instabil sei das Gebilde damals gewesen. Ein paar Wochen später bewies seine Mannschaft Moral. „Der Punkt ist absolut verdient“, war Heindorff zufrieden.

Der Punkt ist streng genommen aber zu wenig für eine Mannschaft, die im Abstiegskampf einen direkten Konkurrenten in der Tabelle hätte überholen können. „Wir haben gefällig nach vorne gespielt, in den entscheidenden Augenblicken hat uns aber die letzte Konsequenz gefehlt“, beklagt Heindorff.

Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden, hatten sie genug. In der 31. Minute, als Sven Bothfeld sechs Meter vor dem Tor die Unordnung nicht aus seinen Beinen bekam. In der 32. Minute, als Henning Schubotz mit einem Flachschuss scheiterte. Nach dem Rückstand durch Finn Scheibner (34.) sicherte Robin Heydemann den Gastgebern immerhin einen Punkt (72.), den sie durch den Derbysieg in Nienhagen am Ostermontag noch vergoldeten.