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Fußball regional TuS Celle FC darf weiter hoffen
Sport Fußball regional TuS Celle FC darf weiter hoffen
21:19 03.06.2018
Falk von der Crone (oben, rechts), hier im Duell mit Celles Dean Feldmann, hatte TuS Oldau-Ovelgönne in Führung gebracht und auf der Auswechselbank undbei den Fans (kleines Foto) für ausgelassene Stimmung gesorgt. Am Ende hatte allerdings der TuS FC den Sieg auf seiner Seite. Quelle: David Borghoff
Celle

TuS Celle FC kann weiter auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga hoffen. Im ersten Relegationsspiel wurde Kreisligist TuS Oldau-Ovelgönne letztlich verdient mit 2:1 (0:0) geschlagen. Etwa 1300 Zuschauer am Altenceller Föscherberg sahen eine spannende, aber nur mittelprächtige Begegnung.

Im Finale um den Klassenverbleib treffen die Celler auf SG Nordheide, die im zweiten Relegations-Halbfinale gegen FC Este 2012 mit 3:2 gewonnen hat. Spieltermin und -ort standen gestern Abend noch nicht genau fest.

Die große Bedeutung des Spiels ließ offensichtlich die Köpfe und Beine der Spieler schwer werden. Den entscheidenden Unterschied machte einmal mehr TuS-FC-Torjäger Andreas Gerdes-Wurpts. Der 38-jährige Ex-Profi erzielte mit einem herrlichen Volleyschuss (78.) den Celler Siegtreffer. Als perfekter Gastgeber präsentierte sich der SV Altencelle, der nicht nur durch eine tolle Organisation, sondern mehr noch durch die Präsentation einer WM-tauglichen Rasenfläche glänzen konnte.

Nach dem Spiel musste Celles erleichterter Trainer Marc Knauer erstmal tief durchatmen. „Der Sieg geht in Ordnung. Aber aufgrund unserer vielen Torchancen in der Schlussphase hätten wir den Deckel viel früher draufmachen müssen“, kritisierte Knauer, dem so minutenlanges Zittern in der Nachspielzeit nicht erspart blieb.

Seinem Team, das vor der stattlichen Kulisse anfangs ebenso nervös agierte wie der Gegner, gelang es nur begrenzt, das Spiel gegen die klassentieferen Oldauer zu kontrollieren. Bei einem verdeckten Freistoß von Sergej Kraus (13.) war Oldaus Keeper Christopher Lüke mit einer Faust zur Stelle, dann rettete Lüke durch Herauslaufen rechtzeitig gegen Mike Miller (25.).

Aber auf einmal hatte auch der sehr verhaltene und meist in der eigenen Hälfte stehende Kreisligist seine Riesenchance. Doch der Schrägschuss von Stefan Godzick (26.) strich nur um Zentimeter am Torgiebel vorbei. Dann stöhnten die Fans des TuS FC auf, als Gerdes-Wurpts mit einem 20-Meter-Schuss nur den Pfosten (30.) traf. So ging das bis dahin zähe Spiel leistungsgerecht mit 0:0 in die Pause.

Nach dem Wechsel passierte erst einmal nichts Nennenswertes – bis zur 59. Minute. Oldaus Simon Frisch schlug einen Freistoß in der Nähe der Eckfahne hoch in den Strafraum des TuS FC und Falk von der Crone bugsierte das Spielgerät am zweiten Pfosten stehend zum 0:1 in die Maschen. Das löste auf dem Rasen und bei den gut 200 Oldauer Fans einen kollektiven Jubelsturm aus.

Doch dieser Treffer sollte der Weckruf für den jetzt wütend angreifenden TuS FC sein. Nach tollem Solo spielte Alpha Jallow den perfekten Pass in den Strafraum, aber sowohl Mike Miller als auch Gerdes-Wurpts rutschten am Ball vorbei (64.). Den Bann brach schließlich Celles gut aufgelegter Mike Miller. Der 19-Jährige flitzte durch den Oldauer Strafraum und erzielte aus einem unmöglichen Winkel das umjubelte 1:1 (65.).

Der TuS FC war jetzt das klar bessere Team und drängte sofort auf das 2:1. Der eingewechselte Onur Ekinci prüfte Oldaus Torwart Lüke mit einem harten Schuss aufs kurze Eck (68.). Dem viel zu passiven Kreisligisten gelang es dagegen weiterhin nicht, sein zweifellos vorhandenes Potenzial abzurufen – und das hatte Folgen: Der technisch starke Ayhan Cango flankte aus dem linken Halbfeld auf den am Strafraum lauernden und sträflich freistehenden Gerdes-Wurpts. Dieser nahm das Leder volley und traf im Stile eines Klasse-Mannes zum 2:1 (78.).

„Meinem Team gebührt Lob, wie es nach dem 0:1 zurückgekommen ist. Der Ausgleichstreffer hat dann auf unserer Seite richtige Euphorie ausgelöst“, stellte Trainer Knauer fest. In der Schlussphase traf Steven Neumann noch den Innenpfosten (87.) und Oldaus Torwart Lüke kratzte in der letzten Minute einen Miller-Kopfball gerade noch von der Linie.

Eine echte Schlussoffensive der körperlich „platten“ Oldauer, die mit langen Bällen keine Gefahr mehr entwicklen konnten, fand nicht statt. „Wir waren heute zu ängstlich und sind nie auf Betriebstemperatur gekommen. Der TuS FC war in den Zweikämpfen präsenter. Die Niederlage ist zwar ärgerlich, aber davon geht die Welt nicht unter“, meinte Oldaus Trainer Mentkowski, der wie sein Team von den Fans mit viel Applaus in die Sommerpause verabschiedet wurde.

Von Jochen Strehlau

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