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Fußball regional Talfahrt kostet TuS-Trainer Jörg Rienass den Job
Sport Fußball regional Talfahrt kostet TuS-Trainer Jörg Rienass den Job
19:14 20.04.2016
Eschede

Als „Feuerwehrmann“ bis Saisonende wird der bisherige Co-Trainer Torsten Gers fungieren. Er soll versuchen, mit dem Team in die Erfolgsspur zurückzukehren und die Klasse zu halten. Aktuell rangiert der TuS Eschede auf dem zehnten Tabellenplatz – zwar noch vor den Lokalkonkurrenten Westercelle und Südwinsen, aber mit nur drei Punkten Abstand zum Relegationsrang 13. Die vergangenen fünf Punktspiele gingen zudem allesamt verloren

Die Entscheidung sei nicht von langer Hand geplant gewesen, versichert Kasimir. „In den letzten Wochen ist im Vorstand die Überlegung gereift, auf der Trainerposition einen neuen Akzent zu setzen. Auf einer Vorstandssitzung haben wir dann einstimmig beschlossen, zu reagieren. Die Entscheidung ist uns natürlich sehr schwer gefallen, denn ‚Otto‘ hat dem Verein, auch außerhalb des Platzes, sehr viel gegeben. Wir sind ihm sehr dankbar, denn er hat den Verein in den letzten Jahren mit geprägt.“

Der geschasste Übungsleiter zeigte sich von der Maßnahme mehr als überrascht: „Das traf mich aus heiterem Himmel und es ist schade, dass man mir nicht die Chance gegeben hat, mit der Mannschaft aus dieser Situation raus zu kommen. Der TuS Eschede war immer eine Herzensangelegenheit, etwas Persönliches für mich.“

Über allem steht jedoch auch für Rienass das Ziel Klassenerhalt. „Ich möchte, dass die Mannschaft in der Liga bleibt. Der Verein wollte da womöglich ein Zeichen setzen.“

Dieses Zeichen sollte auch bei der Mannschaft angekommen sein. Sie ist es, die auf dem Platz zulegen muss. Dies wurde ihr vom Vorstand in einem Gespräch auch noch einmal deutlich gemacht.

Durch die Wintervorbereitung hatte man sich in Eschede noch einmal einen Schub, die Wende, erhofft. „Doch das ist leider ausgeblieben. Wir haben dann die sportliche Situation beurteilt und sind im Vorstand zu dieser menschlich sehr harten Entscheidung gekommen. Am Ende möchten wir alles unternommen haben, um unser Ziel zu erreichen“, rechtfertigt Kasimir den Entschluss.

Mit potenziellen Kandidaten für die kommende Saison, so versichert der Abteilungsleiter, habe man bisher nicht gesprochen. „Der Klassenerhalt hat derzeit für uns absolute Priorität“, unterstreicht Kasimir.

Von Marc Tetens