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Fußball regional TuS Celle FC: Aus der Sportsbar zum Auswärtspunkt
Sport Fußball regional TuS Celle FC: Aus der Sportsbar zum Auswärtspunkt
19:16 30.11.2014
TuS-Torjäger Kirill Weber (Mitte) schoss mal wieder das 1:0 für den FC. Es war sein zwölftes Saisontor im 18. Spiel. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Die Blau-Gelben hatten bei diesem Landesliga-Duell sogar noch die besseren Torchancen. „Vor dem Spiel sprach eigentlich alles gegen uns. Wir mussten sogar unsere Mannschaftsbesprechung in der Sportsbar des Vereinsheims abhalten, weil alle Kabinen belegt waren“, berichtete TuS-Trainer Hilger Wirtz. Ihm fehlte neben Steven Neumann, Mathias Winkler, Nils Speckmann und Matthias Wörner auch noch Kapitän Nils Rogge, der sich im Freitagstraining einen Bänderriss zuzog. „Bei einem so kleinen Kader rückst du automatisch enger zusammen“, beschrieb der Trainer die besondere Atmosphäre vor dem Spiel.

Bei kalten Temperaturen um den Gefrierpunkt begannen die Celler Landesliga-Kicker gut. Ein Kopfball von TuS-Torjäger Kirill Weber wurde von einem Cuxhavener Spieler auf der Linie geklärt. „Es waren im Vergleich zum Duell mit Stade deutliche Verbesserungen im spielerischen Bereich zu sehen“, sagte Wirtz. Auch nach der Pause konnte er zufrieden mit seiner Mannschaft sein. Sie hatte zwar kein spielerisches Übergewicht, dafür aber die besseren Chancen. Einen „perfekt vorgetragenen Angriff“ (Wirtz) nutzte Weber, um den Ball nach einer Flanke von Oguzhan Cay aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken (48.). Für Weber war es das zwölfte Saisontor in bisher 18 Spielen.

Kurze Zeit später hatte Cay das 2:0 auf dem Fuß. Frei vor dem Tor entschied er sich aber dafür auf Weber quer zu legen. Der Pass geriet jedoch etwas zu langsam, so dass bei Webers Schuss noch ein Cuxhavener Abwehrspieler den Ball auf der Linie klärte (53.). Jetzt hatte der TuS die Chancen, den Auswärtsdreier perfekt zu machen. Die beste vergab der sehr aktive Weber, als er mit einem Kopfball nur den Pfosten traf.

Nach der alten Fußballerweisheit „Wer die Dinger vorne nicht macht, bekommt sie hinten rein“, kassierte der TuS in der 80. Minute den 1:1-Ausgleich. Die Nordsee-Kicker eroberten einen zweiten Ball, schlugen die Flanke und Daniel Becker köpfte aus sechs Metern ein. Jetzt war das Spiel offen. „Beide Mannschaften hätten das Spiel am Ende für sich entscheiden können, aber das Unentschieden war nicht unverdient“, meinte Wirtz.

Seine Mannschaft vermied mit dem Punktgewinn das Abrutschen in die Abstiegszone. Mit 22 Punkten stehen die Blau-Gelben nun auf Platz elf und damit einen Rang vor dem Tabellenkeller. „Ich bin froh, dass die Winterpause jetzt kommt. Bei so vielen Verletzten und Angeschlagenen in unserem 18-Mann-Kader ist es schön, wenn sich alle erstmal wieder erholen können“, erklärte Wirtz. „Es war wie erwartet eine schwere Zeit mit unserer jungen Mannschaft und dem kleinen Kader. Aber wenn wir uns wieder so den Allerwertesten aufreißen, werden wir nicht unten reinrutschen“, sagte der TuS-Coach, der mit seiner Mannschaft erst am 1. März das nächste Heimspiel bestreitet. Ob seine Mannschaft nach dem Remis wieder in die Sportsbar einkehrte, wollte er nicht verraten. Verdient hätte sie es.

Alexander Hänjes

Von Alexander Hänjes