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Fußball regional Trotz Abbruch: SV Dicle Celle darf im Fußball-Bezirkspokal starten
Sport Fußball regional Trotz Abbruch: SV Dicle Celle darf im Fußball-Bezirkspokal starten
10:43 22.05.2015
Von Christopher Menge
Davut - Ekinci Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Sie sind von der Entscheidung selbst nicht betroffen, aber dennoch gab es Gelächter, als auf dem Staffeltag der Fußball-Altsenioren am Dienstagabend der SV Dicle als Celler Teilnehmer für den Bezirkspokal ausgelost wurde. Die Vertreter der Ü32-, Ü40- und Ü50-Teams waren von der Festlegung genauso überrascht, wie es viele Fußball-Fans sein werden. Schließlich hatte das Kreissportgericht in der vergangenen Woche entschieden, dass weder der TuS Eschede noch der SV Dicle nach dem Abbruch des Halbfinals im Endspiel um den Kreispokal spielen dürfen. Der VfL Westercelle II, der das zweite Halbfinale gegen den VfL Wathlingen mit 4:1 gewonnen hatte, wurde zum Sieger erklärt. Dabei bleibt es auch, aber dennoch startet neben Eschede als Bezirksliga-Aufsteiger auch Dicle in der kommenden Saison im Bezirkspokal.

„Der VfL Westercelle II darf als zweite Mannschaft nach der Ausschreibung des Bezirks nicht teilnehmen“, erklärt der Vorsitzende des Kreisspielausschusses Achim Prüße. Gesucht wurde also ein Ersatz: „Dicle und Eschede wurden durch das Sportgericht nicht disqualifiziert, sondern das Spiel wurde für beide als verloren gewertet – so steht es im Urteil“, betont Prüße, „somit standen sie genauso zur Wahl wie der VfL Wathlingen.“

Da Eschede durch den Aufstieg in die Bezirksliga bereits für den Pokalwettbewerb qualifiziert ist, schrieb Prüße nach Rücksprache mit dem Bezirksspielausschuss Dicle und Wathlingen an, ob sie im Bezirkspokal spielen wollen. Beide Vereine stimmten dem Losentscheid zu. „Wir hätten auch niemanden nominieren können, aber wir wollten den Celler Vereinen entgegenkommen“, sagt Prüße. Das Los entschied schließlich zugunsten von Dicle.

„Das ist der nächste Hohn“, sagt Eschedes Spartenleiter Peter Schmoll, „der Kreisspielausschuss widerspricht damit dem Kreissportgericht.“ Seine Mannschaft habe sich anderweitig – durch den Aufstieg in den Bezirk – qualifiziert, aber ansonsten hätte der VfL Wathlingen starten müssen. „Oder man hätte auf den Startplatz verzichten müssen“, sagt Schmoll.

Wenig Verständnis zeigten die Spieler des VfL Wathlingen für die Entscheidung. „Für die Jungs ist es nicht nachvollziehbar“, sagt Wathlingens Abteilungsleiter Ralf Klingenberg, „Dicle sei es gegönnt, aber wir haben uns schon gewundert, dass sie in der Verlosung sind.“ Ein „Geschmäckle“ habe das schon.

Das sieht Dicles Trainer Davut Ekinci anders. „Wir wollten aufs Finale verzichten, weil Eschede es sportlich verdient gehabt hätte“, sagt er, „aber durch den Einzug ins Halbfinale haben wir es verdient, im Lostopf zu sein. Wir haben überlegt, auf die Teilnahme zu verzichten, aber Mannschaft und Verein haben sich dann für die Teilnahme entschieden.“ Und durch den Losentscheid sind sie jetzt tatsächlich dabei.