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Fußball regional TuS Celle FC: Klasse sportlich halten
Sport Fußball regional TuS Celle FC: Klasse sportlich halten
19:41 01.04.2013
Von Christoph Zimmer
Benjamin Zeising (vorne) vom TuS Celle FC setzt sich im Hinspiel gegen Langenhagens Torwart Jan Kansteiner durch. - In der neuen Saison wird es kein Wiedersehen der beiden Mannschaften in der Oberliga geben. Langenhagen verzichtet auf die Lizenz und steht damit als erster Absteiger fest. Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Auch wenn das am Ostersonnabend angesetzte Spiel in Langenhagen wegen der schlechten Platzverhältnisse erneut ausgefallen und der TuS Celle FC nach den Ergebnissen der Konkurrenz am Wochenende auf einen Abstiegsplatz abgerutscht ist, ist der Aufsteiger dem Klassenerhalt in der Oberliga ein großes Stück näher gekommen. Denn der ebenfalls stark vom Abstieg bedrohte SC Langenhagen sowie der SV Holthausen-Biene werden für die kommende Saison keine Oberliga-Lizenz beantragen. Damit stehen die ersten beiden von vier Absteigern bereits fest. „Ich wäre nicht unglücklich, wenn das wirklich stimmt“, kommentierte Uwe Hicksch, der Trainer des TuS Celle FC, die Nachricht vom freiwilligen Rückzug der Konkurrenten.

Langenhagen werde in der neuen Saison „nicht in der Oberliga spielen“, sagte Abteilungsleiter Holger Kunze gestern der CZ. Die Entscheidung sei gemeinsam mit dem Vorstand getroffen worden, der im Verein künftig verstärkt auf die Nachwuchsarbeit im Fußball und den Breitensport setzen will. Aber auch finanzielle Gründe würden eine Rolle spielen, sagte Kunze. In der Landesliga sind nicht nur die Kosten für Mannschaft und Spielbetrieb geringer, sondern auch die Zuschauerzahlen höher, weil die Wege kürzer sind und es in der sechsthöchsten Spielklasse mehr Derbys gibt. „Das geht nicht nur uns so“, sagte Kunze. Selten sei so ein Vorgang jedenfalls nicht.

Ebenfalls auf die Oberligalizenz verzichtet Holthause-Biene. Wegen eines schwebenden Steuerverfahrens sieht der Verein, der einen sportlichen Neuanfang in der Landesliga plant, offenbar ohnehin keine großen Erfolgsaussichten im Lizensierungsverfahren. Das jedenfalls ließ Sprecher Manuel Wintering gestern auf einer Pressekonferenz durchblicken.

Gut möglich, dass sich aus den Gründen, die sie in Langenhagen nennen, auch andere Vereine für einen freiwilligen Lizenzverzicht und gegen die finanziell und sportlich insgesamt nur mäßig attraktive Oberliga entscheiden. Bisher haben nur 16 Vereine die Lizenzunterlagen für die neue Saison eingereicht, wie eine Sprecherin des Norddeutschen Fußballverbands erklärte. Das sind neben Mannschaften, die aktuell in der Oberliga spielen auch jene Vereine, die in der Landesliga um dem Aufstieg kämpfen und in der Regionalliga vor dem Abstieg stehen. Dabei ist es nicht selten, dass Vereine die Lizenz wegen der geringen Kosten erst einmal beantragen und bis Juni endgültig entscheiden, ob sie in der Klasse tatsächlich auch spielen wollen. Die Frist läuft heute ab.

Hicksch jedenfalls will „nicht warten, bis wir im Juni vielleicht irgendwas geschenkt kriegen“. Wenn es nach ihm geht, ist bis dahin schon längst alles entschieden. „Wir wollen den Klassenerhalt auf sportlichem Weg schaffen.“ Aber genau das gestaltet sich äußerst schwierig. Wegen der Spielausfälle ist an einen Rhythmus nicht zu denken. „Es reicht langsam mit Freundschaftsspielen“, klagt Hicksch, „wir wollen uns endlich für die harte Arbeit in der Vorbereitung belohnen und Punkte sammeln.“

Davon gab es in diesem Jahr noch keinen einzigen. Die beiden Partien im März gegen Drochtersen und in Jeddeloh gingen verloren und auch auf das erste Tor im neuen Jahr wartet die Mannschaft noch vergebens. Am kommenden Sonnabend um 18 Uhr soll es im Heimspiel gegen Ottersberg endlich soweit sein. Die Mannschaft liegt drei Punkte vor dem TuS Celle FC auf einem Nichtabstiegsplatz.